3. April 2014

Aufwand auch in Punkte ummünzen!

Das hat der neue RWE-Trainer Marc Fascher (45) während seiner schon rund 20-jährigen Karriere auch noch nicht erlebt. Nach drei Partien unter seiner Regie stehen drei Niederlagen zu Buche. „Das ist neu für mich“, gesteht der gebürtige Hamburger, kündigt vor dem Heimspiel gegen den SC Verl aber kämpferisch an: „Es wird höchste Zeit, dass wir den Bock umstoßen und uns für unseren Aufwand belohnen.“ Warum er sich vor dem Abpfiff des Verl-Spiels auch nicht mit dem Pokal-Halbfinale gegen den MSV Duisburg am Dienstag (ab 18.30 Uhr) beschäftigen will, verrät Fascher im Interview.

Mit dem 1:2 bei Fortuna Köln musste RWE im dritten Spiel unter Ihrer Regie die Niederlage hinnehmen. Was überwiegt: Die Enttäuschung über das Ergebnis oder der positive Blick nach vorne, weil sich die Mannschaft deutlich gesteigert hatte, Herr Fascher?

Ich will es mal so sagen: Es gab ein weinendes und ein lachendes Auge. Auf jeden Fall war gegenüber dem Schalke-Spiel ein deutlicher Fortschritt erkennbar. Schade war nur, dass wir uns dafür nicht auch mit Punkten belohnt haben. Denn machen wir uns nichts vor: Im Fußball zählen am Ende nur die Ergebnisse und die Punkte.

Unter dem Strich steht dort bisher eine Null. Hatten Sie sich die Aufgabe so schwer vorgestellt?

Ich wusste genau, worauf ich mich einlasse. Wir haben von Beginn an gesagt, dass die Situation nicht einfach ist, wir jetzt aber das Beste daraus machen wollen. Darin liegt ja auch der besondere Reiz. Jetzt geht es darum, möglichst schnell den Bock umzustoßen. Am besten schon heute gegen Verl.

Sie haben in den ersten drei Partien drei verschiedene Spielsysteme ausprobiert. Wie weit sind Sie schon bei der Suche nach der bestmöglichen Ausrichtung?

Eines vorweg: Ich bin weit davon entfernt, hier sofort alles auf den Kopf zu stellen und grundlegend zu verändern. Ich bin erst seit etwas über zwei Wochen in Essen und muss deshalb jeden Einzelnen und auch die Mannschaft insgesamt noch besser kennenlernen. Fest steht: Alle Spieler sind sehr engagiert und couragiert bei der Sache. Außerdem hat das Spiel bei Fortuna Köln auf jeden Fall schon gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dort habe ich schon viel Positives gesehen. Jetzt müssen wir uns aber für unseren Aufwand auch belohnen und gute Leistungen auch in Punkte ummünzen.

Das komplette Interview mit Chef-Trainer Marc Fascher lest ihr in der morgigen Ausgabe der Kurzen Fuffzehn.