Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenFC Erzgebirge Aue – Rot-Weiss Essen

Fr., 02.09.2022 19:00 Uhr

Rot-Weiss Essen : FC Erzgebirge Aue

2 : 1

:

Abpfiff

23. Felix Bastians

22

55. Sam Francis Schreck

63. José-Enrique Rios Alonso

90

52

61

66

61. Paul-Philipp Besong für Marco Schikora

70. Elias Paul Huth für Boris Tashchy

70. Nico Gorzel für Ulrich Taffertshofer

76. Lenn Jastremski für Steffen Nkansah

70. Oguzhan Kefkir für Isiah Ahmad Young

78. Aurel Loubongo-M'Boungou für Lawrence Ennali

78. Felix Herzenbruch für Andreas Wiegel

78. Luca Wollschläger für Simon Engelmann

83. Björn Rother für Felix Götze

Tore

23. Felix Bastians

55. Sam Francis Schreck

63. José-Enrique Rios Alonso

Karten

22.

52.

61.

66.

90.

Auswechselungen

61. Paul-Philipp Besong
Marco Schikora

70. Elias Paul Huth
Boris Tashchy

70. Nico Gorzel
Ulrich Taffertshofer

70. Oguzhan Kefkir
Isiah Ahmad Young

76. Lenn Jastremski
Steffen Nkansah

78. Aurel Loubongo-M'Boungou
Lawrence Ennali

78. Felix Herzenbruch
Andreas Wiegel

78. Luca Wollschläger
Simon Engelmann

83. Björn Rother
Felix Götze

GegnerinfosSpielberichtStimmen

RWE EMPFÄNGT AUE ZUM FLUTLICHTSPIEL

Nächster Gegner von RWE: Erzgebirge Aue.
Gegen Erzgebirge Aue sollen die ersten drei Punkte her. (Foto: Endberg)

Im Stadion an der Hafenstraße steigt am Freitagabend (19.00 Uhr, Tageskassenöffnung 17.30 Uhr) die Auftaktpartie des 7. Spieltags der 3. Liga. Für Rot-Weiss Essen ist die Partie gegen Erzgebirge Aue bereits das dritte Abendspiel in dieser Saison. Beide Teams sind in dieser Spielzeit noch sieglos. Alle wichtigen Fakten zum Duell zwischen RWE und Aue gibt es im Duellcheck!

Die Ausgangslage:

Am letzten Wochenende gab es für Rot-Weiss Essen bei der SpVgg Bayreuth das zweite Unentschieden in Serie. Wie schon gegen den FC Ingolstadt (2:2), waren die Rot-Weissen auch in Oberfranken kurz davor die ersten drei Punkte in dieser Drittligasaison (1:1)einzufahren.

Chef-Trainer Christoph Dabrowski haderte nach der Partie besonders mit der Effizienz vor dem gegnerischen Tor: „Am Ende geht es darum, Tore zu erzielen und das ist uns nicht gelungen. Wir müssen an den Themen, die uns begleiten, weiterarbeiten.“

Ob das gelungen ist, zeigt sich heute Abend: Aktuell steht Rot-Weiss Essen auf dem 20. Tabellenplatz in der 3. Liga. Mit dem Erzgebirge Aue trifft RWE auf den direkten Tabellennachbarn (19.). Mit einem Sieg ist zumindest zwischenzeitlich der Sprung auf Platz 13 möglich.

Gegen Erzgebirge Aue muss Christoph Dabrowski auf den gesperrten Moritz Römling verzichten. Der Linksverteidiger erhielt im Spiel gegen die SpVgg Bayreuth kurz vor Schluss die gelb-rote Karte wegen wiederholtem Foulspiels. Verletzungsbedingt fallen zudem Thomas Eisfeld (Innenbandanriss),Meiko Sponsel (Meniskusriss) und der langzeitverletzte Michel Niemeyer aus.

Zur Verfügung steht dafür Clemens Fandrich. Der 31-jährige Mittelfeldspieler, der erst im Bayreuth-Duell in rot-weissen Farben debütierte, spielte sechs Jahre für die Auer. Fandrich blick freudevoll der Partie entgegen: Ich hätte mir keinen besseren Heimauftakt an der Hafenstraße vorstellen können. Dass ich so früh auf meine ehemaligen Mitspieler treffe, motiviert zusätzlich. Mit Anthony Barylla, Erik Majetschak oder Dimitrij Nazarov sind einige Jungs auch nach dem Abstieg in Aue geblieben.

Unter der Woche mussten die Zeugwärte Peter Sommer und Andreas Ganzinger derweil in den Katakomben an der Hafenstraße eine Menge Trainingsklamotten und Trikots neu beflocken. Mit Felix Götze, Andreas Wiegel und Luca Wollschläger laufen ab sofort drei neue Spieler in rot-weiss auf. Mit insgesamt 121 Partien in der 3. Liga bringen Götze und Wiegel weitere Erfahrung in die Mannschaft von Rot-Weiss Essen.

RWE empfängt Aue zum Flutlichtspiel – Rot-Weiss Essen
Stand diese Woche direkt auf dem Trainingsplatz: Neuzugang Felix Götze. (Foto: Breilmannswiese / Patrick Heidelberg)

Der Gegner:

Wie Rot-Weiss Essen, wartet auch Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue auf den ersten Saisondreier. In sechs Spielen gab es für die Mannschaft aus dem Erzgebirge drei Unentschieden und drei Niederlagen. Die letzte Pleite hagelte es vor heimischer Kulisse gegen Dynamo Dresden (0:1). Ein später Treffer von Christian Conteh (85.) sorgte dafür, dass Aue am Ende ohne Punkte dastand.

Auch Ex-Profi (u.a. Energie Cottbus) und aktueller Trainer von Erzgebirge Aue Timo Rost ist mit dem Saisonstart nicht zufrieden: „Wir sind schon von einer anderen Ausbeute als mit drei Punkten aus sechs Spielen ausgegangen. So ehrlich müssen wir zu uns selbst sein.“

Der treffsicherste Spieler in den Reihen der Auer ist aktuell mit zwei Toren Marvin Stefaniak. Der Offensivmann ist zu dieser Saison von Drittliga-Absteiger Würzburger Kickers ins Erzgebirge gewechselt und blickt auf 61 Spiele in der 2. Bundesliga sowie 108 Partien in Liga drei zurück. Stefaniak ist neben Kapitän und Urgestein Dimitrij Nazarov einer der erfahrensten Spieler im Kader des Erzgebirge Aue.

Boris Tashchy und Omar Sijaric kehren gegen Rot-Weiss Essen zurück ins Aufgebot von Timo Rost. Verzichten muss der ehemalige Bundesliga-Profi jedoch weiterhin auf Torwart Martin Männel, der aufgrund einer Knieverletzung noch keine Option ist.

RWE empfängt Aue zum Flutlichtspiel – Rot-Weiss Essen
Das Team des Erzgebirge Aue. (Foto: Erzgebirge Aue)

Vorherige Duelle:

Das erste von zehn Duellen beider Vereine gab es in der Saison 2000/01, damals noch in der Regionalliga Nord. Die Partie ging vor 4.500 Zuschauern aus Sicht von RWE mit 0:1 verloren. Das letzte Aufeinandertreffen datiert aus dem Jahr 2007. In der 2. Bundesliga gab es dort ein 0:0-Unentschieden.

Insgesamt ist die Bilanz zwischen RWE und Aue ausgeglichen. Drei Siege für Rot-Weiss Essen, stehen vier Siegen des FC Erzgebirge Aue bei drei Remis entgegen.

Mit durchschnittlich 1,5 Toren pro Spiel ist dieses Duell in der Historie eine eher torarme Partie gewesen.

Wetter:

Für den Freitagabend sind 24 Grad bei bewölktem Himmel angesagt.

Übertragung:

MAGENTA SPORT überträgt die Partie live mit den Vorberichten ab 18.30 Uhr. Das Spiel wird kommentiert von Markus Höhner. Thomas Kraus agiert als Experte für die Partie und Thomas Wagner übernimmt die Moderation der Sendung.

2:1! Bastians und Rios Alonso lassen RWE jubeln

Endlich! Im siebten Anlauf feierte Rot-Weiss Essen den ersten Dreier in der eingleisigen 3. Liga und damit auch den ersten Sieg im Profifußball seit mehr als 15 Jahren. Das Team von Trainer Christoph Dabrowski setzte sich am 7. Spieltag gegen den Zweitliga-Absteiger FC Erzgebrige Aue 2:1 (1:0) durch und reichte die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten an die noch sieglosen „Veilchen“ weiter.

Vor 16.070 Fans im Stadion an den Hafenstraße trafen die beiden Innenverteidiger Felix Bastians (22.) und José-Enrique Rios Alonso (63.) für die Rot-Weissen. An beiden Treffern war Torjäger Simon Engelmann als Vorbereiter beteiligt. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Erzgebirgler sorgte Sam Schreck (55.).

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Marc Philip Eckermann (Winnenden) kannte der Jubel an der Hafenstraße keinen Grenzen mehr. Nicht nur RWE-Sportdirektor Jörn Nowak atmete auf: „Es wurde Zeit, dass wir unser erstes Spiel in der 3. Liga gewinnen.“ Trainer Christoph Dabrowski meinte: „Endlich haben wir den Bock umgestoßen, darauf mussten wir so lange warten. Die Jungs haben sich voll reingehauen und sich den Sieg verdient.“

Wiegel, Götze und Wollschläger geben Debüt

Im Vergleich zum Aufsteigerduell bei der SpVgg Bayreuth (1:1) nahm Christoph Dabrowski insgesamt fünf Änderungen in seiner Anfangsformation vor. Die beiden Neuzugänge Andreas Wiegel (rechte Außenbahn) und Felix Götze (zentrales Mittelfeld) feierten ihr Debüt im RWE-Trikot, der wenige Tage früher verpflichtete Clemens Fandrich gehörte gegen seinen ehemaligen Verein aus Aue erstmals zur Startelf. Zum ersten Mal in dieser Saison spielte auch Innenverteidiger José-Enrique Rios Alonso von Beginn an. Außerdem kehrte Stammtorhüter Jakob Golz nach auskurierter Nackenverletzung in den Kasten zurück.

Schlussmann Felix Wienand, Felix Herzenbruch und Oguzhan Kefkir, die in Bayreuth noch begonnen hatten, nahmen dafür zunächst auf der Bank Platz. Thomas Eisfeld (Innenbandanriss im Knie) musste verletzungsbedingt passen, Moritz Römling war nach seiner Gelb-Roten Karte im Bayreuth-Spiel gesperrt.

Neu im RWE-Kader war neben Andreas Wiegel und Felix Götze auch Last-Minute-Zugang Luca Wollschläger, Leihgabe vom Bundesligisten Hertha BSC, als zusätzliche Option für die Offensive. In der Schlussphase feierte auch er als Einwechselspieler seinen Einstand.

Engelmann und Bastians mit „Köpfchen“

In einer recht verhaltenen Anfangsphase hatten die Gäste durch zwei Distanzschüsse von Maximilian Thiel sowie einen Kopfball von Steffen Nkansah die ersten Abschlüsse. Wirklich gefährlich wurde es für RWE-Torhüter Jakob Golz aber nicht. Auf der Gegenseite tauchte Essens Kapitän Daniel Heber zweimal im gegnerischen Strafraum auf, konnte sich jeweils jedoch nicht ganz durchsetzen.

Wenig später hatten die RWE-Fans dann aber Grund zum Jubeln. Eine Freistoßflanke von Niklas Tarnat erwischte Simon Engelmann am zweiten Pfosten und köpfte die Kugel vor das Tor. Dort stieg Felix Bastians am höchsten und beförderte den Ball zum 1:0 ins Netz (22.).

Eine gute Möglichkeit zum Ausgleich hatte Aues Rechtsverteidiger Anthony Barylla. Dessen Freistoß parierte Jakob Golz jedoch sicher. Sonst ließen die Rot-Weissen nur wenige Abschlüsse der Gäste aus dem Erzgebirge zu.

Kurz vor der Pause lag das zweite Tor der Rot-Weissen in der Luft. Diesmal legte Felix Bastians per Kopf für Simon Engelmann vor. Dessen Drehschuss wehrte Aues Torhüter Philipp Klewin mit einer Glanzparade ab. Nur eine Minute später traf Isaiah Young das Außennetz. So ging es mit dem knappen 1:0-Vorsprung in die Kabinen.

Schreck gleicht aus – Rios Alonso schlägt zurück

In der zweiten Halbzeit erwischten die Gäste den besseren Start und bemühten sich, den Gegner unter Druck zu setzen. Gerade als RWE die Partie jedoch wieder besser in den Griff zu bekommen schien, fiel der Ausgleich. FCE-Stürmer Boris Tashchy wurde im Strafraum nicht richtig attackiert und konnte den Ball auf Sam Schreck zurücklegen. Gegen dessen genauen Flachschuss ins lange Eck hatte Torhüter Jakob Golz keine Abwehrmöglichkeit – 1:1 (55.).

Die Rot-Weissen zeigten sich davon nur kurz beeindruckt – und schlugen schnell zurück. Zuerst scheiterte Clemens Fandrich nach einem Traumpass von Niklas Tarnat noch aus kurzer Entfernung an Philipp Klewin. Im Anschluss an den folgenden Eckball fiel aber die erneute Führung. Ein Schuss von Simon Engelmann wurde abgefälscht, vor dem Tor staubte José-Enrique Rios Alonso ab und drückte den Ball zum umjubelten 2:1 ins Netz (63.).

Nachdem „Engel“ bei beiden Toren als Vorbereiter geglänzt hatte, schrammte er nur hauchdünn an seinem vierten Saisontor vorbei. Nach einem schnellen Angriff über Felix Götze und Lawrence Ennali kam er frei vor Philipp Klewin zum Schuss, traf aber nur den Auer Torhüter. Wegen des folgenden Handspiels sah Engelmann die Gelbe Karte.

Um in der Schlussphase für Entlastung zu sorgen, brachte Christoph Dabrowski innerhalb einer Viertelstunde mit Oguzhan Kefkir (für Isaiah Young), Luca Wollschläger (für Simon Engelmann), Aurel Loubongo (für Lawrence Ennali), Felix Herzenbruch (für Andreas Wiegel) und Björn Rother (für Felix Götze) fünf frische Spieler, die allesamt mithalfen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Glück hatten die Rot-Weissen allerdings, als ein sehenswerter 16-Meter-Schuss von Maximilian Thiel an die Unterkante der Latte prallte. Der Rest war große Freude und Erleichterung.

Flutlichtspiel und Traditionsduell in Osnabrück

Für Rot-Weiss Essen steht in genau einer Woche das nächste Flutlichtspiel und Traditionsduell auf dem Programm. Am Freitag, 9. September, geht es zum VfL Osnabrück. An der Bremer Brücke eröffnet RWE ab 19 Uhr den 8. Spieltag in der 3. Liga. Dort gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren Vorsitzenden „Doc“ Michael Welling.

Der letzte Vergleich zwischen RWE und dem VfL Osnabrück liegt schon eine ganze Weile zurück. In der Regionalliga Nord-Saison 2005/2006 gastierte Rot-Weiss am 31. Spieltag an der Bremer Brücke – und gewann nach Doppelpacks von Arie van Lent und Danko Boskovic 4:1. Wenig später stand der Essener Aufstieg in die 2. Bundesliga fest.

Stimmen zum Spiel

Wir sind sehr erleichtert, den Bock umgestoßen haben. Mit welcher Energie und Geschlossenheit meine Mannschaft aufgetreten ist – ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen.

Die Basis war das Verteidigungsverhalten und die Energie, die wir auf den Platz bringen konnten.

Christoph Dabrowski (Chef-Trainer RWE)

Heute haben wir uns das Glück zurück erarbeitet. Erzgebirge Aue hat Ambitionen – es war stark, wie wir gegengehalten haben. Wir brauchten die drei Punkte!

Andreas Wiegel (Abwehrspieler RWE)

Wir haben uns am Freitagabend etwas anderes vorgenommen. Für uns wäre es wichtig gewesen, nach dem Derby mindestens mit einem Punkt nachzulegen.

Wir haben zwei Standardtore auf eine Art und Weise kassiert, wo ich sage: Das geht so nicht! Da bin ich enttäuscht.

Timo Rost (Chef-Trainer Erzgebirge Aue)