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RWE - Schonnebeck 2:0. Rot-Weiss Essen zieht in der Verlängerung ins Halbfinale des Niederrhein-Pokals ein.

Spätes Glück: RWE musste gegen Schonnebeck in die Verlängerung.

In der 108. Minuter kam die Erlösung und RWE zog am Ende mit 2:0 ins Halbfinale des Niederrhein-Pokals ein.

3.270 Zuschauer sahen an der Hafenstraße ein zähes Ringen um den Einzug in die nächste Pokal-Runde. Am Ende hatten die Hafenstraßen-Kicker nach Treffern von Kasim Rabihic (108.) und Benjamin Baier in der Schlussminute das bessere Ende für sich. Trainer Sven Demandt war zufrieden mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Auftreten nach der Pause: „Ich hätte mir ein anderes Spiel gewünscht. Aber wir wussten, dass wir noch immer einen Treffer machen können.“

Doch der Reihe nach: Demandt bietet Timo Becker und Andreas Ivan auf der rechten Seite auf, auch die Rückkehrer Marcel Platzek und Benjamin Baier stehen im Stadtderby in der Startelf.
Die Roten erarbeiten sich zügig eine optische Überlegenheit, ohne aber jedoch zwingend zu werden. Nach drei Minuten ist Kamil Bednarski fast durch, eine Zeigerumdrehung später muss sich Patelschick ganz lang machen, um vor Kasim Rabihic zu retten. Aber auch der Oberligist taucht gelegentlich vor der Kiste von RWE-Keeper Robin Heller auf: Nach einer einer kurzen Ecke nagelt der Ex-Krayer Georgios Ketsatis die Kugel ans Gebälk (14.).
Zwei Mal noch haben die rot-weissen Fans den Torschrei in Halbzeit eins auf den Lippen, doch nach 31 Minuten scheitern Platzek und Bednarski aussichtsreich an der vielbeinigen Schonnebecker Defensive. Kurz vor dem Pausenpfiff zappelt das Leder dann endlich im Netz und André Bley ist geschlagen, doch Marcel Platzek steht beim Kopfball anscheinend im Abseits. Hier wünscht sich der RWE-Coach mehr Effizienz: „Wir haben verpasst in der ersten Halbzeit das 1:0 zu machen – und dann ein wenig die Sicherheit verloren.“

Nach einer guten Stunde ist die rot-weisse Nummer 9 wieder an der Reihe: Nach einer Flanke von Ivan landet sein Flugkopfball haarscharf über der Latte. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettet Robin Heller seine Farben auf der anderen Seite mit einer Glanztat, nachdem sich Marc Enger im Fünfer gegen Philipp Zeiger durchsetzen konnte. Den Ball hätte Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies gerne im Netz gesehen: „Wenn man in der 87. Minute das Tor macht, gehen wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz. Aber ich bin stolz auf meine Truppe, die hier 120 Minuten einem guten Regionalligisten Paroli geboten hat.“

In der 108. Spielminute ist es schießlich Kasim Rabihic, der die Besucher mit seiner Klebe von der Strafraumgrenze zum 1:0 erlöst! Den Deckel drauf macht Kapitän Benjamin Baier mit dem Schlusspfiff.
Wer unterm Strich bleibt: Rot-Weiss Essen steht im Halbfinale des Niederrhein-Pokals.