10. Mai 2013

Liebe Fans von RWE, Mitglieder und Gäste!

Das Vorwort der kurzen fuffzehn zum heutigen Spiel gegen den Wuppertaler SV.

Eines vorweg: Ein Auftritt wie beim 1:6 im letzten Heimspiel gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach ist durch nichts zu entschuldigen. Wer das rot-weisse Trikot trägt, darf sich nicht so präsentieren. Da gibt es keine zwei Meinungen. Ich kann Ihnen versichern, dass die Vereinsführung mit Vorstand und Aufsichtsrat und vor allem auch die Sportliche Leitung genauso maßlos enttäuscht von der Leistung unserer Mannschaft war wie unsere treuen Fans.

Das Grundproblem haben wir jetzt schon länger bei uns ausgemacht. Bei einigen Spielern fehlen die Robustheit, der notwendige Biss und der unbedingte Wille, sich zuwehren. Das ist auch eine Qualitätsfrage. Es reicht nicht, nur mit dem Ball gut umgehen zu können. Fußball ist ein Lauf- und Kampfspiel. Wenn diese Grundtugenden nicht an den Tag gelegt werden, dann kann man auch mit fußballerischen Stärken nichts erreichen. Das wurde uns nicht zum ersten Mal deutlich vor Augen geführt. Uns fehlen vor allem Spieler, die dazwischen funken und in der Lage sind, die anderen in schwierigen Situationen mitzuziehen. Wir werden mit Sicherheit für die nächste Saison die eine oder andere Verstärkung mit diesen Qualitäten präsentieren.

Bei allem Frust über die Misserfolge dürfen wir aber auch nicht vergessen, dass uns mit Vincent Wagner, Maik Rodenberg und Markus Heppke wichtige Korsettstangen der Mannschaft verletzungsbedingt weggebrochen sind. Hinzu kommen die langfristigen Ausfälle von Michael Laletin und Max Dombrowka, die in schwierigen Situationen dagegenhalten können. Dadurch haben wir auf einigen Positionen gar keine personellen Alternativen mehr – und daran wird sich bis zum Saisonende auch nichts mehr ändern. Kai Nakowitsch, der noch ein weiteres Jahr in der A-Jugend spielen darf, hat beispielsweise gegen Gladbach erstmals neben Thomas Denker, der in dieser Saison sehr lange ausgefallen war, in der Innenverteidigung gespielt. Das soll nicht als Entschuldigung herhalten, kann aber zumindest einiges erklären. Dass es auch besser geht, hat die Mannschaft dann am Dienstag beim 1:1 gegen Bochums U 23 gezeigt.

Fest steht: Auf unserem langen, aber nachhaltigen Weg müssen wir viele kleine Schritte gehen und es ist klar, dass wir nicht von jetzt auf gleich da ankommen, wo wir hinwollen. Uns allen war klar, dass es Rückschläge geben wird. Das ist ganz normal. Aber Rot-Weiss macht auch aus, dass wir wieder aufstehen, wenn wir einen Schlag ins Gesicht bekommen haben. Wir werden diesen Weg unbeirrt weitergehen.

Ihr Dr. Michael Welling
Vorstandsvorsitzender