Der Kreis schließt sich

Neben der Zukunft ist auch die Vergangenheit von Marcus Uhlig rot-weiss.

Das neue Vorstandsmitglied Marcus Uhlig hat eine rot-weisse Vergangenheit. (Foto: Endberg)

Marcus Uhlig wird neuer Vorstand von Rot-Weiss Essen und bald die Nachfolge von Michael Welling antreten. Der 46-jährige Familienvater unterschrieb am heutigen Samstag einen Vertrag an der Hafenstraße. Rot-Weisser ist Uhlig aber eigentlich schon sehr viel länger.

Lippens und Mill als Helden der Kindheit
Bereits als Kind infizierte sich der in Kamp-Lintfort geborenen und in Rheinberg aufgewachsene Uhlig mit dem Virus RWE. Regelmäßig führte ihn sein Weg ins Georg-Melches-Stadion, wo er den Helden seiner Kindheit wie etwa Willi Lippens, Horst Hrubesch oder Frank Mill die Daumen drückte. „RWE ist durch mein Studium und meinen beruflichen Weg ehrlicherweise etwas in den Hintergrund gerückt. Völlig ablegen kann man derartige Verbindungen aber natürlich nie“, so Uhlig.

Nach dem Abitur studierte er Jura, arbeitete jedoch bereits parallel dazu für verschiedene Medien- und PR-Agenturen. Nach Abschluss seines Studiums war es dann auch die Medienarbeit, die seinen weiteren beruflichen Werdegang bestimmte. So machte sich Uhlig zunächst mit dem medienbüro 24/7, einer Medien- und Marketingagentur, selbstständig und arbeitete im Zuge dessen auch für das Stadionmagazin und die Homepage von Arminia Bielefeld.

Allrounder neben dem Platz
Doch diese Aufgabe sollte nicht die einzige bleiben, die Uhlig beim DSC ausführte. Ganze zwölf Jahre arbeitete er in verschiedensten Bereichen für den Verein, wurde 2009 Pressesprecher, dann Teammanager und im Jahr 2011 schließlich Geschäftsführer des Traditionsvereins aus Ostwestfalen. Gleich zwei Aufstiege in die 2. Bundesliga konnte Arminia in dieser Zeit feiern und schaffte es zudem, die traditionell finanziell angespannte Situation auf der Alm erfolgreich zu meistern. Nach dem direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga der Bielefelder in der Saison 2014/2015 und dem Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal legte Uhlig sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. „Ein besonderer Vorteil von Marcus Uhlig ist, dass er Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen der Vereinsarbeit mitbringt. Das ist als geschäftsführender Vorstand gerade auch im Zusammenspiel mit den Kolleginnen und Kollegen auf der Geschäftsstelle natürlich extrem hilfreich“, so Dr. André Helf, Vorsitzender des rot-weissen Aufsichtsrats.

Eltern verhinderten früheren Wechsel an die Hafenstraße
Im Übrigen stand Uhlig schon einmal kurz vor einem Wechsel zu Rot-Weiss Essen. Als Nachwuchsspieler des MSV Moers klopfte der Traditionsverein von der Hafenstraße Mitte der 80er-Jahre an, scheiterte mit seiner damaligen Anfrage jedoch am Veto der Eltern, welche eine Beeinträchtigung der schulischen Leistungen ihres Sohnes befürchteten. Gut für RWE, dass Uhlig das Abitur mittlerweile in der Tasche hat.