26. März 2012

U19 unterliegt Mönchengladbach knapp in der Verlängerung

Viel hat unseren Jungs nicht gefehlt, um den Tabellenzweiten der Bundesliga-West aus dem Pokal zu werfen. Nach hart umkämpften 120 Minuten erzielten die Fohlen das einzige Tor an der Seumannstraße und ziehen damit in das Niederrheinpokal-Halbfinale ein.

Beide Mannschaften gingen bei sonnigem Wetter über die vollen 120 Minuten an ihre Leistungsgrenze und lieferten den Zuschauern ein packendes Duell auf Augenhöhe. Gegen die stärkste Offensive der Bundesliga-West waren unsere Rot-Weissen zunächst darauf fixiert, keine Torchancen zuzulassen, um so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben. Gladbach versuchte mit kurzen Ballstafetten einen Weg durch die Essener Abwehr zu finden, konnte das Tor von Hendrik Bonemann bis auf wenige Schussversuche aber nicht in Bedrängnis bringen. 

RWE kam mit dem Willen aus der Kabine, an diesem Pokaltag für eine Überraschung zu sorgen. Das Spiel unserer U19 war deutlich offensiver ausgerichtet und es entwickelte sich ein völlig offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Besonders sehenswert war Elis Shalas Fallrückzieher nach einer gespielten Stunde. Der Essener Anhang hatte den Torschrei bereits auf den Lippen, als der Ball an Gladbachs Torwart Julien Schneider vorbei an das Lattenkreuz krachte und wieder auf dem Spielfeld landete. 

Essen kam nach dieser spektakulären Szene in die beste Phase der Partie und drängte Gladbach in die eigene Hälfte. Nur fünf Minuten später fand ein präziser Eckball von Kevin Weggen den freistehenden Kai Nakowitsch, sein Kopfball konnte jedoch in höchster Not von einem Gladbacher Abwehrspieler auf der Linie abgefangen werden. Kurz darauf tauchten erneut Nakowitsch und Stürmer Berkay Öz frei vor Schneider im Gladbacher Tor auf, doch Nakowitschs Querpass erfolgte zu ungenau, sodass Öz den Ball nicht mehr erreichen konnte, um ihn über die Linie zu befördern. 

Auch die Gäste hatten im zweiten Durchgang einige Möglichkeiten, um das Spiel in der regulären Spielzeit zu ihren Gunsten zu entscheiden. RWE-Torwart Bonemann ließ den Gladbacher Nachwuchs allerdings mit starken Reflexen verzweifeln. Ebenfalls Pech hatte die Borussia bei einem Aluminiumtreffer, der das Essener Tor zum Wackeln brachte.
Als Schiedsrichter Pascal Dey nach 90 Minuten abpfiff, spürten beide Mannschaften, dass man für einen Sieg bei diesem Pokalderby an seine Leistungsgrenze gehen muss. 

In den ersten 15 Minuten der Verlängerung wurde der Gast aus Mönchengladbach seiner Favoritenrolle gerecht. Nach einem erneuten Pfostenschuss gelang Bence Szenes in der 99. Minute die 1:0 Führung. Ein Pass in die Tiefe hebelte die ansonsten hervorragende Essener Abwehr aus. Szenes konnte alleine auf das Tor zulaufen und ließ Bonemann keine Möglichkeit den Führungstreffer für seine Mannschaft zu verhindern. 

RWE-Trainer Jürgen Lucas setzte in der zweiten Hälfte der Verlängerung auf volles Risiko. In der Abwehr stellte er auf eine Dreierkette um und brachte für die Offensive einen vierten Stürmer. In der 120. Minute hätte der eingewechselte Cedrik Wiechert seine Rot-Weissen doch noch ins Elfmeterschießen retten können, bei seinem Eins-gegen-Eins Duell gegen Torwart Schneider jedoch behielt dieser die Überhand und hielt sprichwörtlich den Sieg in seinen Händen fest. 

Keineswegs enttäuscht zeigte sich Lucas nach dem Spiel: „Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, auch nach vorne guten Fußball zu spielen. Das ist uns gelungen, auch wenn wir nach 120 Minuten natürlich lieber mit etwas Zählbarem vom Platz gegangen wären. Man muss allerdings auch sagen, dass Gladbach eine klasse Mannschaft hat und der Sieg nach diesem tollen Fußballspiel in Ordnung geht.“

Am Sonntag, 22. April, geht es für unsere Rot-Weissen in der Niederrheinliga weiter. Um 11.00 Uhr ist Lokalnachbar ETB Schwarz-Weiss Essen zu Gast. Anstoß ist an der Seumannstraße 55.

Tore: 1:0 Bence Szenes (99.)

RWE U19: Hendrik Bonemann, Daniel Heber, Kai Nakowitsch (101. Baris Sahin), Harun Can, Nick Träptau (67. Cedrik Wiechert), Kevin Weggen, Berkay Öz, Elvis Shala (113. Lucas Bründermann), Kaan Akkus, Steven Simon, Yannick Geilser (101. Giovani Lubaki)