28. November 2013

„Uns fehlt eindeutig ein Leitwolf“

Bochums U23-Trainer und Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz äußert sich im kurze fuffzehn-Interview.

Nicht nur klimatisch wird es langsam ungemütlich für die U23 des VfL Bochum, die am morgigen Freitag ab 19.30 Uhr bei Rot-Weiss an der Hafenstraße gastiert. Nach 16 Saisonspielen rangieren die Blau-Weißen mit 15 Punkten und 18:33 Toren auf einem Abstiegsplatz. Mit der jüngsten 0:1-Heimniederlage im Reserveduell gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln kamen weitere Sorgenfalten beim 44-jährigen VfL-Trainer und Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz hinzu. Vor dem Derby in Essen sprachen wir mit Dariusz Wosz, einst als „Zaubermaus“ verehrt.

Herzlich willkommen in Essen, Herr Wosz! Für Ihre VfL-Reserve steht gegen Rot-Weiss das drittletzte Spiel vor der Winterpause auf dem Programm. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Unser Ziel ist es, auf einen Nichtabstiegsplatz zu überwintern, um mit einem positiven Gefühl in die Rückrunde starten zu können. Dafür müssen wir unsere Fehler minimieren und bei der Chancenverwertung kaltschnäuziger auftreten. RWE wird uns alles abverlangen. Aber wir richten unseren Blick ohnehin mehr nach Uerdingen, Leverkusen, Aachen und Wattenscheid.

Fünf seiner letzten sechs Partien hat der VfL verloren. Wo sehen Sie die Hauptursachen für die jüngste Negativserie?

Wir haben nach einem guten Start bereits viermal eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben. Das ist besonders ärgerlich. Nach Platzverweisen des Gegners konnten wir trotz unserer Überzahl häufi g keine zwingenden Torchancen herausarbeiten. Unser Torjäger Sven Kreyer, der elf Treffer in zehn Spielen für uns erzielt hat, muss im Angriff mehr Entlastung bekommen. Die Verantwortung muss bei uns auf mehrere Schultern vertreilt werden.

Was muss Ihre Mannschaft in den nächsten Partien gegen RWE, die Sportfreude Lotte und die U23 von Borussia Mönchengladbach deutlich besser machen?

Sobald wir in Rückstand geraten, verlieren wir zu schnell unsere Ordnung. Wir müssen Konstanz in unsere Leistung hineinbekommen. Fußball ist auch eine Kopfsache.

Das gesamte Interview mit Gästetrainer Dariusz Wosz erscheint in der morgigen kurzen fuffzehn zum Spiel gegen die Bochumer Zweitvertretung.