Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenSportfreunde Lotte – Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen

 - 

Sportfreunde Lotte

Sa. 13.11. 14:00 Uhr

3 - 1

2 - 0

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LOTTE UND RÖDINGHAUSEN: EINTRITTSKARTEN AB SOFORT ERHÄLTLICH

Mit Spannung erwartet Rot-Weiss Essen die letzten Hinrunden-Heimspiele der Saison 2021/2022. Zunächst gastieren am 13. November die Sportfreunde Lotte an der Hafenstraße (14.00 Uhr), bevor zwei Wochen später der SV Rödinghausen (27. Nov., 14.00 Uhr) im Stadion Essen antritt. Eintrittskarten für beide Duelle sind seit Dienstag, 14.00 Uhr, im Fanshop an der Hafenstraße, dem Online-Ticketshop und in allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Einmal mehr verwandelte Felix Herzenbruch mit seinem Treffer gegen Alemannia Aachen in der fünften Nachspielzeitminute die Hafenstraße zu einem emotionalen Tollhaus. Beflügelt durch Anfeuerungsrufe und Rückenwind von den Tribünen, verschaffte der Abwehrmann RWE so einen wichtigen Dreier im Westschlager. Stimmung ist auch für die Duelle gegen Lotte und Rödinghausen gefragt, um weitere Siege einzustreichen.

EX-ESSENER KEHRT AN DIE HAFENSTRASSE ZURÜCK

So richtig kommen die Sportfreunde Lotte in dieser Saison in der Regionalliga West noch nicht in Schwung. Immer wieder kommt der Motor der Tecklenburger, die im Rahmen des 16. Spieltages bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße zu Gast sind (Tageskassen öffnen), ins Stocken. Vor allem die Auswärtsbilanz der Blau-Weißen lässt so einige Fans erschaudern. Die ersten sieben Versuche aus der Fremde etwas Zählbares mitzunehmen, sind allesamt gescheitert. Die ernüchternde Bilanz vor dem Gastspiel an der Hafenstraße: Sieben Auswärtsspiele, sieben Niederlagen, 2:18 Tore. Unter der Woche hagelte es dann noch eine 0:2-Niederlage im Nachholspiel gegen Wiedenbrück, bei dem zu allem Überfluss Verteidiger Luis Allmeroth noch den roten Karton sah.

Allerdings hatte Lotte auch stark mit dem Coronavirus zu kämpfen. Zunächst musste sich schon während der Vorbereitung ein Großteil der Mannschaften wegen mehrerer Infektionen in Quarantäne begeben. Im September erwischte es die Sportfreunde Lotte dann sogar noch einmal. Gleich drei Ligaspiele mussten deshalb verschoben werden. Im ersten Pflichtspiel nach der erneuten unfreiwilligen Pause gab es für die Sportfreunde Lotte im Westfalenpokal eine bittere 0:2-Auswärtsniederlage beim Ligakonkurrenten Rot Weiss Ahlen, so dass der Traum von der erneuten Qualifikation für den DFB-Pokal schon frühzeitig geplatzt war.

Durch den missglückten Saisonstart müssen die Sportfreunden Lotte in dieser Saison gegen den ersten Abstieg in die fünfthöchste Spielklasse seit dem Aufstieg in die damals noch viertklassige Oberliga Westfalen in der Saison 2003/2004 kämpfen. Seitdem etablierte sich Lotte nicht nur in der 4. Liga, sondern wurde auch zweimal Meister der Regionalliga West und schaffte im zweiten Anlauf den Sprung in den Profibereich. Zwischen 2016 und 2019 kickten die Blau-Weißen in der eingleisigen 3. Liga, zogen 2017 außerdem im DFB-Pokal sensationell in das Viertelfinale ein und waren bundesweit in den Schlagzeilen. Erst Borussia Dortmund konnte das Team unter der damaligen Übungsleitung Ismail Atalan mit einem 0:3 stoppen.

Ex-Essener kehrt an die Hafenstraße zurück – Rot-Weiss Essen
Schon in der Vor-Saison mussten sich die Sportfreunde zweimal gegen Rot-Weiss geschlagen geben, hier beim Essener Gastspiel am Lotter Kreuz im Dezember.

Nach der Saison 2018/2019, als die Westfalen mit 40 Punkten den Abstieg aus der 3. Liga nicht vermeiden konnten, gelang es dem Klub an der Grenze zu Niedersachsen in der West-Staffel nicht mehr wirklich, an vorherige Erfolge anknüpfen. Nach dem zehnten Platz in der ersten Saison folgte in der vergangenen Spielzeit unter Corona-Bedingungen der 15. Rang. Weil sich aber die westdeutschen Fußballverbände dazu entschieden hatten, die Spielzeiten unterhalb der Regionalliga zu annullieren und daher den Aufstieg auszusetzen, war der Klassenverbleib der Sportfreunde recht früh in trockenen Tüchern.

Diesmal könnte es enger werden. Um für eine weitere Saison in der Regionalliga West planen zu können, müssen die Lotter mindestens einen Gang zulegen. Mit dem 4:1-Heimerfolg am 15. Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Rot Weiss Ahlen schöpfte die Mannschaft aus dem nördlichen Nordrhein-Westfalen neue Hoffnung. Es war der vierte Dreier im eigenen Stadion. Nur dort konnten die Sportfreunde Lotte bislang punkten.

Eine weitere Begründung, warum es für die Sportfreunde Lotte derzeit noch nicht rund läuft, findet sich womöglich auch im größeren Umbruch während des Sommers. Insgesamt 15 Spieler hatten den Verein verlassen, nur sieben Akteure blieben dem Verein erhalten, darunter Kapitän Timo Brauer. Mit dem langjährigen RWE-Spieler, der auch schon an der Hafenstraße die Spielführerbinde getragen hatte, gibt es ein Wiedersehen.

Ex-Essener kehrt an die Hafenstraße zurück – Rot-Weiss Essen
Zeit läuft für Coach Andy Steinmann und Team davon: Knapp die Hälfte des Fußballjahres ist gespielt, die Sportfreunde befinden sich auf einem Abstiegsrang.

Aufgefangen wurden die zahlreichen Abgänge mit 18 Zugängen. Noch recht frisch (zurück) in Lotte ist beispielsweise David Buchholz. Der 37-jährige Schlussmann, der seit dem Sommer nach dem Abstieg mit dem VfL Osnabrück aus der 2. Bundesliga vereinslos war, unterschrieb bei Grenzklub Sportfreunde Lotte einen Ein-Jahres-Vertrag bis Sommer 2022. In Lotte ist der Routinier, der die Erfahrung von 16 Drittliga-Partien mitbringt, kein Unbekannter. Bereits zwischen 2012 und 2014 und erneut von 2016 bis 2018 stand er bei den Sportfreunden zwischen den Pfosten. Jetzt folgt also sein drittes Engagement.

Notwendig wurde dieser Transfer, weil die beiden Torhüter Michael Luyambula und Jhonny Peitzmeier zwischenzeitlich verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen. Allerdings zog sich zuletzt auch Buchholz nach drei Einsätzen für die Sportfreunde eine Verletzung am Oberarm zu und musste ebenfalls pausieren. Zuletzt stand deshalb wieder Peitzmeier zwischen den Pfosten. Auf der Bank saß Benjamin Paesler aus der „Zweiten“.

Engelmann bringt RWE auf Kurs

Spitzenreiter Rot-Weiss Essen bleibt in der Regionalliga West auf Kurs in Richtung Herbstmeisterschaft. Das Team von Trainer Christian Neidhart gab sich auch am 16. Spieltag trotz personeller Probleme keine Blöße, bezwang die Sportfreunde Lotte an der Hafenstraße 3:1 (2:0) und festigte mit dem dritten Sieg in Serie die Tabellenführung. Seit inzwischen 14 Partien sind die Rot-Weissen unbesiegt, rangieren drei Punkte vor dem ersten Verfolger SC Preußen Münster, der gleichzeitig das Topspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen 3:1 (2:1) gewann und damit Fortuna Köln von Platz zwei verdrängte. Vor 10.027 Zuschauern an der Hafenstraße brachte RWE-Torjäger Simon Engelmann (35./38.) seine Mannschaft mit einem Doppelschlag vor der Pause auf die Siegerstraße. Zuvor war sein Sturmpartner Zlatko Janjic mit einem Foulelfmeter an Sportfreunde-Schlussmann Jhonny Peitzmeier gescheitert (14.). Kurz nach der Pause baute Isaiah Young (51.) den Vorsprung aus. Cedric Euschen (68.) traf für Lotte nur noch zum Endstand. Gerade den verschossenen Elfmeter haben die Jungs weggesteckt. Nach dem 1:0 war die Spielfreude da, dann machen wir im Umschaltspiel ein überragendes 2:0. Wir hatten viele Abschlüsse und neun Ecken allein in der ersten Halbzeit. Nach dem 3:0 erwarte ich, dass wir mit dem Fuß auf dem Gaspedal bleiben. Damit bin ich nicht zufrieden“, resümiert RWE-Coach Christian Neidhart.

Engelmann und Plechaty zurück in der Startelf
Wie Christian Neidhart schon im Vorfeld angekündigt hatte, standen die beiden Torjäger Zlatko Janjic und Simon Engelmann erstmals seit dem Auswärtsspiel am 25. September beim SV Lippstadt 08 (2:1) wieder zusammen in der RWE-Anfangsformation. „Engel“ ersetzte dabei Erolind Krasniqi, der sich mit der U 21-Nationalmannschaft des Kosovo auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (Dienstag, 16. November, 19.00 Uhr) vorbereitet.

Außerdem kehrte Rechtsverteidiger Sandro Plechaty (für Yannick Langesberg) in das RWE-Team zurück. Wegen der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle (Daniel Heber, Michel Niemeyer, Kevin Holzweiler, Oguzhan Kefkir, David Sauerland) gehörten mit Guiliano Zimmerling, Mustafa Kourouma und Ben Heuser gleich drei U19-Talente zum Aufgebot. Ein Wiedersehen gab es für die Rot-Weissen mit dem langjährigen RWE-Spieler und früheren Kapitän Timo Brauer, der jetzt auch bei den Sportfreunden Lotte die Spielführerbinde trägt.

Elfmeter-Misere setzt sich fort – Aber „Engel“ trifft
Von Beginn an übernahmen die Essener die Initiative, setzten die Gäste aus dem Tecklenburger Land unter Druck. Vier Eckbälle in den ersten zehn Minuten sowie gute Möglichkeiten für Zlatko Janjic, Simon Engelmann und Cedric Harenbrock waren Ausdruck dieser Überlegenheit.

In der 17. Minute bot sich Zlatko Janjic die bis dahin beste Torchance, nachdem Isaiah Young vom Ex-Essener Timo Brauer im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Janjic, der beim 11:0-Kantersieg gegen den KFC Uerdingen 05 einen Strafstoß noch sehr sicher verwandelt hatte, scheiterte jedoch mit dem fälligen Foulelfmeter an Lottes Torhüter Jhonny Peitzmeier. Damit setzte sich die rot-weisse Elfmeter-Misere in diesem Jahr fort. In der Liga wurden nur drei der zurückliegenden neun Strafstöße verwandelt. In dieser Saison waren es bislang lediglich zwei Treffer bei fünf Versuchen.

Dennoch zeigte sich das Neidhart-Team davon nicht beeindruckt, sondern sorgte weiterhin für „Einbahnstraßen-Fußball“ in Richtung des Sportfreunde-Gehäuses. Das sollte sich noch vor der Pause mit zwei Toren auszahlen. Erst legte Isaiah Young mustergültig für Simon Engelmann zum 1:0 (35.) auf. Nur drei Minuten späten bereiteten Luca Dürholtz und Cedric Harenbrock „Engels“ zweiten Treffer gegen seinen früheren Verein sowie seinen bereits neunten Saisontreffer vor.

Bei weiteren vielversprechenden RWE-Aktionen traf Cedric Harenbrock das Außennetz, Zlatko Janjic scheiterte erneut an Jhonny Peitzmeier und ein Kopfball von Felix Bastians wurde auf der Linie geklärt. Die 2:0-Führung zur Halbzeit (bei 9:0 Ecken) war hochverdient.

Isaiah Young belohnt sich für starke Leistung
Auch in der zweiten Halbzeit machte die rot-weisse Mannschaft Dampf, drängte auf den dritten Treffer. Ein Kopfball von Dennis Grote ging knapp drüber, Isaiah Young konnte Jhonny Peitzmeier nicht überwinden und Sandro Plechaty visierte das Außennetz an. Das 3:0 (51.), mit dem sich Isaiah Young dann für seine starke Leistung belohnte, war daher überfällig.

Erst nach einer knappen Stunde Spielzeit wurden die Sportfreunde Lotte ein wenig aktiver, kamen einige Male gefährlich vor den Kasten von RWE-Torhüter Daniel Davari. Prompt ließ der Anschlusstreffer nicht lange auf sich warten. Cedric Euschen (68.) traf aus kurzer Distanz.

Wenig später hatte Simon Engelmann nach Vorarbeit des eingewechselten Sascha Voelcke seinen dritten Treffer an diesem Tag auf dem Fuß, der Ball sprang jedoch vom Innenpfosten ins Feld zurück. Auf der Gegenseite hätte Lottes „Joker“ Robert Nnaji auf 3:2 verkürzen können, schoss aber freistehend am Tor vorbei. Kurz vor dem Abpfiff blieb noch einem Tor von RWE-Verteidiger Felix Bastians wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung versagt. Am Ende blieb es beim insgesamt hochverdienten 3:1-Heimsieg.

Weiter geht es für die Rot-Weissen am nächsten Freitag, 19. November, ab 19.30 Uhr mit dem Gastspiel beim FC Wegberg-Beeck, der am Samstag bei Rot Weiss Ahlen ein 1:1 erkämpfte. Es ist der Auftakt zu einer weiteren englischen Woche. Am Mittwoch, 24. November, folgt ab 19.30 Uhr das Drittrunden-Spiel im Niederrheinpokal an der Hafenstraße gegen den Landesligisten TuS Fichte Lintfort, ehe in der Liga der SV Rödinghausen am Samstag, 27. November, ab 14.00 Uhr im Stadion Essen zu Gast ist.

Stimmen zum Spiel

Gerade den verschossenen Elfmeter haben die Jungs weggesteckt. Nach dem 1:0 war die Spielfreude da, dann machen wir im Umschaltspiel ein überragendes 2:0. Wir hatten viele Abschlüsse und neun Ecken allein in der ersten Halbzeit. Nach dem 3:0 erwarte ich, dass wir mit dem Fuß auf dem Gaspedal bleiben. Damit bin ich nicht zufrieden.

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, gut verteidigt und ein gutes Offensivspiel gehabt. Manchmal muss bei einem Schuss einfach die Ecke passen und dann mache ich das Tor. Nach dem 3:0 war es zwar ein bisschen zu wenig, die Gesamtstimmung ist aber gut.

Isaiah Young

Es ist schön, vor dieser Kulisse zu treffen – das war überfällig! Das war ein souveräner Sieg, bei dem wir zwar unnötigerweise Lotte noch einmal stark gemacht haben – aber wir haben die drei Punkte und das zählt.

 

Simon Engelmann

Der Sieg geht in der Höhe in Ordnung. Wir haben uns in dem Spiel vorgenommen, kompakt zu stehen und hoch zu verteidigen. Das haben wir lange Zeit gut hinbekommen, hatten Glück, dass der Elfmeter gehalten wurde und haben ein paar Nadelstiche gesetzt, die RWE aber souverän verteidigt hat. Das erste Tor lag dann nach zahlreichen Chancen in der Luft.

Andy Steinmann (Chef-Trainer Sportfreunde Lotte)