27. April 2011

Pickenäcker fiebert mit RWE mit

Am Freitagabend gastiert Rot-Weiss Essen in der Mülheimer Ruhr-Arena. Vor allem für Speldorfs Manager Ingo Pickenäcker wird das ein ganz besonderes Spiel. Der ehemalige Kapitän der Essener macht keinen Hehl daraus, dass er das RWE-Emblem in seinem Herzen trägt.

Ingo Pickenäcker, wie laufen die Vorbereitungen für das Spiel gegen RWE?

Ganz gut. Wir haben alles im Griff und freuen uns wahnsinnig auf dieses Spektakel. Unser Stadion fasst 5000 Zuschauer. Ganz ausverkauft wird es wohl nicht sein, aber wir hoffen auf 4000 plus X.

Sportlich gesehen bietet das Duell nur wenig Brisanz: Sie haben den Klassenerhalt fast sicher und RWE ist bereits aufgestiegen. Warum ist die Vorfreude trotzdem groß?

Jeder freut sich in dieser Liga, wenn Rot-Weiss Essen ins Stadion kommt. Für mich persönlich ist das zudem eine Herzensangelegenheit. Ich lese alle Artikel zum Thema Rot-Weiss Essen. Ich habe dort jahrelang gekickt und bin mit diesem Klub tief verwurzelt. Was die Konstellation für das Freitagsmatch angeht, kann ich ihnen nicht ganz Recht geben. Wir brauchen noch zwei, drei Zähler. Die wollen wir am Freitag einfahren.

Hätten Sie damit gerechnet, dass RWE sechs Spieltage vor Schluss schon aufgestiegen ist?

Mein Kopf hat Siegen, Köln und Windeck stärker als RWE eingeschätzt. Doch mein Herz hat sich gewünscht, dass Rot-Weiss wieder hochgeht. Denn dieser Klub gehört einfach nicht in solche Niederungen des Fußballs. Ich bin fest davon überzeugt, dass RWE auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen wird.