20. Dezember 2013

Teil 1 des rot-weissen Hinrunden-Rückblicks: Stimmung mal vier und Startschwierigkeiten

Früher als geplant begann für die Elf von der Hafenstraße die Winterpause. Durch die Spielausfälle in Siegen und Köln endete die Pflichtspiel-Hinrunde für die Rot-Weissen bereits mit der Partie gegen den VfL Bochum II am 7. Dezember. Wir blicken zurück auf eine gewohnt ereignisreiche Hinrunde an der Hafenstraße.

Riesige Vorfreude herrschte rund um die Hafenstraße während der rot-weissen Vorbereitung. Ohne den abgewanderten Leistungsträger Kerim Avci, dafür aber mit vielversprechenden Neuzugängen um Konstantin Fring, Tim Hermes, Christoph Sauter, Marcel Platzek und Christian Knappmann sowie mit über 90 Hauptsponsoren auf der Brust gingen die Rot-Weissen in die Spielzeit 2013/2014. Intensiv bereitete sich die neu-formierte Elf auf den Saisonstart gegen den Meisterschaftsfavoriten Viktoria Köln vor und brannte auf den ersten rot-weissen Heim-Auftritt vor vier Tribünen seit 19 Jahren.

Gelöscht wurde das entfachte Feuer allerdings von mehreren 1000 Kubikmetern Wasser, die nur 24 Stunden vor dem eigentlichen Spieltermin den gesamten Kellerbereich des Stadion Essen überfluteten. Eine undichte Schweißnaht sorgte für einen meterhohen Wasserpegel im Kabinentrakt sowie in einem Technikraum. Damit war die gesamte Stadion-Technik derart beschädigt, dass Spiel- und Geschäftsstellenbetrieb einige Tage unmöglich waren. Gift für die aufgebaute Spannung unter Trainerteam, Mannschaft und Fans.

So hieß der erste Gegner im fertiggestellten Stadion Essen nicht Viktoria Köln, sondern Werder Bremen. Ein Feiertag für alle Rot-Weissen, die gemeinsam mit den Bremer Gästen für einen vielversprechenden ersten Eindruck der neuen „Vier-Tribünen-Stimmung“ sorgten. Zwar gewannen die Grün-Weißen die Begegnung mit 2:0, das Spiel geriet bei der stimmungsvollen Premiere im tribünenumrahmten Stadion Essen zur Nebensache. Allerdings bezahlte die Elf von Waldemar Wrobel die gelungene Eröffnung teuer: Nach einem Zweikampf mit Felix Kroos musste Leistungsträger Cebio Soukou das Spielfeld auf einer Trage verlassen. Diagnose: Kreuzbandriss. Damit war die Hinrunde für Soukou bereits vor dem ersten Pflichtspiel beendet.

Nach dem rot-weissen Feiertag stand für RWE dann aber der Regionalliga-Alltag an. Der Start des Ligabetriebs verlief für die Elf von der Hafenstraße allerdings alles andere als ideal. Durch den Spielausfall gegen Köln und der Verlegung der Begegnung gegen den SC Wiedenbrück begann die Pflichtspiel-Saison für RWE drei Wochen später als für die Konkurrenz. So stiegen die Rot-Weissen erst am 10. August mit einem Heimspiel gegen Leverkusen II in die Regionalliga-Spielzeit ein. Auf ein Unentschieden gegen talentierte Leverkusener folgten zwei Niederlagen im Nachholspiel gegen Viktoria Köln sowie gegen Fortuna Düsseldorf II. Dabei hatten es die Kölner in einem ausgeglichenen Spiel nur der rot-weissen Elfmeterseuche zu verdanken, dass die drei Punkte an diesem Abend die Hafenstraße verließen. Auch in Düsseldorf hätte man mit etwas Glück die 2:0-Führung in einen Sieg ummünzen können. Doch so stand nach drei Spielen ein einziger Punkt auf dem Konto der Bergeborbecker. Zu wenig für die hohen Erwartungen der Fans, aber auch für die Erwartungen der Mannschaft selbst.

Nach zwei Siegen gegen Alemannia Aachen und den SC Wiedenbrück schienen die Rot-Weissen dann aber langsam ins Rollen zu kommen. Während man harmlosen Aachenern an der Hafenstraße keine Chance ließ, drehte die Elf von Waldemar Wrobel in Wiedenbrück sogar einen 0:1-Rückstand. Besonders die Neuzugänge Marcel Platzek und Christian Knappmann erwiesen sich dabei als treffsicher und ließen die Rot-Weissen zuversichtlich ins Derby gegen RWO gehen.

Teil 2 des rot-weissen Hinrunden-Rückblicks findet ihr hier.