22. März 2014

SG Wattenscheid 09 – RWE 1:0

Keine rot-weissen Tore an der Lohrheide.

Tristesse in Wattenscheid. Nieselregen. Der Blick vom Stadion auf Halde und Himmelsleiter verhieß nichts Gutes. Auch auf dem Fußballplatz war es ein gebrauchter Tag für RWE. Der Ball sollte einfach nicht in den gegnerischen Kasten. 0:1 in der ersten Partie unter Cheftrainer Marc Fascher, die rot-weisse Berg- und Talfahrt geht zumindest auf dem Papier weiter. „Da kannst du spielen, bis der Arzt kommt, du schießt kein Tor“, resümierte der Fußballlehrer, der seinem Team trotzdem kein schlechtes Zeugnis ausstellte: „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat Gas gegeben, gut ins Spiel reingefunden und hatte viel Ballbesitz.“

Vor 2.471 Zuschauern musste der neue RWE-Trainer auf Kevin Grund verzichten, für den Holger Lemke die linke Außenbahn bearbeiten durfte. Die rot-weissen Akteure gingen engagiert in die Zweikämpfe, erspielten sich zunächst Feldvorteile und sorgten so für die ersten gefährlichen Situationen vor dem Wattenscheider Gehäuse. Max Dombrowka verpasste in der 12. Spielminute nach feiner Vorlage von Pires-Rodrigues, der Passgeber selbst scheiterte zwei Zeigerumdrehungen später. Kai Nakowitsch und Hoger Lemke per Heber hatten in der Folge die Führung für Rot-Weiss auf dem Fuß.
Dann die Schlüsselszene: Kevin Lehmann wurde von RWE-Kapitän Markus Heppke unsanft aufgehalten – und SGW-Spezialist Kevin Brümmer verwandelte die Standard-Situation aus 18 Metern. Eine Situationsfolge, die Marc Fascher nicht nur wegen des Gegentreffers missfiel: „Das Foul in dieser Situation war naiv. Und der Freistoß geht in die Torwartecke …“
Nach der Pause wechselte Fascher Konstantin Fring für Kapitän Heppke ein. Der Ex-Dortmunder brachte frischen Wind ins Essener Offensivspiel und scheiterte selbst knapp an Wattenscheids starkem Schlussmann Fronczyk. Nach einer guten Stunde kam Benedikt Koep für Holger Lemke. RWE hatte weitere Möglichkeiten: Pires per Freistoß (67.), Alexander Langlitz (70.) und Marcel Platzek hatten den Ausgleich auf dem Fuß, doch Pech, falsche Entschlüsse oder der SGW-Keeper verhinderten den Ausgleich.

Nach einem Scharmützel zwischen Benjamin Wingerter und Torschütze Kevin Brümmer musste der rot-weisse Defensivmann mit gelb-rot vom Platz. Michael Laletin feierte nach langer Leidenszeit sein Comeback und wurde als Kopfball-Spezialist eingewechselt. Doch auch der lange „Lalle“ konnte seinen Kopfball in der 90. Spielminute nicht im Wattenscheider Gehäuse unterbringen. Das SGW-Tor blieb am Samstag vernagelt.