Breilmanns Wiese: U19 holt den nächsten Dreier!

Die rot-weisse U19 gewinnt mit 2:0 in Münster. RWE U17 verliert 2:4 in Düsseldorf.

Vorerst aus der Gefahrenzone befreit: Die rot-weisse U19. Foto: Skuppin

Zweiter Dreier in Folge für Wolters-Elf
Durch den 2:0 (1:0)-Auswärtssieg gegen den SC Preußen Münster am 7. Spieltag in der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga hat die U19 von Rot-Weiss Essen den zweiten Dreier in Folge perfekt gemacht. Mit nun sieben Zählern hat sich die Mannschaft von RWE-Trainer Carsten Wolters aus der Gefahrenzone befreit, rangiert auf Platz neun.
Dabei waren die Hausherren in der ersten Halbzeit überlegen, hatten mehr Ballbesitz. Drei gute Chancen, darunter ein Lattenschuss, hätten durchaus die Führung für den Rivalen aus Münster bedeuten können.
In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs sorgte dann jedoch ein Freistoß aus der eigenen Hälfte für die Essener Führung. Ismael Remmo spielte den Ball hoch in den Preußen-Strafraum. Dort stieg Boris Tomiak (45.+1) am höchsten und überwand SCP-Torhüter Wiktor Beska. Anschließend pfiff Schiedsrichter Maximilian Mierzwa gar nicht mehr an, schickte die Mannschaften direkt in die Kabinen.
„Der Zeitpunkt der Führung war ideal für uns. So konnten wir mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause gehen. Beim Lattenschuss hatten wir das Glück, was uns in den ersten Partien in dieser Saison noch gefehlt hat“, so das Fazit von Wolters nach den ersten 45 Minuten.“

Im zweiten Durchgang sorgte Baris Ekincier (58.) mit einer sehenswerten Einzelleistung für die Vorentscheidung. Er dribbelte von der linken Seite in den Strafraum, ließ zwei Münsteraner Verteidiger stehen und tunnelte Preußen-Schlussmann Beska. Danach stand die rot-weisse Defensive sicher, ließ keine Chancen zu und brachte den Sieg über die Zeit. Seit drei Spielen (sieben Zähler) ist der RWE-Nachwuchs ohne Niederlage.
„Wir gehen mit einem guten Gefühl aus der Partie. Wichtig war, dass die Jungs clever agiert und nichts zugelassen haben. Die Mannschaft hat den Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigt und gezeigt, dass sie in der Bundesliga mithalten kann“, so Wolters.
Weiter geht es jetzt nach einer Pause erst am Samstag, 15. Oktober. Dann trifft Essen ab 11 Uhr auf Borussia Mönchengladbach. Die Borussia liegt mit zehn Punkten auf Rang sechs.

Zwei Blitz-Tore brechen U17 das Genick
Nach einem guten Start mit sechs Punkten aus drei Partien ist RWE in der Staffel West der B-Junioren-Bundesliga aus dem Tritt geraten. Das 2:4 (0:1) im Derby bei Fortuna Düsseldorf war am 6. Spieltag die dritte Niederlage in Folge für die von Antonios „Toni“ Kotziampassis trainierte Essener U17.
Schon nach wenigen Sekunden hatte RWE durch einen Treffer von Timo Bornemann (1.) zurückgelegen. Kurz nach Wiederanpfiff schlug erneut Bornemann (41.) mit einem weiteren Blitz-Tor zu. Die weiteren Düsseldorfer Tore erzielten Bankoue Kouendjin (53.) sowie Aleksandar Milenovic (67.). Für Essen trafen Caspar Biebersdorf (47.) und Qlirim Gashi (58.).

Kotziampassis ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Düsseldorf muss sich wie an Weihnachten vorgekommen sein. Wir haben einen Fehler nach dem anderen provoziert und die Fortuna damit zum Toreschießen eingeladen. Nehmen wir nur einmal das erste Tor, das nach einer Standardsituation fiel. Wenige Momente zuvor hatten wir noch die Zuordnung in solchen Situationen in der Kabine besprochen. Die Jungs müssen endlich begreifen, dass Fehler in der U17-Bundesliga meist gnadenlos bestraft werden.“
Positiv war für Kotziampassis die Moral seiner Mannschaft, die im gesamten Spiel einem Rückstand hinterherlaufen musste. „Wir haben nie aufgesteckt, hatten sogar Chancen, das 1:1 oder das 3:3 zu erzielen. Allerdings war die Anzahl der groben Schnitzer unter dem Strich zu groß, um etwas mitzunehmen.“
Mit sechs Punkten rangiert RWE weiterhin auf Platz elf, einen Rang über der Abstiegszone. Nach einer Pause geht es am Sonntag, 9. Oktober, ab 11 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Nachbarn VfL Bochum weiter. „Wir werden uns die Fehler noch einmal ganz genau auf Video anschauen“, kündigt Kotziampassis an. „Im Training geht es dann darum, sie abzustellen. Wir werden wieder aufstehen, müssen in den kommenden Partien aber viel wachsamer sein.“

Text: MSPW