6. Dezember 2014

Gerechte Punkteteilung in Lotte

Rot-Weiss Essen bleibt auch im zwölften Ligaspiel in Folge ungeschlagen. Am Samstagnachmittag trennte sich der amtierende Herbstmeister der Regionalliga-West mit 1:1 von den Sportfreunden aus Lotte. RWE-Schlussmann Niclas Heimann musste dabei erstmals wieder nach 512 Minuten hinter sich greifen. Ein Weber-Kopfball sicherte den Punktgewinn am Lotter Kreuz.

Zum Rückrundenauftakt kehrte bei den Rot-Weissen Marcel Platzek nach seiner Rot-Sperre zurück in die Startformation. Tobias Steffen, der den Offensivmann zuletzt bei 1:0-Erfolg bei der U21 des 1.FC Köln ersetzte, nahm dafür zunächst auf der Bank Platz. Ansonsten vertraute Cheftrainer Marc Fascher jener Elf, die zuletzt aus dem Rheinland die drei Punkte entführte.

Auf dem schweren Geläuf des Lotter Sportparks entwickelte sich von Beginn an ein kampfbetontes Duell zwischen den blau-weißen Sportfreunden und ihren rot-weissen Gästen. Die erste Annäherung an das gegnerische Gehäuse konnten die Hausherren nach 10 gespielten Minuten für sich verbuchen. Doch Cizeks Versuch aus der Distanz fand den Weg unmittelbar in Heimanns Arme. Für RWE war es wenig später Sven Kreyer, der die erste Gelegenheit zum Torerfolg hatte. Nach einer Freistoßhereingabe aus dem Halbfeld fiel der rot-weissen Nummer 28 am Elfmeterpunkt die Kugel vor die Füße, sein Schuss fand jedoch nur eines der vielen Beine der SFL-Verteidigung (14.).

Gut 20 Minuten später bot sich den 2.175 Sportpark-Besuchern ein Deja-Vu in umgekehrter Reihenfolge vor den Toren der beiden Mannschaften, nachdem zunächst Cebio Soukou mit dem „zweiten Ball“ an der vielbeinigen Lotter Defensive scheiterte – erneut nach einem Freistroß aus dem Halbfeld (33.). Auf der Gegenseite war es dann dieses Mal der Ex-Essener Kevin Pires-Rodrigues aus knapp 25 Metern, der Heimann prüfte, ihn aber – wie Cizeck zuvor – vor keine nennenswerten Probleme stellte (35.). Mit dem Pausenpfiff war es wieder eine Standardsituation der Rot-Weissen, die zur nächsten Möglichkeit führte: Doch Benjamin Beiers Versuch landete in der Mauer.

Zum zweiten Durchgang kam zunächst Tim Hermes für Marwin Studtrucker in die Partie, der sich in der letzten Aktion vor der Pause, die zum Freistoß Baiers führte, am Knöchel des rechten Fußes verletze (Diagnose noch offen) und ausgewechselt werden musste. Auch mit dieser personellen Veränderung veränderte sich das Bild, das sich den Zuschauern bot, nicht. Beide Teams versuchten weiterhin über den Kampf für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen, wobei sich Blau-Weiß und Rot-Weiss über weite Strecken dabei neutralisierten. Bis zur Minute 62, als nach einem undurchsichtigen Gefühle im RWE-Strafraum der Ball an Freund und Feind vorbei gegen den Innenpfosten und von dort ins RWE-Tor im kullerte (1:0).

Rot-Weiss Essen brauchte in der Folge einige Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen, schickte dann jedoch mit Wut im Bauch an, nicht ohne Zähler zurück ins Ruhrgebiet zu fahren – und das mit Erfolg. Für den es einmal mehr eine Standardsituation bedurfte: Einen Hermes-Freistoß verlängerte Platzek genau auf den Kopf des Aufgerückten Richard Weber, der zum mehrheitlich umjubelten Ausgleich einnickte (79.). In den Schlussminuten spielten dann nur noch die Hafenstraßen-Fußballer, die den Siegtreffer drei Minuten vor dem Ende auf dem Fuß hatten, als Zeiger eine Ecke zu Soukou verlängerte, der aber aus kürzester Distanz an SFL-Torhüter Fernandez scheiterte.

Somit blieb es schließlich bei der unter dem Strich gerechten Punkteteilung an diesem Nachmittag im Tecklenburger Land. RWE bleibt damit im zwölften Spiel in Serie in der Liga ungeschlagen und rangiert nun mit 35 Punkten auf Platz 3 der Regionalliga-West hinter der U23 von Borussia Mönchengladbach (36 Punkte) und Alemannia Aachen (37 Punkte). Zum letzten Pflichtspiel des Jahres gastiert am kommenden Freitag, 12. Dezember, der SC Wiedenbrück 2000 im Stadion Essen. Anstoß der Partie an der Hafenstraße ist um 19.30 Uhr.