Bittere Niederlage in Wuppertal

RWE unterliegt dem Wuppertaler SV mit 1:3.

Gegen den Wuppertaler SV unterlagen die Rot-Weissen mit 1:3. (Foto: Endberg)

Eine bittere 1:3-Niederlage mussten die Rot-Weissen beim Auswärtsspiel in Wuppertal einstecken. Trotz Führung durch Cedric Harenbrock (22.) verloren die Essener die Begegnung nach einem Dreierpack von Enzo Wirtz (40., 48. und 78.). „Wir hatten zweimal das Momentum auf unserer Seite – sowohl die 1:0-Führung als auch die gelb-rote Karte für den Gegner. Beide Male konnte wir einen Vorteil aber nicht nutzen“, so Chef-Trainer Karsten Neitzel nach der Partie.

Wuppertal lautete das Reiseziel der Rot-Weissen am heutigen Mittwochabend. Im Stadion am Zoo erwartete RWE das Duell gegen den Wuppertaler SV. Die wichtigste Änderung im Vergleich zum Spiel gegen den SV Rödinghausen fand sich jedoch auf der Trainerbank. Im Bergischen Land agierten die Rot-Weissen erstmals unter der Regie von Karsten Neitzel. Dieser musste in der Begegnung der Traditionsvereine ohne Kapitän Benjamin Baier auskommen, der bereits im Spiel gegen Rödinghausen mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste. Für ihn war Nico Lucas von Beginn an mit von der Partie.

Beide Mannschaften lieferten sich vom Anpfiff an einen Abnutzungskampf im Mittelfeld. Auf mäßigem Geläuf luden versprungene Bälle immer wieder zu Tacklings ein, die nicht selten in Freistößen mündeten. Nach zehn Minuten näherten sich die Rot-Weissen dann erstmals dem WSV-Gehäuse an, verfehlten dieses mit einem Kopfball von Kamil Bednarski jedoch um einen halben Meter. Beim Schuss von Kai Pröger aus der zweiten Reihe war es dann schon knapper (15.), bevor Cedric Harenbrock das Leder endlich im Netz unterbrachte (22.). Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld lief die rot-weisse Nummer 11 auf die Abwehrreihe zu und zog ab. Leicht abgefälscht fand der Ball seinen Weg am bereits liegenden Torwart Wickl vorbei ins Tor. Am intensiven, mittelfeldlastigen Spiel änderte sich dadurch jedoch nichts. Doch auch die Gastgeber fanden im ersten Durchgang noch einmal den Weg vor das Tor. Dort agierte die zuvor so sichere RWE-Verteidigung in der 40. Minute unaufmerksam, als ein langer Ball bei Enzo Wirtz landete. Dieser setzte zum Fallrückzieher an und brachte den Ball so zum Ausgleich im Tor unter.

Die zweite Halbzeit begann für RWE dann eigentlich wie gemalt. Uphoff, der bereits in den ersten 45 Minuten eine gelbe Karte gesehen hatte, ging erneut rüde in den Zweikampf und wenig später dann mit der Ampelkarte vom Feld. Doch anstatt aus der Überzahl Kapital zu schlagen, gerieten die Rot-Weissen wenig später ins Hintertreffen. Erneut stand Wirtz im Strafraum goldrichtig und staubte einen Abpraller zur WSV-Führung ab (48.). RWE drückte nun ein wenig mehr auf das Gas, die Versuche von Philipp Zeiger (50.) und Cedric Harenbrock (55.) fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Dann war es jedoch auch schon wieder vorbei mit der rot-weissen Überzahl, als Philipp Zeiger nach einem Zweikampf ebenfalls seine zweite gelbe Karte sah (65.). Nun wurde die Begegnung wieder ausgeglichener, treffsicherer blieben dabei aber die Gastgeber. Während Marcel Platzeks Schuss aus 20 Metern noch von Wickl entschärft werden konnte (75.), nutzte Wirtz auch seine dritte Einschussmöglichkeit zum Tor (78.) und damit zum Endstand.