14. August 2013

Rot-Weiss Essen gedenkt dem 10. Todestag vom „Boss“

Heute vor zehn Jahren verstarb die rot-weisse Legende Helmut Rahn. Wir von Rot-Weiss Essen erinnern uns zurück an die glorreiche Zeit des Rechtsaußen und halten ihn in Ehren.

Zu seiner Zeit galt er als einer DER Spieler sowohl im Essener als auch im deutschen Fußball und holte für Rot-Weiss Essen und die deutsche Nationalmannschaft die ganz großen Erfolge. Die Rede ist, na klar, von Helmut Rahn.

1951 wechselte Helmut Rahn im Alter von 22 Jahren nach Stationen unter anderem bei SV Altenessen und den Sportfreunden Katernberg zu Rot-Weiss Essen und wurde dort zu einer richtigen Größe und mit dem Spitznamen „Boss“ zu einem wichtigen Führungsspieler.  In 201 Pflichtspielen erzielte der gebürtige Essener 88 Tore für die Rot-Weissen und war maßgeblich an den bisher größten Erfolgen, dem Pokalsieg 1953 sowie der deutschen Meisterschaft 1955, beteiligt.

Für alle sicherlich unvergessen bleibt jedoch Rahns Beteiligung am „Wunder von Bern“. Die Worte von Fernsehkommentator Herbert Zimmermann „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen… Rahn schießt… Tor, Tor, Toooooooor!“ sind so legendär wie der Torschütze selbst. Mit seinem Siegtor zum 3:2 im WM-Finale 1954 gegen Ungarn bescherte Rahn der deutschen Nationalmannschaft den ersten großen Titel und sorgte in der Nachkriegszeit für einen Jubeltaumel in Deutschland.

Mit seinen herausragenden Leistungen wurde der schnelle Außenstürmer zu Recht Zweiter bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 1958. Nach seiner erfolgreichen Karriere bei Rot-Weiss Essen zog es Rahn zu Gastspielen nach Köln, Duisburg und Enschede, wonach er 1965 aufgrund von Achillessehen-Problemen seine Profikarriere beenden musste.

Nachdem Rahn sich aus dem Fußballgeschäft komplett zurück zog und es sich als Geschäftsmann eher schwer tat, verstarb er am 14. August 2003 nach langer, schwerer Krankheit zwei Tage vor seinem 74. Geburtstag in seiner Essener Wohnung.

Beerdigt wurde Helmut Rahn auf dem Margaretenfriedhof in Essen-Holsterhausen. Ein Jahr nach seinem Tod, am 12. Juli 2004, wurde in einer gebührenden Zeremonie im Georg-Melches-Stadion vor circa 5.000 Zuschauern ein Denkmal zu seinen Ehren enthüllt. Die lebensgroße Bronzestatue von Helmut Rahn befindet sich heute am RWE-Nachwuchszentrum an der Seumannstraße.

Nicht nur durch die nach ihm benannte Gegentribüne im neuen Stadion Essen ist Helmut Rahn immer noch ein Teil von Rot-Weiss Essen. Aus seiner Ehe mit der Verkäuferin Gerti gingen zwei Söhne hervor, wobei Sohn Uwe Rahn heute noch das Geschehen um die Hafenstraße verfolgt und langjähriges Mitglied im Verein ist.
Zusammen mit seiner Frau Petra ist er zudem Gründer und Förderer des Vereins „Essener Chancen“, der soziale Aktivitäten des Traditionsvereins Rot-Weiss Essen unter seinem Dach bündelt.

Am heutigen Tage wollen wir dem „Essener Jung“ Helmut Rahn gedenken und dankbar sein für all die Erfolge, die er Rot-Weiss Essen und Fußballdeutschland gebracht hat.

Wir werden dich nie vergessen, Boss!