Breilmanns Wiese: „Müssen uns enorm steigern“

U19 verliert gegen Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen

Die frühe Führung von Jason Ceka reichte am Ende nicht für Punkte im Spiel gegen RWO. (Foto: MSPW)

Die U19 von Rot-Weiss Essen kommt in der Staffel West der A-Junioren-Bundesliga nicht auf Touren, kassierte im vierten Saisonspiel die vierte Niederlage. Im Derby gegen den zuvor ebenfalls noch sieglosen Nachbarn Rot-Weiß Oberhausen verlor die Mannschaft von Trainer Carsten Wolters 2:4 (1:1). Die Treffer für RWE erzielten Jason Ceka (9.) und Guiliano Nieddu (90.). Bei den „Kleeblättern“ trugen sich Tarik Kurt (45.+3./71.) sowie Nico Thier (57.) und Olcay Yilmaz (90.+2) in die Torschützenliste ein.
 
„Wir werden in den nächsten Tagen durchtrainieren“, zieht Ex-Profi Wolters nun trotz der Länderspielpause am nächsten Wochenende die Zügel an. „Wir müssen uns enorm steigern, um den Anforderungen im U 19-Bereich gerecht zu werden.“
 
Dabei war der Nachwuchs der Rot-Weissen gut in die Partie gekommen. Mittelfeldspieler Jason Ceka nutzte eine Unachtsamkeit von RWO-Schlussmann Niklas Schumacher zur frühen Führung (9.). Danach hatten die Essener noch zweimal die Gelegenheit, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Nach einem Foul an Noah Schulz erwarteten die Zuschauer an der Seumannstraße einen Elfmeter. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Jan Sauerbier (Stolberg) blieb stumm. „Das hätte uns gut in die Karten gespielt“, haderte auch Wolters mit der Schiedsrichterentscheidung.
 
Dass die „Kleeblätter“ durch Tarik Kurt (45.+3) noch vor der Pause den Ausgleich erzielten, passt momentan ins Bild. Keiner fühlte sich dabei für den Torschützen verantwortlich. Der Ex-Dortmunder schloss kurz und trocken aus der Drehung ab.
 
Am Schock des Ausgleichs hatten die Rot-Weissen lange Zeit zu knabbern. Oberhausen nutzte den psychologischen Vorteil, kam deutlich verbessert aus der Kabine. „Wir haben dem Gegner zu viel Raum gelassen, hatten zu wenig Tempo in den eigenen Aktionen, waren in den Zweikämpfen nicht mehr griffig genug und vorne zu harmlos. Das war insgesamt zu wenig“, so Wolters. „Gerade bei diesen hohen Temperaturen muss man den letzten Willen zeigen und den inneren Schweinehund überwinden, um bestehen können.“
 
Bis zum Nachbarschaftsduell beim MSV Duisburg am Sonntag, 11. September, (ab 11.00 Uhr) steht für die Essener vor allem Konditionstraining auf dem Trainingsplan. Nach den Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten aus Wuppertal (0:2) und Oberhausen steht RWE schon unter Druck. „Mit null Punkten nach Duisburg zu fahren, war alles andere als meine Wunschvorstellung. Jetzt müssen wir so schnell wie möglich die Kurve bekommen“, sagt Carsten Wolters vor der Rückkehr zu seinem langjährigen Verein.