Nächster Gegner: Wiedersehen mit Yannick Geisler

Gebürtiger Essener will sich beim SC Wiedenbrück durchsetzen.

Morgen treffen die Rot-Weissen an der Hafenstraße auf den SC Wiedenbrück. (Foto: Endberg)

Im Flutlichtspiel am morgigen Freitag (ab 19.30 Uhr) stellt sich der SC Wiedenbrück im Rahmen des 6. Spieltages in der Regionalliga West an der Hafenstraße vor. Trainer Björn Mehnert steht seit Saisonbeginn bei den Ostwestfalen in der Verantwortung. Der 41-jährige A-Lizenzinhaber hatte in der vergangenen Saison den SV Westfalia Rhynern als Tabellenzweiter hinter TuS Erndtebrück von der Oberliga Westfalen in die Regionalliga geführt. Der ehemalige Profi, der in seiner Karriere sogar auf drei Bundesligaspiele und eine Partie in der Champions League für Borussia Dortmund zurückblicken kann, hat beim SCW die Nachfolge von Alfons „Ali“ Beckstedde“ angetreten.

In seiner ersten Saison als Regionalliga-Trainer hat Mehnert den Abwärtstrend bei seinem neuen Arbeitgeber nach dem jüngsten 1:1 gegen Alemannia gerade noch abwenden können. Die Ostwestfalen hatten zuvor drei Niederlagen in Folge einstecken müssen. Besonders das 0:1 im Verbandspokal beim Oberligisten FC Eintracht Rheine hatte Mehnert überhaupt nicht geschmeckt. In der Liga ging der SCW gegen Meister Viktoria Köln (1:3) und beim Bonner SC (1:4) leer aus. „Eine Niederlage gegen Viktoria Köln ist nicht so dramatisch. Unser Auftritt beim Bonner SC war aber unser schlechtestes Spiel in dieser Saison“, betont Mehnert.

Auf das zunächst angekündigte Straftraining verzichtete Mehnert, nahm vielmehr die Mannschaft in mehreren Einzelgesprächen in die Pflicht. „Wir haben vor allem an den Basics gearbeitet“, sagt der Trainer. So hatte Mehnert in Bonn beispielsweise beim Passspiel enorme Defizite ausgemacht. Außerdem hatte der Ex-Profi die Einstellung und das Zweikampfverhalten bemängelt.

Ein großer personeller Umbruch war bei den Ostwestfalen vor Saisonbeginn ausgeblieben. Die Abgänge von Marko Stojanovic (jetzt BSV Schwarz-Weiß Rehden), Gökan Lekesiz (Sancaktepe Belediyespor/Türkei), Daniel Latkowski (SV Rödinghausen) sowie David Lauretta (1. FC Gievenbeck) wurden allesamt aufgefangen. Ein „Dauerbrenner“ beim SCW ist Linksverteidiger Mariusz Rogowski. Der 37-Jährige, der in dieser Spielzeit noch auf seinen ersten Einsatz wartet, spielt seit 2008 für die Ostwestfalen und hat noch ein Jahr drangehangen.

Neuzugang Necirwan Khalil Mohammad, der von Alemannia Aachen kam, soll mit seiner Erfahrung die Lücke im Mittelfeld schließen. Der 25-jährige Deutsch-Syrer spielte bereits für die U 23 von Borussia Mönchengladbach und von 2014 bis 2016 für die SG Wattenscheid 09. Mit Innenverteidiger Marcel Leeneman, der zuletzt beim Ligakonkurrenten SV Rödinghausen unter Vertrag stand, wurde ein erfahrener Spieler geholt, der die Abwehr stabilisieren soll. Aus dem Ausland kamen Mittelfeldspieler Omar Diarra (RSC Charleroi II/Belgien) und Angreifer Viktor Maier (FC Emmen/Niederlande). Der 27-jährige Maier, der exakt den gleichen Namen hat wie sein Stürmerkollege beim SC Verl, bekam nach dem jüngsten 1:1 gegen Alemannia Aachen ein Sonderlob von seinem Trainer. Die Nummer neun der Wiedenbrücker holte einen Elfmeter heraus, schnappte sich mit absoluter Überzeugung die Kugel und ließ Torhüter Aachens Torhüter Mark Depta keine Chance. „Hut ab vor Viktor Maier. Er hatte vorher zwei Chancen vergeben und hatte trotzdem den Mut und die Sicherheit, den Elfmeter zu schießen“, lobt Mehnert seinen Neuzugang.

Für SCW-Mittelfeldspieler Yannick Geisler ist das Gastspiel an der Hafenstraße eine ganz besondere Partie. Der 22-Jährige wurde in Essen geboren, spielte für RWE in der U19 in der A-Junioren-Bundesliga und entschied sich nach der Auflösung der U23 für einen Wechsel, nachdem er der Sprung in die erste Mannschaft nicht direkt geschafft hatte. Über die Stationen Sportfreunden Siegen und SC Verl will der blonde Mittelfeldspieler sich nun einen Stammplatz beim SC Wiedenbrück erkämpfen. Bisher läuft es gut. Geisler kam in allen fünf Saisonspielen zum Einsatz.