Alemannia Aachen – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Alemannia Aachen

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Rot-Weiss Essen

So. 10.04. 14:00 Uhr

1 - 1

0 - 1

TicketsSpielberichtStimmenGegnerinfos

Zeit für einen Westkracher! Rot-Weiss Essen reist am Sonntag, den 10. April, nach Aachen und trifft auf die im Tivoli beheimatete Alemannia. Anpfiff der Partie ist um 14.00 Uhr. Gästeblock-Eintrittskarten sind ab sofort im Fanshop an der Hafenstraße erhältlich.

Ohne Frage, es gehört zu den Highlights einer jeden Saison: Wenn Essen auf den TSV Alemannia trifft, dann ist Spannung garantiert. Beweis genug lieferte das Hinspiel Ende Oktober. In der letzten Aktion der Partie stellte Felix Herzenbruch mit Köpfchen auf 2:1 und ließ die Gefühle an der heimischen Hafenstraße explodieren. Wichtige drei Punkte wanderten auf das rot-weisse Punktekonto.

Für das Rückspiel geht es am übernächsten Wochenende in die Kaiserstadt. Wer sich Tickets sichern will, der kann das ab sofort zu den gewohnten Öffnungszeiten am Ticketschalter neben dem Fanshop an der Hafenstraße tun.

Erhältlich sind Stehplatz-Tickets zum Preis von 12,50 Euro inkl. VVK-Gebühr (Ermäßigt: 10,50 Euro; Jugendliche: 7,50 Euro) und Sitzplatz-Karten zum  Preis von  21 Euro Euro inkl. VVK-Gebühr (Ermäßigt: 17 Euro; Jugendliche: 11 Euro). Rollstuhlfahrer-Karten inkl. Begleitperson kosten 10 Euro.

Als Jugendliche gelten bei Alemannia Aachen Personen bis einschließlich 17 Jahre, den Ermäßigten-Rabatt erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende, Menschen mit Behinderung sowie Rentner und Erwerbslose.

Rot-Weiss Essen weist darauf hin, dass Auswärtstickets im Fanshop ausschließlich in bar bezahlt werden können.

Update 06. April: Stehplatz-Tickets sind ausverkauft

Remis am Tivoli!

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen musste sich Aufstiegsaspirant Rot-Weiss Essen in einem Klassiker der Regionalliga West mit einem Remis begnügen. Nach dem 1:1 im Nachholspiel bei Rot-Weiß Oberhausen, kam das Team von RWE-Cheftrainer Christian Neidhart auch beim abstiegsbedrohten Rivalen Alemannia Aachen am 33. Spieltag nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Vor 10.900 Fans im Tivoli-Stadion (Saisonrekord für die Alemannia) brachte Cedric Harenbrock (20.) die Essener während der ersten Halbzeit in Führung. Kurz nach der Pause sorgte jedoch Marcel Damaschek (52.) in der Neuauflage des DFB-Pokalfinales von 1953 für den Ausgleich und den Aachener Punktgewinn. Wegen des großen Zuschauerandrangs hatte die Partie erst mit rund zehn Minuten Verspätung begonnen. 

Torschütze Harenbrock für Kleinsorge in der Startelf
Im Vergleich zum Revierderby bei Rot-Weiß Oberhausen (1:1) hatte Christian Neidhart seine Anfangsformation lediglich auf einer Position verändert. Für Marius Kleinsorge, der nach dem Duell mit den „Kleeblättern“ leicht angeschlagen war (Schlag auf den Spann), lief Cedric Harenbrock von Beginn an in der Offensive auf. Eine Maßnahme, die sich spätestens mit „Cedes“ Führungstreffer auszahlen sollte. Kleinsorge nahm zunächst auf der Bank Platz.

Nach wie vor nicht im Kader stand Felix Bastians, dessen Probleme mit dem Hüftbeuger einen Einsatz erneut unmöglich machten. Immerhin befindet sich der 33-Jährige auf dem Wege der Besserung und könnte bald zurückkehren. Für den erkrankten Schlussmann und Kapitän Daniel Davari gehörte erneut Raphael Koczor als zweiter Torhüter hinter Jakob Golz zum RWE-Aufgebot.

Auf der Gegenseite lief mit Angreifer Hamdi Dahmani ein früherer RWE-Spieler im Alemannia-Sturm auf. In der Saison 2019/2020 hatte der inzwischen 34-jährige Kölner 19 Ligaspiele (zwei Treffer, zwei Torvorlagen) für Rot-Weiss bestritten. Kurz nach der Pause musste Dahmani verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Zwangspause für Herzenbruch – Starke Golz-Paraden
Das Traditionsduell begann für RWE mit einem (personellen) Rückschlag. Linksverteidiger Felix Herzenbruch sah bereits in der Anfangsphase wegen einer vermeintlichen „Schwalbe“ im Aachener Strafraum die fünfte Gelbe Karte in der laufenden Saison und ist damit für das kommende Heimspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach am Karsamstag, 16. April, ab 14.00 Uhr gesperrt. Umso mehr hofft RWE-Trainer Neidhart, dass Felix Bastians gegen die „Fohlen“ erstmals nach seiner Verletzungspause wieder zur Verfügung steht.

Insgesamt traten die Gäste von der Hafenstraße vor der Pause äußerst dominant auf und hatten auch die erste hochkarätige Torchance. Nach einem Zuspiel von Luca Dürholtz tauchte Isaiah Young alleine vor Alemannia-Torhüter Joshua Mroß auf, scheiterte jedoch am gut reagierenden Schlussmann. Auch Simon Engelmann und Cedric Harenbrock hatten jeweils das 1:0 auf dem Fuß, ehe mitten in die Essener Druckphase hinein fast die Aachener zugeschlagen hätten. RWE-Torwart Jakob Golz klärte jedoch bärenstark gegen Tugrul Erat.

Nur wenig später war es jedoch soweit: Nach glänzender Vorarbeit von „Isi“ Young musste Cedric Harenbrock die Kugel nur noch aus kurzer Entfernung zum 1:0 (20.) über die Linie drücken. Die mitgereisten RWE-Fans feierten die hochverdiente Führung.

Erst nach einer halben Stunde wurde die Begegnung etwas ausgeglichener, die Alemannia investierte mehr in das Spiel. Jakob Golz war jedoch erneut gegen Tugrul Erat sehr gut auf dem Posten. Außerdem strich ein gefährlicher Freistoß von Aachens Spielführer Franko Uzelac über das Tor. Kurz vor der Pause dann noch „Hochkaräter“ auf beiden Seiten: Luca Dürholtz köpfte den Ball nach einer Flanke von Felix Herzenbruch knapp am Pfosten vorbei und verpasste das greifbar nahe 2:0. Fast im Gegenzug musste jedoch Jakob Golz gegen den Ex-Essener Hamdi Dahmani noch einmal den möglichen Ausgleich verhindern.

Rot-Weiss zu passiv – Damaschek gleicht aus
In die zweite Halbzeit starteten die Rot-Weissen zu passiv und machten den Gegner damit noch stärker. Die erste große Chance der Alemannia durch Tim Korzuschek konnte Jakob Golz erneut mit einer starken Parade zunichtemachen. Wenig später war aber auch der gut aufgelegte RWE-Torhüter machtlos, als Marcel Damaschek nach Zuspiel von Dino Bajric vor dem Essener Tor cool bleibt und die Kugel ins lange Eck schob – 1:1 (53.).

Noch in einigen weiteren Situationen brachten die Gastgeber die rot-weisse Hintermannschaft in Verlegenheit, etwa durch Dino Bajric und durch einen Kopfball von Torschütze Marcel Damaschek, der wieder eine Beute von Jakob Golz wurde.

Christian Neidhart reagierte mit offensiven Wechseln. Marius Kleinsorge löste Luca Dürholtz ab, Oguzhan Kefkir kam für Isaiah Young, Erolind Krasniqi für Cedric Harenbrock. In der Schlussphase machte dann auch noch Thomas Eisfeld Platz für Zlatko Janjic. Die beste Möglichkeit, doch noch den erlösenden Siegtreffer für RWE zu erzielen, hatte denn auch Marius Kleinsorge, der jedoch etwa zehn Minuten vor dem Abpfiff an Alemannia-Torhüter Joshua Mroß scheiterte. So blieb es am Ende beim Unentschieden, das beiden Teams in ihrer jeweiligen Situation nicht entscheidend weiterhilft.

RWE-Chef-Trainer Neidhart war entsprechend mit der Leistung unzufrieden: „Wir haben es in der Anfangsphase verpasst, das Spiel für uns zu entschieden. Ob gegen Fortuna Köln, Oberhausen oder auch heute – wir schaffen es nicht, nach guten 35 Minuten den Deckel drauf zu machen.“

Heimspiel-Doppelpack vor Wiedersehen mit Brauer
Für Rot-Weiss Essen ging mit dem Gastspiel im Tivoli-Stadion eine extrem intensive Phase mit gleich vier englischen Wochen hintereinander zu Ende. In den nächsten Tagen hat Christian Neidhart endlich einmal wieder etwas länger Zeit, um seine Mannschaft auf den Heimspiel-Doppelpack gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach (Karsamstag, 16. April, 15.30 Uhr) und den SV Lippstadt 08 (Dienstag, 19. April, 19.30 Uhr) vorzubereiten.

Danach lässt die nächste Auswärtsaufgabe nicht lange auf sich warten. Nur drei Tage nach dem Lippstadt-Spiel geht es am Freitag, 22. April, ab 19.30 Uhr zum Auftakt des 35. Spieltages zu den stark abstiegsbedrohten Sportfreunden Lotte um den gebürtigen Essener und früheren RWE-Kapitän Timo Brauer.

Stimmen zum Spiel

Wir haben es in der Anfangsphase verpasst, das Spiel für uns zu entschieden. Ob gegen Fortuna Köln, Oberhausen oder auch heute – wir haben es nicht geschafft, nach guten 35 Minuten den Deckel drauf zu machen. Das ist unser Manko!

Wir müssen jetzt Ruhe bewahren und besonnen bleiben. Heute ist nichts entschieden. E​s kommen für alle Mannschaften, die oben mitspielen, noch schwere Spiele. Jetzt können wir Druck auf Münster ausüben!

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

Wir kommen gut rein, hatten unzählige Torchancen, haben uns einmal belohnt – das hätte mehr sein können. Aus der Halbzeit sind wir nicht zurückgekehrt, wie wir es uns vorgestellt haben: Zu viele Ballverluste, auch beim Gegentor. Das darf nicht passieren! Zumal uns von Anfang an klar war, dass Aachen beim Rückstand nichts zu verlieren hat.

Wir geben nichtsdestotrotz nicht auf, machen weiter und nehmen alles mit!

José Enrique Rios Alonso (Abwehrspieler RWE)

Wir sind extrem enttäuscht, hatten es uns fest vorgenommen mit drei Punkten nach Hause zu fahren. Wir sind gut in Spiel gekommen, haben dann den Faden verloren, wollten uns sammeln…Und die zweite Halbzeit war dann alles andere als gut: Keine zweiten Bälle, kein Pressing, kaum Torchancen. Machst du das Spiel in der ersten halben Stunde nicht, wo du 3:0 oder 4:0 führen könntest, dann kann das eben so laufen. Das passiert uns viel zu oft, denkt man an Fortuna Köln oder Oberhausen…

Thomas Eisfeld (Mittelfeldspieler RWE)

Auch wenn wir nur 1:0 in Rückstand geraten sind, haben wir in der Halbzeit klar thematisiert, dass wir nichts zu verlieren haben und mutiger in eigenen Ballbesitzphasen spielen wollten. Essen mag es nicht, zu verteidigen – sie sind einen hohen Ballbesitzanteil gewohnt. Wir wollten selbstbewusster agieren und höher verteidigen. Wir hatten sehr viele Hundertprozentige in der zweiten Halbzeit. Ich bin mit Laufbereitschaft und Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wie wir heute agiert haben, muss uns Kraft und Stärke geben, um den Abstiegskampf zu bestreiten.

Das Spiel – Intensität und Qualität auf dem Platz – hatte mit Regionalliga nichts zu tun. Die Atmosphäre hat uns beflügelt.

Fuat Kilic (Chef-Trainer Alemannia Aachen)