17. Mai 2014

1:0 – RWE nimmt drei Punkte von der Castroper Straße mit!

Mit Gegenpressing zum „Tor des Tages“ im rewirpowerSTADION.

Die Rot-Weissen begannen das Regionalliga-Derby vor 1.573 Zuschauern im Bochumer rewirpowerSTADION im 4-4-2-System mit Benedikt Koep und Marcel Platzek in der Spitze. Dahinter bekam Damir Ivancicevic im zentralen offensiven Mittelfeld eine weitere Bewährungschance. Auf den Außenpositionen agierten zunächst Lucas Arenz und Samuel-Marian Limbasan. Hinter Youngster Kai Nakowitsch auf der "Sechs" bildeten Max Dombrowka, Michael Laletin, Jerome Propheter und Tim Hermes die rot-weisse Viererkette.

Die Partie entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Nicht einmal 100 Sekunden waren gespielt, als die VfL-Defensive Marcel Platzek viel Raum in der eigenen Hälfte ließ. Sichtlich überrascht ob der Freiheiten konnte der RWE-Torjäger hieraus jedoch kein Kapital schlagen.

Im Gegenzug dann die Hausherren mit der ersten Gelegenheit und einem Angriff über Rouven Tünte über den linken Flügel, der mit einer flache Hereingabe endete, die Propheter in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Sven Kreyer entschärfen konnte. Der zukünftige Rot-Weisse war es dann auch, der die nächsten Möglichkeiten für die Reserve von der Castroper Straße hatte. Sein Versuch aus 16 Metern ging allerdings am Tor von Philipp Kunz vorbei (9.), ebenso wie sein Distanzschuss aus knapp 25 Metern (28.).
Auf der Gegenseite waren es im ersten Durchgang vor allem die aktiven Platzek und Limbasan, die für die offensiven Akzente bei der Mannschaft von Marc Fascher zuständig waren. Letztgenannter war es, der nach einer knappen Viertelstunde VfL-Keeper Dornebusch erstmals zum Eingreifen zwang. Der 19-Jährige versuchte es nach einem verunglückten Ausflug des Bochumer Schlussmannes in Minute 26 erneut. Sein Heber landete aber schließlich über den Gehäuse der Blau-Weißen.

Die erste Großchance der Partie hatte fünf Minuten vor dem Pausenpfiff dann ebenfalls die Mannschaft von Marc Fascher: Erst setzte sich Max Dombrowka sehenswert auf der rechten Seite durch und flankte dann bierdeckelgenau auf den Kopf Platzeks, der den Ball schließlich nur Zentimeter neben den Torpfosten setzte.

Nach dem Wiederanpfiff gelang den Rot-Weissen dann der Treffer des Tages. Einen sehenswerten Pass von Benedikt Koep auf Marcel Platzek konnte Dornebusch zunächst mit dem Fuß abfangen. Der Abpraller landete vor den Füßen von Lucas Arenz, der die Kugel cool über Freund und Feind hinweg zum 1:0 im Tor unterbringen konnte (49.). "In dieser Szene hat man gesehen, dass man immer wieder belohnt wird, wenn man nachgesetzt. Gegenpressing heißt das ja heutzutage“, freute sich Fascher über das Zustandekommen des Tores.

Die beste Chance, die Führung auszubauen, bot sich der Elf von der Hafenstraße fünf Minuten später. Dieses Mal konnte der Bochumer Schlussmann aber vor dem einschussbereiten Propheter klären. Der VfL Bochum hatte fortan allenfalls nach Standards noch Chancen, den Ausgleich wiederherzustellen. Die beste Gelegenheit vergab Christopher Schorch nach einer Ecke per Volleyschuss (67.). Somit brachte RWE die Führung über die Zeit und holte damit nach zwei sieglosen Partien wieder einen Dreier in die Ruhrmetropole.

Vor dem letzten Regionalliga-Spieltag im heimischen Stadion Essen gegen die Sportfreunde Siegen haben die Hafenstraßenfußballer nun noch die Chancen, mit einem Sieg gegen die Siegerländer die Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden. Anstoß der Begegnung ist am kommenden Samstag, 24. Mai um 14.00 Uhr.