25. Oktober 2013

Remis bei den „jungen Geißböcken“

Platzek-Treffer reicht nicht zum Auswärtssieg in der Domstadt.

Vor 800 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion kam Rot-Weiss Essen am Freitagabend nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.

Cheftrainer Waldemar Wrobel stellte seine Mannschaft im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen den SV Lippstadt in der vergangenen Woche auf einer Position um: Für Benjamin Wingerter, der zunächst auf der Bank Platz nahm, rückte Kevin Pires-Rodrigues in die Startformation. Wrobels Pendant, Stephan Engels, konnte mit Kevin McKenna in der Innenverteidigung und Thomas Bröker in der Offensive auf zwei Akteure aus dem Zweitliga-Kader der Geißböcke zurückgreifen, die nach ihren Verletzungen Spielpraxis gegen die Rot-Weissen sammeln sollten.

Die Hafenstraßen-Elf präsentierte sich in der Anfangsphase gleich hellwach und entschlossen, die drei Punkte mit ins Ruhrgebiet zu nehmen. Doch die erste Gelegenheit hatten die Hausherren als weder Bröker noch Engels Kapital aus Schnellhardts Vorlage schlagen konnten (8.). Im Gegenzug war es dann der RWE, der direkt für den ersten Paukenschlag sorgte: Wie in der Vorwoche war es Marcel Platzek, der im Strafraum der Gastgeber an den Ball kam und mit seinem fünften Saisontreffer für die frühe Führung seiner Farben sorgte (8.). Ein Treffer, der den Rot-Weissen sichtlich Auftrieb gab, die die Partie fortan immer besser in den Griff bekamen. Konstantin Fring (Distanzschuss, 10., 28.) und einmal mehr Platzek (26., 39.) verpassten es indes, die Führung vor dem Pausenpfiff noch auszubauen.

‚Wer vorne seine Tore nicht macht, wird hinten bestraft‘ lautet eine bekannte Fußballerweisheit. Die Strafe folgte drei Minuten nach dem Wiederanpfiff. Maik Rodenberg nahm an der Strafraumgrenze unfreiwillig die Hand zur Hilfe. Den fälligen Freistoß nutze FC-Mittelfeldspieler Szepanik eiskalt zum Ausgleichstreffer aus (48.). Aber das Team von Trainer Waldemar Wrobel stemmte sich gegen die Punkteteilung: Tim Hermes, der nimmermüde Marcel Platzek (beide 67.), der eingewechselte Benedikt Koep (75.) sowie erneut der rot-weisse Linksverteidiger Hermes, der FC-Schlussmann Schuhen zu einer weiteren Glanzparade zwang (83.), scheiterten nacheinander vor dem Kölner Gehäuse. In der Nachspielzeit war es dann noch einmal Konstantin Fring, der den Auswärtssieg auf dem Fuß hatte, wenn Routinier McKenna selbigen nicht noch in höchster Not zwischen den Ball und seinen Essener Gegner bekommen und die Gefahr bereinigt hätte (90. + 1.).

So blieb es letztendlich beim Remis zwischen den Domstädtern und Essenern. An der Hafenstraße darf man sich angesichts des Spielverlaufes über zwei verlorene Punkte ärgern. Nach dem anstehenden spielfreien Wochenende in der kommenden Woche geht es aus rot-weisser Sicht am Freitag, 8. November in der Regionalliga-West weiter. Dann empfangen die Essener um 19.30 Uhr den Spitzenreiter Sportfreunde Lotte an der heimischen Hafenstraße.