9. November 2010

RWE-Idol Willi „Ente“ Lippens nun 65 Jahre

Hallo, Willi Lippens! Mittwoch werden Sie 65 Jahre jung. Wie geht es Ihnen?

Mir geht es gut. Ich bin gesundheitlich fit und auch sehr zufrieden. Und das ist doch das Wichtigste!

Wie werden Sie Ihren Geburtstag feiern? Haben Sie schon eine „große Sause“ geplant?

Wir werden keine Kuh mehr fliegen lassen. Ich werde meinen Geburtstag eher im kleinen Kreis mit der Familie feiern. Eine große Fete ist nicht geplant.

Was machen Sie jetzt gerade? Sind Sie dem Fußball verbunden geblieben?

Ich helfe weiter in unserem Restaurant in Bottrop mit. Das Geschäft läuft sehr gut und wir sind glücklich. Es macht zwar viel Arbeit, aber das ist gut für mich. Denn ohne Arbeit wird man schnell alt. Dem Fußball bin ich weiterhin verbunden, informiere mich sehr genau. Mit meinen Enkeln übe ich sehr häufig, auch wenn die Intensität bei mir mit der Zeit etwas nachgelassen hat. Aber ich kann den Jungs noch viele Tipps geben.

Sie haben 13 Jahre lang für RWE gespielt, in fast 400 Spielen stolze 209 Tore erzielt. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?

Ich bin – was Rot-Weiss anbelangt – immer auf dem Laufenden. Ich sehe es mit großem Wohlwollen, dass der Verein endlich wieder sportlichen Erfolg hat. Auch wenn es aktuell nur in der 5. Liga ist.

Wer war eigentlich Ihr Lieblingsgegenspieler?

Das war Berti Vogts. Der hatte genauso kurze Beine wie ich und war meist mit sich selbst beschäftigt. Ich glaube, der war schon acht Tage vor einem Spiel gegen mich nervös.

Sie haben ein Fußballspiel immer mit Humor genommen. Welche Geschichte würden Sie selbst von sich gerne erzählen?

Da gibt es ja so viele Geschichten. Ich will gar keine herausgreifen. Für mich war es super, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Das kann ich jedem, der über das Talent verfügt, nur empfehlen. Um es in den Profi-Bereich zu schaffen, benötigen die jungen Spieler ein Ziel vor Augen. Und sie müssen bereit sein, Opfer zu bringen.

Was trauen Sie der aktuellen Mannschaft von RWE zu?

Ich glaube, RWE kann den Aufstieg in die Regionalliga schaffen. Der Verein lebt und Potenzial ist auch da. Es gelingt wieder, Leute zu aktivieren und Fans ins Stadion zu locken. Auch die Entscheidung zum Stadionbau ist absolut positiv.