Später Gegentreffer kostet Auswärtssieg

RWE verpasst drei Punkte bei Titelaspirant KFC Uerdingen knapp.

Ohne Sieger endete die Partie im Grotenburg-Stadion. (Foto: Endberg)

Einen Punkt entführt Rot-Weiss Essen aus dem Grotenburg-Stadion in Krefeld. Marcel Platzek hatte RWE gleich zweimal in Führung gebracht (25. und 42.), die Kefkir (33.) und Reichwein (84.) jeweils ausgleichen konnten. "Wir sind natürlich aufgrund des Spielverlaufs erstmal enttäuscht über den verpassten Sieg. Trotzdem haben wir heute eine Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen können", so Chef-Trainer Sven Demandt nach Abpfiff. 

In der englischen Woche mussten die Rot-Weissen nur drei Tage nach dem kräftezehrenden 3:3 in Bonn beim hochgehandelten KFC Uerdingen in der Grotenburg ran. Trotz fanunfreundlicher Anstoßzeit um 18.30 Uhr hatten etwa 1.500 rot-weisse Heimspielmacher den Weg nach Krefeld auf sich genommen und unterstützten ihre Mannschaft lautstark. Das war im Duell mit dem KFC auch nötig, denn der finanzstarke Aufsteiger zeigte von Beginn an, warum er als Aufstiegsfavorit in der Regionalliga West gilt. Robust in der Abwehr und flink in der Offensive präsentierten sich die Gastgeber in den ersten Minuten. Die Rot-Weissen brauchten eine Weile, um in die Partie zu finden.  

Nach der Anfangsviertelstunde warf RWE dann aber immer häufiger den Offensivmotor an und spielte sich über die Außen in die Gefahrenzone. Für das erste Tor musste dann jedoch eine Standardsituation herhalten. Kevin Grund brachte einen Freistoß scharf auf den kurzen Pfosten, wo Marcel Platzek den Ball nur mit der Stirn zu streifen brauchte, um diesen zum 1:0 an die Unterkante der Latte zu lenken (25.).  Die Führung gab Rot-Weiss noch mehr Sicherheit im eigenen Spiel und doch schafften es die Gastgeber, mitten in dieser Phase zum Ausgleich zu kommen. Schiedsrichter Dr. Thomsen übersah in der 33. Minute gleich zwei Uerdinger Foulspiele und dabei insbesondere mit dem Chessas ein folgenschweres. Denn nur so gelang es dem Außenstürmer, Malura im RWE-Strafraum vom Ball zu trennen und mit seinem Pfostenschuss die Vorlage für  Kefkirs Ausgleichstreffer zu geben (33.). Doch die Rot-Weissen bewiesen Moral und gingen noch vor der Pause erneut in Führung. Wieder war es Marcel Platzek, der einen Ball in einer unübersichtlichen Situation am KFC-Strafraum irgendwie an Torwart Vollath vorbei brachte und so zum verdienten 2:1 traf (42.).

Im zweiten Durchgang übernahm dann jedoch der Gastgeber die Spielkontrolle. RWE gelang es nur noch selten, Nadelstiche zu setzen wie etwa durch Marcel Platzek, der eine Hereingabe von Kai Pröger volley zu zentral platzierte (71.). Ansonsten war vor allem der KFC am Drücker, scheiterte jedoch immer wieder an der stabilen RWE-Defensive. Einzig in der 84. Minute kamen die Hausherren durch Rüter über die rechte Seite durch, von wo aus der zentral positionierte Reichwein zu seinem Ausgleichstreffer bedient werden konnte (84.).