6. April 2014

„Sind auf unseren zwölften Mann angewiesen“

Das Derbyfieber steigt! Am Dienstag besucht der MSV Duisburg zum Halbfinale des Niederrheinpokals die Hafenstraße. Dr. Uwe Harttgen über die rot-weisse Außenseiterrolle und spielentscheidende Faktoren im Pokalschlager.

Der MSV Duisburg geht am Dienstag als klassenhöheres Team als klarer Favorit ins Rennen. Was glauben Sie, wie deutlich der Klassenunterschied innerhalb der 90 oder aber 120 Minuten sichtbar wird?
Das Schöne ist, dass die häufig bemühte Phrase der eigenen Pokalgesetze wahr ist. Über 90 oder 120 Minuten ist es möglich, auch einem klassenhöheren Gegner auf Augenhöhe zu begegnen. Das wird ohne Zweifel eine unglaublich schwere Aufgabe, die Rollen sind klar verteilt. Aber wir werden unsere Chancen bekommen und die wollen wir am Dienstag nutzen.

Worauf wird es gegen den MSV besonders ankommen?

Zum Einen ist es wichtig, dass die Jungs mit dem Schlusspfiff von sich sagen können, dass sie alles gegeben haben. Wenn wir den Kampf annehmen und mit voller Leidenschaft und Konzentration dabei sind, dann können wir – unabhängig vom Ergebnis – zufrieden sein. Außerdem kommt natürlich auch den Fans eine besondere Rolle zu. Wir sind am Dienstag über die komplette Spielzeit auf unseren zwölften Mann angewiesen.

Inwiefern ist das Spiel für die Entwicklung der noch jungen Mannschaft wichtig?

An solchen Spielen wächst du als Spieler, sowohl sportlich als auch menschlich. Die Kulisse und auch die Bedeutung der Begegnung verlangt den Spielern einiges ab, aber ich schätze unsere Jungs mental stark genug ein, auch in einem solchen Spiel zu bestehen.

Ihr Tipp für die Begegnung?
Wir möchten ein Tor mehr erzielen als der Gegner. Dabei ist es uninteressant, ob wir dafür 90, 120 oder ein Elfmeterschießen benötigen.