12. Juli 2012

Vortrag über die Essener Stadiongeschichte

Die Essener Stadiongeschichte hätte durch die Krupp-Jubiläumsstiftung von 1912 geradezu vorbildhaft für andere deutsche Großstädte verlaufen können, stattdessen wurde Essen schon in den 1920er Jahren reichsweit als schlechtes Beispiel im Hinblick auf ein kommunales Stadion angesehen. Uwe Wick, ehrenamtlicher Vereinsarchivar von Rot-Weiss Essen, stellt in seinem Vortrag am heutigen Donnerstag, 12. Juli, die unterschiedlichen Phasen Essener Stadiongeschichte dar. Er berücksichtigt dabei auch die Rolle der beiden vereinseigenen Stadien von Rot-Weiss Essen und ETB Schwarz-Weiß Essen sowie die Funktion des inzwischen abgerissenen Grugastadions als städtisches Stadion. Abschließend geht es um die Frage, inwieweit das neue Stadion an der Hafenstraße, das ja ein Stadion für Essen sein soll, diesen Anspruch wirklich erfüllen kann.

Ein besonderes Augenmerk legt der Vortrag auf die Entwicklung des alten RWE-Stadions: Vom „Stadion des Essener Nordens“ (1939) mit Holztribüne über eines der modernsten Stadien Deutschlands (Ende der 1950er Jahre) bis hin zum langsamen Niedergang („Dreiviertelstadion“), der wohl Ende 2012 nach dem Umzug ins neue Stadion zum Abriss des altehrwürdigen Georg-Melches-Stadion führen wird.

Beginn im Haus der Essener Geschichte (Ernst-Schmidt-Platz 1) ist um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weiter Informationen unter www.hv-essen.de