7. September 2013

Niederrhein-Pokal: 1:0 – Rot-Weiss erkämpft Derby-Revanche

Nicht schön, aber erfolgreich. Auch so könnte die Überschrift des Aufeinandertreffens der beiden großen Essener Traditionsvereine aus rot-weisser Sicht lauten. Vor nur 2.450 Zuschauern am Uhlenkrug qualifiziert sich der Regionalligist knapp, aber nicht unverdient für die dritte Runde des Niederrhein-Pokals.

RWE-Trainer Waldemar Wrobel zog nach dem Match realistisch Bilanz: "Unser Ziel war es, die nächste Runde zu erreichen. Das haben wir geschafft – und das ist ist positiv. Aber es war sicherlich kein gutes Spiel." In Halbzeit eins hatte die Mannschaft von der Hafenstraße zwar mehr Anteile, kam allerdings selten zwingend vor das Tor von ETB-Schlussmann Marcel Dietz.
Auf der anderen Seite trafen die Mannen vom Uhlenkrug sogar zweimal den Pfosten bei schnellen Kontern. Schwarz-Weiß-Coach Stefan Janßen zollte seiner Mannschaft höchsten Respekt: "Wir haben 90 Minuten gut dagegen gehalten. Jetzt wünsche ich Rot-Weiss Essen viel Erfolg in den nächsten Runden des Pokals und auch in der Meisterschaft."

Max Dombrowka musste in der 33. Minute mit einer Kopfverletzung den Platz verlassen, sein Cut über dem Auge wurde vor Ort mit sechs Stichen genäht. Für ihn kam Offensiv-Kraft Konstantin Sawin, der für zusätzlichen Schwung sorgte. Kurz vor dem Wechsel erlöste wieder einmal Christian Knappmann den rot-weissen Anhang: Nach herrlicher Vorarbeit von Marcel Platzek über rechts, versenkte er den Ball mit seinem kahlen Kopfball-Schädel unhaltbar im linken oberen Eck.

Nach dem Pausentee war lange Zeit der Premieren-Auftritt eines Flitzers die Attraktion des Spiels am Stadtwaldplatz. Kurz vor Ende der Partie wurde es noch einmal spannend: Michael Laletin und RWE-Keeper Kunz retteten in höchster Not. Vor dem erlösenden Schlusspfiff mussten die Schwarz-Weißen Georgios Ketsatis (86.) und Bas Reekers (89.) gelb-rot-gesperrt unter die Dusche.
Es bleibt die freudige Erkenntnis: Rot-Weiss steht in der dritten Runde des Niederrhein-Pokals!