12. April 2014

Für den Verein – für die Mannschaft – für das Spiel

19.900 Fußballfans, 120 Minuten Pokalschlager pur, alles entscheidende 11 Meter: Das Westderby gegen den MSV Duisburg hatte alles, was zu einem echten Pokalschlager gehört – auch wenn eine gewisse Anzahl Fußballfeinde auf beiden Seiten probierte, einen tollen Fußballabend zu verhindern. Das Spiel an der Hafenstraße verlangte jedoch nicht nur der Mannschaft alles ab – auch die Organisation rund um das Spiel stellte für die Rot-Weissen eine besondere Herausforderung dar.

20.000 Zuschauer hatten sich angesagt um im Stadion Essen einem Halbfinale im Niederrheinpokal beizuwohnen: Rekord für den 1981 ins Leben gerufenen Pokalwettbewerb. Dass darüber hinaus im Schnitt 600.000 Fernsehzuschauer das Duell der beiden Revierrivalen am Fernsehen verfolgten zeigt, wie groß die Attraktivität beider Vereine trotz Dritt- bzw. Viertklassigkeit in ganz Deutschland ist. Ein besonders schönes Detail: Zeitweise verfolgten mehr Zuschauer das Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg als die zeitgleiche Übertragung des Viertelfinals der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid. 1.3 Millionen Menschen in ganz Deutschland sahen das Niederrheinpokal-Halbfinale in der Spitze. Zudem zählte die rot-weisse Facebook-Heimat an diesem Tag eine Zugriffszahl von 80.000, während die Homepage des Traditionsvereins von der Hafenstraße knapp 59.000 Seitenaufrufe von 18.500 eindeutigen Nutzern verzeichnete.

Doch was der Blick durch den viereckigen Bildschirm nicht verriet, war der immense organisatorische Aufwand vor Ort, die der Pokalschlager mit sich brachte. Insgesamt waren an diesem Tag gut 2.100 Personen rund um das Spiel im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Partie zu garantieren. Davon widmeten sich alleine 1.700 Personen der Sicherheit sowie 200 Personen der Verpflegung der anscheinend besonders hungrigen und durstigen Stadionbesucher: 11.000 Brötchen, 9.000 Bratwürste, 2000 Frikadellen und 400 Kg Pommes gingen an diesem Tag über die Theken der Stadionkioske und VIP-Bereiche im Stadion Essen. Überflüssig zu erwähnen, dass sich auch Stauder mit gut 11.700 verzehrten Litern der in Essen gewohnten Beliebtheit erfreute. 

Ein absoluter Großkampftag für die Verantwortlichen an der Hafenstraße, der neben einem schlechten sportlichen mit einem positiven organisatorischen Ergebnis endete: Insgesamt zählten die 111 Sanitäter der Johanniter nur 5 leichtverletzte Stadionbesucher. Auch die Erkenntnis des Abends ist mit einer Zahl verknüpft: Null Toleranz gegenüber gewaltbereiten Idioten.