11. Februar 2014

Siegen – RWE 3:2

Keine Punkte auf dem Acker überm Leimbach.

Der Leimbach fließt in Siegen direkt unter dem gleichnamigen Stadion hindurch. Anscheinend zog das Wasser von oben und unten in das schwammähnliche Geläuf, auf dem sich alsbald tiefe Furchen bilden sollten. Am Ende verliert die rot-weisse Elf  im Siegerland mit 3:2. RWE-Trainer Waldemar Wrobel war dementsprechend angefressen: „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Aber nach dem Ausgleich waren wir die bessere Mannschaft und bekommen dann bei eigenem Ballbesitz das Gegentor.“

Der Reihe nach: RWE startete mit Max Dombrowka auf rechts, Benjamin Wingerter vor der Abwehr und dem wieder genesenen Torjäger Marcel Platzek in der Spitze, der von Arenz und Lemke auf den Außenpositionen in Szene gesetzt werden sollte. Kapitän Heppke musste neben Alexander Langlitz und Christoph Sauter auf der Bank Platz nehmen.

Nach zurückhaltender Anfangs-Viertelstunde scheint die Mannschaft von Waldemar Wrobel besser ins Spiel zu kommen. Doch ein langer Ball auf Hettich durchkreuzt nach gut 20 Minuten die Essener Hoffnung. Die Siegener Offensivkraft befördert den Ball von halbrechts ins RWE-Gehäuse.
Eine gute Nachricht gibt es heute dennoch zu vermelden: Marcels Muskel ist wieder fit. Nach einer Grund-Ecke kurz vor dem Pausentee patzt Siegens Keeper Kevin Rauhut und Platzek ist da. Eine Körperdrehung und es steht 1:1. Geht da noch was?

Leider nein. Schon fünf Zeigerumdrehungen nach dem Wechsel ist Schluss mit lustig: Möllering steht auf seiner linken Offensivseite blank und schiebt die Kugel souverän an Daniel Schwabke vorbei ins lange Eck. Nach einer Stunde muss Kevin Pires-Rodrigues verletzt vom Platz und Markus Heppke kommt ins Spiel, doch auch er kann nicht mehr entscheidend helfen. Es soll sogar noch schlimmer kommen für die Anhänger von Rot-Weiss Essen. Nach einem langen Ball steht Bouadoud allein vor Daniel Schwabke und markiert das 3:1 für die Siegerländer. Rot-Weiss muss mit leeren Händen die Heimfahrt antreten. Da kann auch der 2:3-Anschlusstreffer von Max Dombrowka in der 89. Minute nichts mehr ändern.

Den kompletten Spielverlauf gibt es hier im Live-Ticker.