4. April 2014

Rot-Weiss Essen – SC Verl 2:0

Generalprobe geglückt: „Fußballgott“ Lemke und Marcel Platzek belohnen RWE.

Rot-Weiss Essen wollte und konnte am Freitagabend unter Trainer Marc Fascher den ersten Dreier einfahren. Kevin Pires-Rodrigues blieb auf der Bank, Holger Lemke durfte von Beginn an vor 6.328 Zuschauern an der Hafenstraße auflaufen. Die Maßnahme sollte sich auszahlen.

Rot-Weiss startete stark: Max Dombrowka stand kurz nach dem Anpfiff allein vor Verl-Keeper Sebastian Lange, konnte genauso wenig einnetzen wie kurz darauf Kevin Grund. Marc Fascher war angetan von den Signalen seiner Elf: „Wir haben angefangen wie die Feuerwehr, wir wollten den Funken auf die Fans überspringen lassen.“ Der Gast zeigte, warum er vor dem Match mit sechs Punkten vor RWE auf Platz neun in der Tabelle rangierte; Verl kam regelmäßig mit ansehnlich vorgetragenen Offensiv-Aktionen in die rot-weisse Hälfte. In der 34. Minute war es aus Essener Sicht dann scheinbar soweit, der bestens aufgelegte Essener Anhang konnte die über Wochen angesammelte Lust auf den Führungstreffer entladen. Das tat zwar gut, der Treffer von Michael Laletin aus dem Sechzehner-Getümmel allerdings galt trotzdem nicht. Abseits.

Die Fans sangen durch und feuerten das Fascher-Team an, die Mannschaft gab Gas – und wurde in der 62. Spielminute dann doch belohnt: Marcel Platzek diente als feiner Vorbereiter und Holger Lemke „Fußballgott“ behielt die Nerven, obwohl Lange lang und länger wurde.
Nach 78 Zeigerumdrehungen machte sich Marcel Platzek Platz – und das Stadion Essen glücklich. Julian Schmidt hatte auf der linken Seite das nachsehen, dann versenkte der RWE-Goalgetter halbhoch im langen Eck. Fascher war begeistert: „Besonders gefallen hat mir der Wille, dieses Tor unbedingt machen zu wollen.“
Völlig überflüssig war das Foul von Sam Salehi unmittelbar vor dem Ende, der Benedikt Koep von hinten rasierte und dafür rot sah.

Die „Alte West“ freut sich schon direkt nach dem Abpfiff auf das Fußballfest im Niederrheinpokal gegen den MSV Duisburg am Dienstag: „Über Duisburg fahren wir nach Berlin!“ Auch Gäste-Trainer Andreas Golombek wünschte RWE ein „geiles Spiel vor über 20.000 Zuschauern“.

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