Breilmanns Wiese: „Wichtige Bonuspunkte für Klassenverbleib“

U17 sorgt mit 3:1-Derbysieg beim Vizemeister Borussia Dortmund für Überraschung.

Die Rot-Weissen sorgten beim Vize-Meister für eine dicke Überraschung. (Foto: MSPW)

Eine Woche nach dem fulminanten 6:2-Heimsieg gegen Schlusslicht 1. FC Mönchengladbach hat die U17 von Rot-Weiss Essen in der West-Staffel der B-Junioren-Bundesliga mit dem eindrucksvollen 3:1 (2:0)-Auswärtserfolg beim dreimaligen Staffelsieger und aktuellen deutschen Vizemeister Borussia Dortmund noch einen draufgelegt. Was der U19 in der Vorwoche in Dortmund ganz knapp nicht gelungen war (1:2), schaffte nun die Mannschaft von RWE-Trainer Antonios „Toni“ Kotziampassis.
 
„Wir haben sehr gut verteidigt und uns taktisch ganz stark präsentiert“, war der 43-Jährige mit der Leistung seines Teams hochzufrieden. Durch den überraschenden Sieg hat sich die U17 ein Drei-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet. „Bereits mit einem Unentschieden wäre ich vor dem Spiel einverstanden gewesen. Das sind wichtige Bonuspunkte im Kampf um den Klassenverbleib“, sagt Kotziampassis.
 
Bereits in der elften Spielminute konnte RWE-Mittelfeldspieler Yannick Debrah von seinem Dortmunder Gegenspieler nur mit einem Foul am Torschuss gehindert werden. Die Chance ließ sich Nusret Miyanyedi nicht entgehen, versenkte den Elfmeter eiskalt. In der Folge drehte der BVB zwar mächtig auf, drängte auf den Ausgleich. Doch die Schwarz-Gelben verzweifelten ein ums andere Mal an RWE-Torhüter Marcel Lotka, der einen „Sahnetag“ erwischte. „Er hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten“, lobt der RWE-Trainer.
 
Kurz vor der Halbzeit dann der zweite Paukenschlag: Yannick Debrah setzte mit einem genauen Zuspiel Alkan Talas in Szene, der allein auf BVB-Torhüter Lucien Hawryluk zulief. Talas behielt die Nerven und schob den Ball in der Eins-zu-Eins-Situation am BVB-Keeper vorbei ins Tor.
 
„Auch im zweiten Durchgang hatten wir einige sehr gute Möglichkeiten, allerdings auch das nötige Quäntchen Glück“, sagt Kotziampassis. Wütende BVB-Angriffe landeten entweder am Pfosten, an der Latte oder in den Armen von Lotka.
 
Nach einem Eigentor von RWE-Abwehrspieler Jan Paul Bastian Brauckmann zum 1:2-Anschluss keimte beim BVB noch einmal Hoffnung auf. „Danach mussten wir ein wenig zittern“, räumt „Toni“ Kotziampassis ein. Doch in der Endphase zeigte Schiedsrichter Marc Jäger nach einem Handspiel im BVB-Strafraum noch einmal auf den Elfmeterpunkt. Auch RWE-Angreifer Qlirim Gashi bewies Nervenstärke vom ominösen Punkt, sorgte mit seinem Treffer für den 3:1-Endstand. Danach spielten die Rot-Weissen die Partie souverän herunter, ließen nichts mehr anbrennen.
 
Weiter geht es für die U17 am kommenden Sonntag, 6. November, (ab 13.00 Uhr) mit der Partie am Sachsenring gegen Arminia Bielefeld. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis gegen den direkten Konkurrenten aus Ostwestfalen könnte RWE dem Klassenverbleib noch einen Schritt näherkommen.