22. Februar 2014

Kein Vergnügen auf dem Tivoli

0:3 – Rot-Weiss verliert in Aachen.

Rot-weisser Frust auf dem Tivoli. Vor 9.500 Zuschauern gelang es RWE nicht, seine wenigen Chancen zu nutzen. „Dafür, dass wir insgesamt nicht die schlechtere Mannschaft waren, können wir uns nichts kaufen. Wir haben es in den entscheidenden Situationen nicht geschafft, die Aachener zu stören“, so Trainer Waldemar Wrobel nach dem Match.

Vor Anpfiff der Partie herrschte eine tolle Stimmung auf dem Aachener Tivoli. Beide Fanlager schenkten sich nichts und verliehen der Partie der beiden Traditions-Mannschaften den passenden Rahmen. Die Rot-Weissen waren zu Beginn um Spielkontrolle bemüht und hielten den Ball hauptsächlich in den eigenen Reihen. Gefährlich wurde es aber auf der anderen Seite: Die erste Annäherung an das Tor von Daniel Schwabke nutzten die Aachener gleich zum 1:0. Eine Ecke der Alemannen fand über Umwege den völlig blank stehenden Schumacher, der aus knapp zehn Metern keine Mühe hatte, das Leder ins rot-weisse Tor zu befördern (10.).

Doch RWE blieb seiner Linie treu und beherrschte weiterhin das Mittelfeld, kam jedoch nur selten zu gefährlichen Aktionen. Zu dicht gestaffelt standen die Aachener in der eigenen Hälfte. So entwickelte sich eine intensive, aber relativ chancenarme Partie, lediglich bei Standards kam Torgefahr auf. So setzte Hoffmann eine Ecke von Kevin Grund an die eigene Latte und sorgte damit für die erste wirklich gefährliche Aktion der Rot-Weissen. Knapp wurde es dann noch einmal kurz vor dem Pausenpfiff, als Marcel Platzek sich den Ball im linken Halbfeld schnappte, zwei Aachener umkurvte und seinem Abschluss nur Zentimeter neben das Tor der Aachener setzte.

Ein ähnliches Bild bot sich nach dem Seitenwechsel. Die Roten kontrollierten die Partie, während die Aachener auf Konter und Standards setzten. In der 64. Minute war es Daniel Schwabke, der die Rot-Weissen mit einer Glanztat vor dem zweiten Gegentreffer bewahrte. Nach einem Freistoß aus knapp 20 Metern fischte Schwabke den Ball gerade noch aus der Torecke. Nur vier Minuten später musste die rot-weisse Nummer 1 allerdings doch hinter sich greifen. Ein Klärungsversuch nach einer Ecke fiel Garcia an der Strafraumgrenze vor die Füße, – und der Aachener netzte mitten durch die RWE-Abwehrbeine zum 2:0 ein (68.).

Bizarr wurde es dann in der 74. Minute: Nach einem gewonnenen Zweikampf traf Kai Nakowitsch mit seinem Klärungsversuch den Aachener Stevens, von dessen Bein fand der Ball den Weg über Schwabke hinweg ins eigene Tor zum 0:3 aus Essener Sicht.
Die Entscheidung in einer merkwürdigen Partie in Aachen.

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