5. April 2014

„Das wird ein Fußballfest“

Lange hat das Ruhrgebiet auf dieses Spiel gewartet, am kommenden Dienstag ist es endlich soweit: RWE empfängt den MSV Duisburg an der Hafenstraße. Zum ersten Mal wird das Stadion Essen in seiner noch jungen Geschichte bis auf den letzten Platz gefüllt sein. Dr. Michael Welling über das Spiel, organisatorische Herausforderungen und die Beziehung der Vereine zueinander.

Am Dienstag steigt im Stadion Essen gefühlter DFB-Pokal. Inwiefern ist die Begegnung – abseits vom Sportlichen – eine besondere Herausforderung für RWE?
Ein Spiel wie es sein sollte und auf das wir alle hinarbeiten. Ausverkauftes Haus, es geht sportlich um etwas, das birgt natürlich auch organisatorisch eine große Herausforderung. Trotz des größeren Arbeitsaufwands arbeiten wir aber natürlich alle gemeinsam daran, dass diese Ausnahme möglichst schnell zum Regelfall wird.
 
Für das Stadion Essen kommt es gegen den MSV mit dem angesprochenen ausverkauften Haus zu einer Premiere. Beschreiben Sie doch einmal kurz und knapp die Stimmung, die uns am Dienstag erwartet.
Ausverkauftes Haus. Es prickelt. Das wird geil!
 
Überall liest man derzeit von der großen Rivalität von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg. Wie beurteilen Sie die Beziehung zwischen beiden Fanlagern?
Bei aller sportlichen Rivalität, bei aller gesanglichen Rivalität auf den Rängen, sollten wir in den Fokus rücken, dass es sich um ein Fußballfest handelt. Ein Fußballspiel, so wie wir es uns als Fußballfans wünschen – sowohl auf MSV, als auch auf rot-weisser Seite. Ich bin daher überzeugt, dass der überwiegende Teil der Fans sich am Dienstag stimmlich verausgaben wird und das Spiel genießen wird. Ich wünsche mir, dass sich alle Fans der Verantwortung bewusst sind, die sie bei diesem Spiel und dieser medialen Aufmerksamkeit auch durch die Liveübertragung im TV für ihren Verein tragen. Die Fans wollen für ihren Verein  da sein, das geht durch Unterstützung. Auf Randale am und im Stadion können wir alle gerne verzichten.
 
Kommen wir von den Fans zu den Funktionären: Wie ist denn die Beziehung der Vereinsverantwortlichen zueinander?
Wie es sich für ein Derby gehört gibt es auch zwischen den Verantwortlichen ein verbales, augenzwinkerndes Vor- und Nachspiel mit Sprüchen hüben wie drüben. Aber jenseits der sportlichen Rivalität haben wir zueinander ein freundschaftliches Verhältnis.
 
Ihr Tipp für die Begegnung?
Ich tippe nicht. Wie wir gewinnen ist mir egal. Duisburg muss gewinnen, wir wollen gewinnen; Duisburg braucht das Geld aus dem DFB-Pokal, wir hätten gerne eine erste DFB-Pokalrunde gegen einen Erstligisten hier im Stadion. Von daher: Duisburg ist Favorit und kann ganz viel verlieren und wir können nur gewinnen. Aber tippen tue ich nicht. Wie wir gewinnen, ob ekelig mit 1:0 in der 1. Minute, oder durch ein Duisburger Eigentor in der 91. Minute oder im Elfmeterschießen, das ist mir komplett schnuppe.