Schlussminute kostet Sieg

Großer Kampf in Unterzahl reicht am Ende nur zum Unentschieden.

Mit einem 2:2-Unentschieden endete die Begegnung an der Hafenstraße. (Foto: Endberg)

Mit einem 2:2-Unentschieden endete die Begegnung an der Hafenstraße. (Foto: Endberg)

Rot-Weiss Essen fehlen wenige Minuten zum dreifachen Punktgewinn. Nach einer halben Stunde in Unterzahl traf der Gast aus Wattenscheid in der 91. Minute per Elfmeter zum 2:2-Ausgleich. Zuvor hatten die Rot-Weissen den frühen Rückstand (7.) durch Tore von Benjamin Baier (22.) und Andreas Ivan (53.) gedreht. "Die Jungs haben auch in Unterzahl gebissen und sind absolut an die Schmerzgrenze gegangen. Nur so kann es gehen und das stimmt mich zuversichtlich für die anstehenden Aufgaben. Ein großer Dank geht an unsere Fans. Was die heute wieder rausgehauen haben, war der Wahnsinn", so Chef-Trainer Jan Siewert nach dem Abpfiff.

Gleich drei Wochen mussten die Rot-Weissen auf ein Pflichtspiel warten. Nach dem spielfreien Wochenende des 23. Spieltags und der ausgefallenen Begegnung gegen den TuS Erndtebrück in der vergangenen Woche durfte RWE gegen die SG Wattenscheid endlich wieder um Punkte spielen.

Umso motivierter wirkten die in Rot spielenden Bergeborbecker. Nur drei Minuten, nach dem Schiedsrichter Sikorski ein erstes Mal in seine Pfeife blies hatte Andreas Ivan bereits die Führung auf dem Fuß. Benjamin Baier hatte klug auf Ivan durchgesteckt und diesen damit allein vor SGW-Torwart Sancaktar in Position gebracht, der den Abschluss der rot-weissen Nummer 8 jedoch mit dem Fuß parieren konnte (3.). Nur Minuten später folgte jedoch die kalte Dusche: Eine Freistoß-Hereingabe von Glowacz konnte Philipp Zeiger im letzten Moment vor Gegenspieler Kacinoglu klären, beförderte den Ball jedoch unglücklich ins eigene Netz (7.). 

Ein paar Minuten benötigten die Rot-Weissen um den Nackenschlag zu verdauen, bevor sich die Siewert-Elf wieder mehr und mehr dem Wattenscheider Tor näherte. Sowohl Andreas Ivan (22.) als auch Platzek (25.) zielten mit ihren Versuchen zu zentral. Besser machte es in der 40. Minute Benjamin Baier. Die rot-weisse Nummer 31 nagelte den Ball aus 25 Metern unhaltbar in die Maschen und sorgte so dafür, dass die Rot-Weissen mit einem verdienten 1:1-Unentschieden in die Pause gingen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Bild zunächst unverändert. RWE machte das Spiel, musste jedoch immer vor dem schnellen Umschaltspiel der SGW auf der Hut sein. Doch den Bergeborbeckern war deutlich anzumerken, dass sie die Partie an der heimischen Hafenstraße mit mehr als nur einem Punkt beenden wollten. Andreas Ivan (53.) ließ diesem Willen Taten folgen: Der Winterneuzugang kam am linken Strafraum an den Ball, brachte sich in Schussposition und haute den Ball in die rechte untere Torecke.

Doch an selber Stelle sorgte schließlich Schiedsrichter Sikorski für den Wendepunkt des Spiels. Wieder kam Andreas Ivan in ähnlicher Form an den Ball und versuchte sich in einer Kopie seines Treffers zum 2:1. Kurz vor seinem Schuss wurde er jedoch von Schneider zu Fall gebracht, was der Unparteiische als Schwalbe und damit der zweiten gelben Karte für den rot-weissen Offensivspieler bewertete. Eine Entscheidung, die selbst einige Wattenscheider Spieler zu überraschen schien (66.). Eine halbe Stunde hatte RWE demnach in Unterzahl zu überstehen.

Und das schien zunächst gut zu gelingen. Mit einer starken kämpferischen Leistung der gesamten Mannschaft hielt man den Gast vom eigenen Tor fern. Doch am Ende sollten die Rot-Weissen nur wenige Minuten vom erhofften dreifachen Punktgewinn trennen. Denn Schiedsrichter Sikorski erkannte in der 89. Minute nach einer hohen Hereingabe von Glowacz auf Handspiel von Richard Weber. Eine Entscheidung, die letztendlich zum Elfmeterpfiff und schließlich zum 2:2-Endstand führte.

Das Spielgeschehen im Ticker.