26. Februar 2014

„Ich möchte eine Reaktion sehen“

Nein, positive Schlagzeilen sind an der Hafenstraße aktuell wirklich nicht an der Tagesordnung. Nach nur vier Punkten aus den ersten sechs Partien im neuen Jahr kommt RWE nicht über Platz zehn hinaus, dem fulminanten 5:0 gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf folgte ein ernüchterndes 0:3 in Aachen. Die Verletzungsmisere hält an und zu allem Überfluss handelte sich Kevin Pires-Rodrigues auch noch im Testspiel bei der SpVg Schonnebeck (4:2) die Rote Karte ein und fehlt deshalb im Derby gegen RWO. Wir sprachen mit RWE-Trainer Waldemar Wrobel.

Hallo Waldemar! Beim 0:3 in Aachen ging RWE gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner als klarer Verlierer vom Platz. Dabei hatten viele Fans gehofft, dass beim 5:0 gegen Fortuna Düsseldorf der erhoffte Befreiungsschlag gelungen war. Warum hat es gegen die Alemannia nicht geklappt?

Es war ein Spiel mit nur sehr wenigen Torchancen. Wir waren zwar optisch überlegen, haben unsere zahlreichen Standardsituationen jedoch teilweise fahrlässig vergeben. Auf der Gegenseite haben wir bei Eckbällen des Gegners nicht so verteidigt, wie wir es im Vorfeld genau besprochen hatten. Dafür sind wir bitter bestraft worden.

Täuscht der Eindruck, dass RWE – vom Düsseldorf-Spiel einmal abgesehen – schon seit einiger Zeit die notwendige Durchschlagskraft in der Offensive fehlt?

Wir stehen hinten in der Regel relativ stabil, tun uns aber in der Tat im Moment recht schwer, hochkarätige Tormöglichkeiten herauszuspielen. Auch in Aachen waren wir nicht zwingend in unseren Aktionen, haben nicht gerade ein Feuerwerk abgebrannt. Wir können nicht erwarten, dass Marcel Platzek in jedem Spiel ein oder zwei Tore schießt. Da sind auch andere gefragt.

Die Spitzengruppe ist schon weit entfernt, der Abstand nach unten ist aktuell zumindest nicht Besorgnis erregend. Wie gehst Du mit der Situation um, dass viele glauben, die Saison sei gelaufen?

Davor kann ich alle nur warnen, für mich persönlich gilt das nicht. Ich bin hoch motiviert und engagiert. Das erwarte ich auch von allen Spielern. Selbstverständlich ist die aktuelle Situation für uns alle ernüchternd. Wir hatten andere Vorstellungen und sind von unseren Zielen weit entfernt.

Es fehlt vor allem die Konstanz in den Leistungen. Woran liegt das und wie wollt Ihr diese Problematik in den Griff bekommen?

Eines ist klar: Dauerhaft können wir solche Schwankungen nicht verkaufen. Was man in dieser ausgeglichenen Liga erreichen kann, hängt maßgeblich von den engen Spielen ab. Aktuell sind wir aber zu selten in der Lage, solche Partien für uns zu entscheiden. Dabei spielen sicher viele Faktoren eine Rolle. In Aachen lag es allerdings daran, dass einige in entscheidenden Situationen ihre Aufgaben nicht erfüllt haben, auf die sie persönlich vorbereitet wurden.

Das vollständige Interview findet ihr in der Kurzen Fuffzehn zum Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am kommenden Samstag.