RWE verpasst Titelhattrick

RWE muss sich Drittligameister MSV Duisburg geschlagen geben, darf sich aber trotzdem auf den DFB-Pokal freuen.

Mit 0:2 mussten sich die Rot-Weissen dem Drittligameister MSV Duisburg geschlagen geben. (Foto: Endberg)

Rot-Weiss Essen verpasst den Hattrick im Niederrheinpokal. Zwar konnte RWE über weite Strecken gegen den künftigen Zweitligisten aus Duisburg mithalten, unterlag aber schlussendlich verdient mit 0:2. Brandstetter (33.) und Wolze (48.) trafen für die Gäste. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit schon ein paar Chancen, nach denen es wieder spannend hätte werden können. Alles in allem muss man aber sagen, das der Sieg des MSV in Ordnung geht. Dazu haben wir gerade im ersten Durchgang zu verhalten gespielt", so der rot-weisse Chef-Trainer Sven Demandt.

Im mit 17.000 Zuschauer gefüllten Stadion Essen schenkten sich beide Gegner von Beginn an keinen Zentimeter Raum. Zwar waren die Kontrahenten durch den Aufstieg des MSV bereits vor dem Spiel für den DFB-Pokal qualifiziert, allerdings wollten sich beide unbedingt mit einem Sieg im Derby gegen den Revierrivalen in die Sommerpause verabschieden. So entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, von dem der Gast aus Duisburg zunächst etwas mehr hatte, ohne jedoch in die gefährlichen Räume zu kommen. Dahin brachte sie erst in der 33. Minute ein individueller Fehler auf rot-weisser Seite, wodurch Brandstetter plötzlich frei auf Heller zulaufen konnte und diesem keine Chance ließ. Eine bittere Pille für RWE, die den Gang in die Kabine so mit einem Rückstand antreten mussten.

Mit viel Elan aus der Halbzeit kommend, wurde der rot-weisse Tatendrang je abgewürgt. Aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik in beiden Fanblöcken wurde die Partie direkt nach Wiederanpfiff kurzzeitig unterbrochen. Als Schiedsrichter Heinrichs das Spiel wieder freigab, erwischte es die Essener erneut kalt. Wolze zirkelte einen Freistoß unhaltbar zum 2:0 ins Tor (48.).

Nun hatten die Rot-Weissen erst recht nichts mehr zu verlieren und drückten aufs Gas. Zunächst kombinierten sich Platzek und Baier schön zentral an den Sechzehner, von wo aus der Kapitän seinen Schuss jedoch knapp vorbeisetzte (58.), wenig später flankte Malura scharf vor das Tor von MSV-Keeper Flekken, wo Marcel Platzek sich bei seinem Flugkopfballversuch als zwei Zentimeter zu klein erwies (62.). Noch knapper war es kurz vor dem Ende, als die rot-weisse Nummer 9 seinen Gegenspieler abschüttelte und im zweiten Versuch auch an Torwart Flekken vorbei war. Ein Abwehrbein war es schließlich, das Platzek am Anschlusstreffer hinderte. So verabschieden sich die Rot-Weissen zwar mit einer Niederlage in die Sommerpause, dürfen sich aber trotzdem auf die DFB-Pokalteilnahme in der neuen Saison freuen.