23. November 2013

4:2 – Rot-weisser Pflichsieg kostet Nerven

Pflichtsieg lautete beim heutigen Pokalviertelfinale gegen den Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld die Vorgabe für die rot-weisse Elf. Zwar wurde dieser Auftrag erfüllt, die vorangegangenen 120 Spielminuten waren für die Nerven der anwesenden RWE-Fans allerdings höchst strapaziös.

Man traute seinen Augen kaum, als der Ball nach der ersten Offensivaktion der Gastgeber im Netz von RWE-Torwart Philipp Kunz zappelte. 25 Minuten hatten die Rot-Weissen das Spiel wie erwartet im Griff, gerieten dann aber durch einen schnellen Konter durch Giesen völlig überraschend ins Hintertreffen (25. Minute). Auch in den weiteren Spielminuten der ersten Hälfte gelang es RWE nicht, den Ausgleich gegen die klassentieferen Friedrichsfelder zu erzielen. Diese warfen sich mit allem was der eigene Körper hergab in die Torversuche der Rot-Weissen und gingen somit mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Die Elf von Waldemar Wrobel kontrollierte die Partie – der Gastgeber erzielte den Treffer. Wieder war es ein Konter über Giesen, der die Roten in der 75. Minute durch das Tor von Kazkondu in eine fast schon aussichtslose Lage brachte. Doch RWE gab sich nicht geschlagen und konnte nach Foul an Tim Hermes durch einen Elfmeter von Kevin Pires-Rodrigues in der 82. Minute den Anschlusstreffer erzielen. In der Folge warf die Elf von Waldemar Wrobel alles nach vorne und kam durch Platzek (84. und 86.) zunächst zu zwei Aluminiumtreffern, ehe Wagner den herbeigesehnten Ausgleich besorgte. Der Abwehrrecke stand nach einem Durcheinander im Friedrichsfelder Strafraum auf einmal alleine vor Torwart De Groot und hämmerte die Kugel in den oberen Torknick (90.).

Nach 90 aufreibenden Minuten hatten die Hausherren RWE in der anschließenden Verlängerung dann nichts mehr entgegenzusetzen, sodass RWE durch zwei Platzek-Tore (97. und 110.) doch noch den erwarteten, aber unerwartet mühevollen Pflichtsieg feiern konnte.