22. Februar 2012

U17 reist zum Dallas-Cup in die USA!

„Rot-Weiss Essen mit Manchester United, Paris Saint-Germain und Boca Juniors in den Fußstapfen von Real Madrid, Arsenal London und CF Barcelona“

Eine tolle sportliche Herausforderung erwartet unsere B-Junioren-Bundesliga-Mannschaft über die Ostertage. Vom 1. bis 8. April wird die Mannschaft von Trainer Marco Rudnik am Dallas-Cup 2012 teilnehmen. 

Das seit 1980 ausgetragene Turnier gilt als das größte Jugendfußball-Event Amerikas und soll ganz im Zeichen der jungen Sportler stehen. "Das Wohlbefinden der jungen Menschen soll durch sportlichen Wettkampf, kulturelle Wertschätzung und Bildungschancen gefördert werden", so der Slogan der Veranstaltung.

Welchen Stellenwert dieses Turnier sowohl im Gastgeberland, als auch in Ländern, die einen großen Wert auf Nachwuchsförderung legen, hat, zeigt die immense mediale Aufmerksamkeit. Ein Teil der Spiele wird nicht nur auf öffentlichen Sendern wie ESPN gezeigt, sondern auch auf den TV-Sendern von Manchester United, Liverpool und Real Madrid übertragen. Die Liveberichterstattung umfasst insgesamt ein Publikum von 1,7 Millionen Zuschauern. Zudem werden die Zuhörer insgesamt mit bis zu zehn Stunden Liveberichten im Radio auf nationalen sowie internationalen Sendern auf dem Laufendem gehalten.

In der Vergangenheit haben bereits Mannschaften aus über 100 Ländern von allen Kontinenten teilgenommen. Zu den Gewinnern der letzten Jahre gehören hochkarätige Mannschaften wie Real Madrid, West Ham United oder die mexikanische U17 Nationalmannschaft. In diesem Jahr schmücken unter anderem Manchester United, Paris Saint-Germain und Boca Juniors, der Heimatverein Diego Armando Maradonnas, das Teilnehmerfeld.

Aufmerksam auf den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet wurde Turnierorganisator Randy Jones durch einen Zufall am Sportpark Wedau in Duisburg. Jon Spencer,  Technical Director der United States Football Club, trainierte vor Ort mit der U23 US-Auswahl genauso wie Marco Rudnik, Trainer unserer U17. In einem Gespräch über den Fußball beider Länder, wurde der Dallas-Cup zum Hauptthema. Das Interesse an den rot-weissen Junioren verbreitete sich bei den Veranstaltern des Cups aufgrund der langjährigen hochklassigen Jugendarbeit von RWE, die zuletzt Namen wie Mesut Özil und Pierre-Michel Lasogga hervorbrachte, sodass nur kurze Zeit später eine offizielle Einladung an der Hafenstraße eintraf.

In den letzten drei Jahren gehörte unsere U17 durchgehend zu den 15 besten Jugendmannschaften Deutschlands. Damit haben sie den Nachweis erbracht, den nationalen Top-Vereinen anzugehören  und erfüllen somit die Voraussetzung an diesem Turnier teilzunehmen. Nun bekommt unser Nachwuchs die Gelegenheit, sich mit den besten Jugendmannschaften aus der ganzen Welt zu messen. Dabei können sie sich schon einmal auf die Kulisse der ganz großen Fußballbühne freuen: An den Turniertagen werden über 160.000 Zuschauer die Spiele verfolgen. In der aktuellen Saison steht unser Nachwuchs auf dem neunten Rang der B-Jugend-Bundesliga-West. Bevor es auf die lange Reise über den Teich geht, erwarten die Rot-Weissen noch echte Härtetests wie das Spiel gegen den VfL Borussia Mönchengladbach und das Derby gegen die Junioren der Duisburger Zebras.

Während des Wettbewerbs treten die Mannschaften in sieben Altersgruppen an, unterteilt von der U12 bis zur U19. Rund 40% des Teilnehmerfeldes besteht aus den nationalen Topmannschaften aus Ländern der ganzen Welt. Dazu werden 40% der Vereine mit den besten Jugendmannschaften aus den USA besetzt. Ergänzt werden die Turniergruppen mit Vereinen, die ihre Heimat rund um das Gebiet von Dallas haben.
Titelverteidiger in der Altersgruppe, in der unsere Rot-Weissen an den Start gehen, sind die U17 Junioren Tigres aus Mexiko. Auch eine deutsche Mannschaft konnte sich in der letzten Auflage des Dallas-Cups zu den Gewinnern zählen. Den Pokal der U19 sicherte sich die Eintracht aus Frankfurt.

Mit besonderen Emotionen blickt Kosta Koukladas auf die Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der junge Stürmer unserer U17 kam mit 14 Jahren von den Irvine Strikers an die Hafenstraße. Hier möchte er auf seinen großen Traum hinarbeiten und irgendwann als Nationalspieler seines Heimatlandes auf dem Rasen stehen. Dabei genießt er eine außergewöhnliche Unterstützung: Willi „Ente" Lippens, eine Legende in der rot-weissen Vereinsgeschichte, hat den talentierten Amerikaner unter seine Obhut genommen. Der Publikumsliebling seiner Zeit spielte selbst ein Jahr in der amerikanischen Liga. Für die Dallas Tornados erzielte Lippens 1979 in 25 Einsätzen 15 Tore, bevor es ihn wieder zurück zum RWE führte.

Von ihm lernt Kosta nicht nur viel über Technik und wie man die nötige Ruhe vor dem Tor  bewahrt, sondern auch was es heißt, Fußball in Deutschland und dem Ruhrgebiet zu spielen. Dazu gehören auch Trainingseinheiten und Spiele im Schnee. Zu Beginn war dies eine ganz neue Erfahrung für unseren Stürmer, dessen Spitzname unter seinen Teamkollegen der "Eismann" ist. Innerhalb von sechs Monaten hat er die deutsche Sprache gelernt, um sich auf dem Platz und in seinem Umfeld besser zurechtzufinden. Nun kann er es kaum erwarten in seine Heimat zurückzukehren.