12. Dezember 2014

„Energieleistung“ bringt drei Punkte

Rot-Weiss Essen schlägt den SC Wiedenbrück mit 3:2

Rot-Weiss Essen verabschiedet sich mit einem Sieg in die Winterpause. Marwin Studtrucker (17. und 24.) und Cebio Soukou (49.) trafen für RWE und sorgten so für einen gelungenen rot-weissen Jahresabschluss. „Bis zum 1:0 haben wir Wiedenbrück eher begleitet, statt wirklich aktiv in die Zweikämpfe zu gehen. Dann hat die Mannschaft aber wie im gesamten letzten halben Jahr bewiesen, dass sie, wenn sie in Rückstand gerät, erst so richtig aufdreht“, so RWE-Chef-Trainer Marc Fascher im Anschluss an die Partie.

Die Vorzeichen standen auf Kampf und Leidenschaft. Seit dem frühen Morgen hatte es geschüttet an der Hafenstraße, sodass nicht wenige eine Wasserschlacht und ein dementsprechendes Glücksspiel wie vor zwei Jahren gegen den SC Verl befürchteten. Doch die Drainage gab ihr Bestes und bescherte den 22 Akteuren einen sehr tiefen, aber doch bespielbaren Fußballrasen, mit dem der Gast aus Wiedenbrück zunächst besser zurecht kam. Offensiv eingestellt stellte die Mannschaft von Alfons Beckstedde eindrucksvoll ihre Torgefahr unter Beweis: Nach gerade einmal zehn gespielten Minuten legte Bednarski an der Sechzehnerkante quer auf den völlig freistehenden Rogowski, der das Leder in den rot-weissen Winkel setzte (10.).

Doch wie von der Mannschaft bereits mehrfach bewiesen, kämpfte sich die Elf von Marc Fascher mit viel Leidenschaft und Engagement zurück in die Partie und kam zu Chancen. Ein Rot-Weisser hatte sich für das Duell mit seinem Ex-Club wieder einmal Großes vorgenommen und sollte dem gerecht werden: Marwin Studtrucker zog mit dem Ball am Fuß zentral vor das Gästetor, blickte kurz auf und versenkte den Ball aus gut 20 Metern unhaltbar im Tor von Torwart Hölscher (17.). Und als wüssten die Wiedenbrücker nicht bereits aus dem Hinspiel, dass Marwin Studtrucker auch im rot-weissen Trikot trifft, ließen sie den ehemaligen Mannschaftskameraden nur sieben Minuten später mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eindringen. Sven Kreyer hatte geschickt auf den ihn hinterlaufenden Studtrucker durchgesteckt, der damit frei vor Hölscher auftauchte und eiskalt zur RWE-Führung einschob (24.). Diese hätte zur Halbzeit durchaus höher ausfallen können, doch Studtruckers Lupfer landete kurz vor der Pause nur am Querbalken.

Auch die Halbzeit konnte die rot-weisse Spielfreude nicht stören: Nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff spielte sich erneut Studtrucker stark in den Strafraum, behielt trotz zweier Gegenspieler Ball und Übersicht und legte auf den heranstürmenden Cebio Soukou ab. Dieser drosch das Leder aus gut fünf Metern mit voller Wucht in den Knick: 3:1 RWE (49.) – die Messe schien gelesen.

Doch der Gast aus Wiedenbrück blieb stets gefährlich und auch die Platzverhältnisse gaben dem Beobachter nicht das Gefühl eines vollständig kontrollierbaren Spiels. Und so kam der Sportclub folgerichtig in der 85. Minute zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es nicht, dank einer aufopferungsvoll kämpfenden rot-weissen Elf: „Die Jungs haben komplett auf die Zähne gebissen. Das war eine absolute Energieleistung“, bewertet Chef-Trainer Marc Fascher den Sieg seiner Elf.

Das Spielgeschehen im Ticker.