Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenFC Schalke 04 U23 – Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen

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FC Schalke 04 U23

Fr. 17.09. 19:30 Uhr

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GegnerinfosSpielberichtStimmen

Ex-Nationalspieler Dadashov soll Schalker U23 führen

Wenn die U23 des FC Schalke 04 am Freitag, 19.30 Uhr, zum Revierderby bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße gastiert, dann könnten die Fans auch einige zukünftige Profis zu sehen bekommen. Allein aus dem letztjährigen U23-Kader haben Blendi Idrizi und Florian Flick den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft der „Knappen“ geschafft.

Beide hatten schon vor dem Abstieg aus der Bundesliga ihre ersten Einsätze für die Profis der „Königsblauen“ absolviert und dabei Eindruck hinterlassen. „Als sich Blendi Idrizi die Chance bot, war er da und hat gezeigt, dass er das Potenzial besitzt, die Mannschaft mit seiner Qualität und Vielseitigkeit weiterzubringen“, lobt S04-Sportdirektor Rouven Schröder. „Blendi steht noch am Anfang seines Weges und muss weiter so lernwillig und gierig bleiben, dann kann er in seiner Karriere den nächsten Schritt schaffen.“

Über Florian Flick sagt Peter Knäbel, Vorstand Sport und Kommunikation: „Florian hat seine Chance genutzt und nach einer guten Regionalliga-Saison sein Potenzial auch in der Bundesliga angedeutet. Sein Weg zu den Profis unterstreicht erneut den Wert der Knappenschmiede und unseres U23-Teams.“

In der Bundesliga konnte sich der FC Schalke 04 zwar nicht mehr halten, in der 2. Bundesliga spielt das Duo aber eine große Rolle. Idrizi kam an den ersten drei Spieltagen immer zum Einsatz, ehe er von einer Knieprellung ausgebremst wurde. Flick stand in jedem der sechs Ligaspiele auf dem Feld, viermal sogar in der Startformation von S04-Trainer Dimitrios Grammozis. Auf ihren Spuren wollen die aktuellen U23-Talente wandeln.

Um die aktuellen Talente bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen, wurde in diesem Sommer mit Rufat Dadashov ein erfahrener Spieler unter Vertrag genommen. Der 29-jährige Angreifer, der zwischen 2013 und 2019 insgesamt 24 A-Länderspiele für die Nationalmannschaft von Aserbaidschan absolviert hatte, stand zuletzt beim amerikanischen Zweitligisten Phoenix Rising FC unter Vertrag.

„Schalke 04 ist ein großer Klub mit viel Tradition. Neben der Nähe zu Münster, wo meine Frau arbeitet und viele unserer Freunde leben, hat mich vor allem die Aufgabe als Führungsspieler einer jungen Mannschaft gereizt“, so Dadashov. „Ich freue mich darauf, als positives Beispiel voranzugehen und für meine jungen Teamkollegen auf und neben dem Platz da zu sein. Ich möchte gerne so viel Einsatzzeit wie möglich sammeln, aber natürlich vor allem den jungen Spielern helfen, sich weiterzuentwickeln. Außerdem will man als Offensivspieler auch immer möglichst viele Tore schießen beziehungsweise vorbereiten. Als Team wollen wir eine vernünftige Rolle spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

Bei seinen ersten vier Einsätzen im S04-Trikot traf Dadashov immerhin schon zweimal für „Königsblau“. Beide Spiele (1:0 gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach und 2:0 gegen den FC Wegberg-Beeck) wurden gewonnen. Zuletzt musste er allerdings krankheitsbedingt aussetzen, so dass auch sein Einsatz in Essen fraglich ist.

1:0: Grote schießt RWE zum Derbysieg!

Rot-Weiss Essen bleibt auch nach dem 8. Spieltag Spitzenreiter in der Regionalliga West. Mit einem 1:0 (1:0)-Derbysieg gegen die U23 des FC Schalke 04 festigte das Team von Trainer Christian Neidhart die Spitzenposition und kann bei aktuell vier Punkten Vorsprung auch im weiteren Verlauf des Wochenendes nicht von Platz eins verdrängt. Vor der Saisonrekord-Kulisse von 10.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Essen an der Hafenstraße markierte Kapitän Dennis Grote (33.) den einzigen Treffer der Partie und machte damit bereits den fünften Dreier hintereinander perfekt.

Christian Neidhart war entsprechend zufrieden: „Dass es heute schwer werden würde haben wir erwartet. Schalke hat über den ganzen Platz Mann gegen Mann verteidigt, dann haben wir Gott sei Dank in der ersten Halbzeit das Tor gemacht. Wir wissen alle, dass wir in einer frischen Verfassung die Konter besser ausfahren. Aber das ist scheißegal heute, denn unterm Strich zählen die drei Punkte. Die haben wir auch verdient, weil wir nicht viel zugelassen haben.“

Im Vergleich zur spektakulären 3:2-Aufholjagd im Spitzenspiel beim direkten Konkurrenten SC Preußen Münster (nach 0:2-Rückstand) nahm Christian Neidhart zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Simon Engelmann, der nach seiner Einwechslung in Münster den späten Siegtreffer erzielt hatte, rückte wieder für Zlatko Janjic ins Sturmzentrum. Außerdem kehrte Cedric Harenbrock (für Oguzhan Kefkir) in die Startelf zurück.
Mehr Umstellungen gab es bei den Schalkern, die unter der Woche ebenfalls eine turbulente Partie (5:3 gegen Rot Weiss Ahlen) hingelegt hatten. Für Felix Wienand stand Profi-Torhüter Martin Fraisl erstmals in der Regionalliga zwischen den Pfosten. Ebenfalls neu im Team waren Innenverteidiger Mika Hanraths (für den Ex-Essener Timo Becker), Rechtsverteidiger Lukas Frenkert (für Björn Liebnau), Flügelstürmer Leo Scienza (für Kerim Calhanoglu) und Angreifer Yigal Bruk (für Mateo Aramburu).

RWE-Kapitän Grote bezwingt Profi-Torwart Fraisl
Die beiden Mannschaften kamen in der Anfangsphase nur recht selten gefährlich vor das gegnerische Tor. Die erste gute Möglichkeit hatten die Gäste, als Abwehrspieler Tjark Scheller einen Kopfball neben das RWE-Tor setzte. Auf der Gegenseite hatte Cedric Harenbrock nach Zuspiel von Simon Engelmann den Führungstreffer auf dem Fuß, zielte aber von der Strafraumgrenze ein wenig zu hoch.

Nach einer guten halben Stunde löste der RWE-Kapitän den Knoten. Dennis Grote (33.) nahm die Kugel nach Vorarbeit von Luca Dürholtz aus 18 Metern direkt und traf zum letztlich entscheidenden 1:0. Nur wenig später hätte Simon Engelmann schon erhöhen können, scheiterte aber am glänzend reagierenden Österreicher Martin Fraisl im S04-Tor. Kurz vor der Pause hatte „Engel“ außerdem noch Pech mit einem Pfostenschuss.

Holzweiler-Treffer zählt wegen Abseits nicht
In der zweiten Halbzeit wollten die Rot-Weissen nachsetzen und möglichst schnell das 2:0 erzielen. Das gelang trotz einiger guter Möglichkeiten (Simon Engelmann, Felix Bastians) jedoch nicht. Einmal lag der Ball zwar nach einem Schuss von Kevin Holzweiler im Schalker Netz, das Schiedsrichter-Gespann entschied jedoch auf Abseits.

Im Laufe der zweiten Hälfte brachte RWE-Trainer Christian Neidhart mit Erolind Krasniqi (für Cedric Harenbrock), Oguzhan Kefkir (für Kevin Holzweiler) und Zlatko Janjic (für Simon Engelmann) zunächst drei frische Offensivspieler. Die Partie blieb jedoch bis zum Abpfiff spannend, weil die Rot-Weissen die eine oder andere Konterchance ausließen, in der Defensive aber auch kaum etwas anbrennen ließen.
Eng wurde es noch einmal in der Schlussphase, als Erolind Krasniqi nach einem gestreckten Bein die Rote Karte sah (89.). Trotz der Unterzahl überstand unsere Mannschaft jedoch – nicht zuletzt auch mit der Unterstützung der Fans im Rücken – auch die vierminütige Nachspielzeit und durfte nach dem Schlusspfiff den fünften Dreier am Stück feiern.

Für die Rot-Weissen war das Revierderby der Auftakt für die nächste „englische Woche“. Bereits am kommenden Mittwoch, 22. September, 19.30 Uhr, geht es in der ersten Runde des Niederrheinpokals zum Bezirksligisten SV Fortuna Bottrop 1932. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz an der Rheinbabenstraße. Das nächste Ligaspiel findet für RWE dann am Samstag, 25. September, 14 Uhr, beim SV Lippstadt 08 statt.

Stimmen zum Spiel

„Es ist bekannt, dass die zweiten Mannschaften Fußball spielen können und wollen. Das kommt uns eigentlich entgegen, weil wir dann mehr Räume haben. Normalerweise macht man vielleicht zwei, drei Tore mehr, aber am Ende können wir glücklich sein, dass wir die drei Punkte geholt haben. Wir haben wenig zugelassen, keine Riesenchance aus dem Spiel heraus. Es war nach der englischen Woche und dem Highlightspiel in Münster wichtig, dass uns die Fans über die 90 Minuten getragen haben.“

Felix Bastians, Spieler Rot-Weiss Essen

„Mehr als neun Punkte in der englischen Woche geht nicht. Zwei Derbys gewonnen, mehr geht auch nicht. Dass das heute entsprechend schwer wird, haben wir schon erwartet. Schalke hat über den ganzen Platz Mann gegen Mann verteidigt, dann haben wir Gott sei Dank in der ersten Halbzeit das Tor gemacht. Wir wissen alle, dass wir in einer frischen Verfassung die Konter besser ausfahren. Aber das ist scheißegal heute, denn unterm Strich zählen die drei Punkte. Die haben wir verdient, weil wir auch nicht viel zugelassen haben. Wir müssen eher das zweite Tor machen. Aber ich bin stolz auf die Jungs, dass wir standgehalten haben.“
Zum Tor von Dennis Grote:
„Dennis hat ja schon einen Hammer. Das war ja nicht das erste Dingen, das er aus der zweiten Reihe macht. Es war der schwache Rechte? Es gehört immer ein bisschen Glück dazu, aber auch Mut. Das sind die kleinen Unterschiede, warum wir heute gewonnen haben.“

Christian Neidhart, Cheftrainer Rot-Weiss Essen

„Wir haben 90 Minuten plus vier sehr mutig, laufintensiv und diszipliniert gegen einen starken Gegner gespielt. Wir haben Essen vorne attackiert und zu langen Bällen gezwungen. Schade, dass wir nach einem eigenen Standard einen Konter bekommen, bei dem wir einmal nicht richtig stehen. Der nächste Punkt ist dann aber: Grote schießt und trifft. Das ist die Erfahrung, die er hat und wir noch nicht haben.“

Torsten Fröhling, Trainer FC Schalke 04 U23