Breilmanns Wiese: RWE behält im „Gipfeltreffen“ die Oberhand

U19 hat Wiederaufstieg nach 2:1-Derbysieg gegen den WSV fest im Blick.

Yannick Debrah traf in der 71. Minute zum 2:0 für seinen RWE. (Foto: Endberg)

Der ersehnte Wiederaufstieg in die West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga ist für die U19 von Rot-Weiss Essen einen großen Schritt nähergerückt. Am 19. Spieltag in der A-Junioren-Niederrheinliga landeten die Rot-Weissen im „Gipfeltreffen“ einen wertvollen 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den ärgsten Verfolger Wuppertaler SV.

Mit nun 41 Zählern führt RWE die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung vor den Bergischen an. Außerdem haben die Wuppertaler schon eine Begegnung mehr absolviert. „Eine Vorentscheidung im Titelrennen war unser Sieg nicht“, tritt Rot-Weiss-Trainer Damian Apfeld auf die Euphoriebremse. „Der Erfolg gegen Wuppertal ist nichts wert, wenn wir in den nächsten Spielen nicht nachlegen. Vor uns liegen noch wichtige Wochen.“

An der heimischen Seumannstraße waren die Gastgeber hervorragend in das Spitzenspiel gestartet. Die Essener dominierten das Geschehen, ließen den Gästen keinen Raum zur Entfaltung. Fast schon logische Konsequenz: Das Führungstor durch Nicolas Hirschberger (15.) nach einem schnellen Angriff.

Wuppertal reagierte, griff die Rot-Weissen nun früher an. Dennoch behielt RWE das Geschehen im Griff. Teils gute Chancen, das 2:0 zu erzielen, blieben aber zunächst ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel stellte der WSV die Apfeld-Elf vor mehr Probleme als noch in Durchgang eins. Trotzdem gelang den Essenern das zweite Tor. Yannick Debrah (71.) war es, der die RWE-Fans mit einem Distanzschuss zum zweiten Mal jubeln ließ.

Dass RWE in der Schlussphase noch einmal zittern musste, lag am Anschlusstreffer durch Mike Osenberg (74.) nach einem Eckball. Essens Schlussmann Stefan Jaschin sah dabei nicht gut aus. Es war allerdings der einzige Fehler des sonst starken Rückhalts von RWE. Er blieb aber schließlich ohne Folgen, obwohl der WSV alles probiert hatte.

„Wir hätten uns das Zittern in der Schlussphase ersparen können, wenn wir unsere Konter besser zu Ende gespielt hätten“, meinte Damian Apfeld. „Teilweise haben wir die Angriffe sogar katastrophal vorgetragen. Mit der ersten Halbzeit war ich absolut zufrieden. Die zweite Hälfte war dann nicht mehr so gut.“

Nun geht es für RWE darum, in der bevorstehenden englischen Woche die drei Punkte aus dem Derby gegen Wuppertal zu vergolden. Bereits am Donnerstag (ab 19 Uhr) ist Rot-Weiss beim Schlusslicht TSV 05 Ronsdorf gefordert. Drei Tage später (Sonntag, 18. März, 11 Uhr) kommt der Tabellenvorletzte SV Straelen nach Essen. „Es gilt, die Spannung auch nach einem solchen Erfolg in einem Spitzenspiel hochzuhalten. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen“, fordert Apfeld.