2:1 – Dritter rot-weisser Dreier gegen Siegen

Heimerfolg musste gegen Sportfreunde „erzwungen werden“.

Läuft bei ihm: Kamil Bednarski (l.) traf gegen Siegen zum entscheidenden 2:1. (Foto: Endberg)

Mit Kasim Rabihic für den angeschlagenen Roussel Ngankam wollte RWE-Trainer Sven Demandt erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge einfahren. Doch aus einem gemütlichen Nachmittag gegen das Schlusslicht wurde nichts, die 6.347 Zuschauer mussten lange zittern, bis die drei Punkte für die Gastgeber perfekt waren. Unterm Strich zählt der Sieg und Trainer Sven Demandt war „froh, dass wir das Spiel noch gewonnen haben.“

Die Partie braucht nicht lange, um in Fahrt zu kommen. In der fünften Spielminute scheitert Benjamin Baier im Duell an Sportfreunde-Schlussmann Thies, keine zwei Zeigerumdrehungen später lenkt der Siegener Torwart einen Schuss von Startelf-Rückkehrer Rahibic an den linken Pfosten. Kurz darauf spielt Bednarski einen feinen Doppelpass mit Kapitän Baier, dessen Schuss knapp am Tor vorbeigeht. Rot-Weiss Essen ist optisch überlegen und erarbeitet sich weitere aussichtsreiche Abschlüsse über den agilen Baier (12.) von der Strafraumkante und Philipp Zeiger (14.) per Kopf.

Das Match verflacht im Laufe der ersten Halbzeit, auch Siegen kommt gelegentlich zu Möglichkeiten. „Wir haben 25 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht, aber waren im Abschluss nicht konsequent genug. Danach waren wir zu träge“, kommentiert der rot-weisse Linienchef. Die Folge: In der 37. Minute steht Sportfreund Björn Jost frei vor RWE-Schlussmann Robin Heller und schiebt zur 1:0-Gästeführung ein.

Sven Demandt hat genug gesehen: „Wir haben nach der Halbzeit früh gewechselt und für unsere Verhältnisse viel umgestellt. Ich hatte das Gefühl, wir mussten es erzwingen.“ Kurz nach dem Wechsel kommt Jan-Steffen Meier für Tolga Cokkosan, Gino Windmüller orientiert sich in die Offensive. Rot-Weiss baut danach wieder mehr Druck auf, ohne direkt zwingend zu werden.

In der 70. Spielminute kann Gärtnermeister Peter Sander endlich wieder sein Portemonnaie zücken und für die Jugendkasse spenden, als Windmüller eine Ecke von Nico Lucas verlängert und der lange Zeiger am zweiten Pfosten goldrichtig steht und einnickt. Die Essener bleiben dran: Nach einer Flanke von Kasim Rabihic steht Kamil Bednarski blank (75.) und versenkt den Ball vor der jubelnden Westtribüne im Siegener Gehäuse. Danach spielen es die Rot-Weissen souverän zu Ende.

Spieltagssponsor AOK Rheinland/Hamburg warb vor dem Match mit der Aktion Herzenssache. Dieser dritte Dreier in Folge war Chefcoach Demandt und vielen RWE-Fans eine Herzensangelegenheit, die am Ende dann auch verdient in Erfüllung ging.
Unterm Strich bleibt: Einfach kann jeder und die Punkte blieben an der Hafenstraße!