Heimat hafenstraße!

Informationen: Stadion an der Hafenstraße – Rot-Weiss Essen
Das Stadion an der Hafenstraße während der Aufstiegsfeierlichkeiten

Die zweifelsfrei größten Momente seiner jungen Geschichte erlebt das moderne „Stadion an der Hafenstraße“ am 14. Mai 2022. Nach zig Jahren der Viertklassigkeit besiegelt Rot-Weiss Essen mit einem 2:0-Sieg über Rot Weiss Ahlen den Aufstieg aus der Regionalliga West in die 3. Liga. Binnen Sekunden nach Abpfiff füllt sich das Stadiongrün mit einer rot-weissen Menschenmenge. Mittendrin die bejubelten RWE-Profis. Eine Stadt im Freudentaumel – im Zentrum die Hafenstraße. Ein Ort, der für Essener so vieles ist: Geschichte und Gegenwart, Freud und Leid, doch in jedem Fall Heimat!

Die glorreiche Vergangenheit:

Rot-Weiss Essen in Person von Vereinsmacher Georg Melches fand 1920 seinen ersten festen Standort an der „Vogelheimer Straße 97“ – der heutigen „Hafenstraße 97a“ an den Stadtgrenzen Bergeborbecks zu Vogelheims! Die 1939 von Sportanlage zu Spielstätte umgebaute rot-weisse Heimat wurde im zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. So beschloss man den Bau des alten „Stadions an der Hafenstraße“ – nach Melches Tod „Georg-Melches-Stadion“. In der Verbandszeitung des Westdeutschen-Fußballverbands (WDFV) wurde die nach 50er-Jahre-Standard hochmoderne Anlage mit dem „Highbury“ von Arsenal London verglichen: Essener konnten stolz auf eine Multifunktions-Haupttribüne und das erste Flutlicht im Ruhrgebiet sein! Im Außenbereich errichtete man zudem Tennisplätze und eine Gartenanlage.

Bis 2012 blieb das liebevoll getaufte „GMS“ rot-weisse Heimat. Das angestammte Zuhause brachte Legenden hervor – auf wie neben dem Platz: „Willi“ Lippens, Horst Hrubesch, Otto Rehhagel oder „Schreck vom Niederrhein“ Lothar Dohr, um nur einige zu nennen. Mit den Jahren wurde es jedoch zunehmend baufällig. 1991 musste die Stadt Essen gar die Westtribüne aus Altersgründen schließen, ehe sie 1994 abgerissen wurde. Und doch: Das „Georg-Melches-Stadion“ war zuhause! Entsprechend emotional ging es bei der Schließung zu.

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Rot-Weiss Essen

Foto: Flesch

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Zahlen und Fakten zum Stadion:

Der Standort nahezu unverändert, ist nun das „Stadion an der Hafenstraße“ (2012-2021: „Stadion Essen“) rot-weisse Heimat. Noch immer ist die Verbundenheit zur Historie ablesbar: die „Westkurve“ in etwa liegt geografisch eigentlich im Osten – aus Traditionsliebe bleibt der Name jedoch „Alte West“. Das aktuelle Stadion bietet insgesamt 19.962 Zuschauern Gelegenheit, in 19 Blöcken mit 16 Reihen (Sitzplatz-Bereich) auf vier Tribünen Fußball zu schauen. Während „G3“ ein fester Auswärts-Stehblock ist, lässt sich „G2“ je nach Abruf des Gastvereins auch in einen Sitzplatz-Heim-Block umwandeln.

Darüber hinaus bietet das „Stadion an der Hafenstraße“ für die Hospitality-Bereiche „Zeche Hafenstraße“ im Untergeschoss sowie „Assindia“ im 1. Obergeschoss der Sparkassen-Tribüne 1.061 Business Seats. Zudem gehören elf Logen mit einer Kapazität für 274 Personen zur Arena. Medienvertreter finden auf der Pressetribüne mit Kapazität für 138 Journalisten Platz. Aktuelle Spielereignisse sehen Fans auf einer LED-Anzeigetafel an der Stadtwerke-Essen-Tribüne, im Drittliga-Betrieb gehört zudem ein 270 Grad LED-Bandensystem zur festen Ausstattung.

Mit einer durchschnittlichen Auslastung von über 16.000 Zuschauern zählt das „Stadion an der Hafenstraße“ zu den meistbesuchten Drittliga-Arenen. Überdies ist die Fußballstätte im Essener Norden auch Heimat für den Frauen-Bundesliga-Verein SGS Essen und Veranstaltungsort für berühmte Musikinterpreten wie die Rockband KISS, die Hip-Hop-Kombi DIE FANTASTISCHEN VIER und DIE TOTEN HOSEN.

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