12. Dezember 2014

Nächster Gegner: Das Comeback aus Ostwestfalen

Der SC Wiedenbrück hat nach der Last-Minute-Rettung vieles richtig gemacht.

Der SC Wiedenbrück ist die Überraschungsmannschaft der Liga. Schon nach 18 Spielen hat der SC mit 30 Punkte genauso viele Zähler, wie in der gesamten Saison 2013/2014. Satte 14 Punkte Vorsprung haben sich die Schwarz-Blauen auf den ersten Abstiegsplatz erarbeitet – damit hatte bei den Ostwestfalen wohl vor der Saison kaum jemand gerechnet.

In der vergangenen Saison retteten sich die Ostwestfalen am letzten Spieltag mit einem 2:1-Auswärtssieg in Lippstadt vor dem Niedergang in die Oberliga, und das auch nur, weil Nachbar Arminia Bielefeld in die dritte Liga abstieg und somit ein Aufstieg der Arminen-Reserve qua Statut verhindert wurde.

Sorgenkind passé

Ein einfacher Grund, warum es so knapp wurde: 76 (!) Gegentore in 36 Spielen – Wiedenbrück war die Schießbude der Liga. In dieser Spielzeit ist alles anders. 26 Gegentore, sieben davon bei der 1:7-Klatsche gegen Rödinghausen, sind ein Garant für die bislang fast sorgenfreie Saison in der Regionalliga. Klammert man das Debakel aus, bleiben gerade einmal 19 Gegentreffer in 17 Spielen – ein Top-Wert, besonders für einen Verein, der kurz vor dem Abgrund stand.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich unterdessen im Sommer ebenso gewandelt, wie das unserer Rot-Weissen. 14 Neuzugänge und 10 Abgänge verzeichneten die Ostwestfalen. Einen der Abgänge zog es glücklicherweise nach Essen: Marwin Studtrucker, der gegen seinen Ex-Klub auch gleich sein erstes Tor für RWE erzielte.

Nach einem 2:1-Erfolg am letzten Hinrunden-Spieltag wartete auf die Wiedenbrücker der abgeschlagene Tabellenletzte aus Hennef. Doch wie es so oft ist: Die scheinbar so klaren Partien sind die Stolpersteine. Der SCW musste sich mit einem 1:1 begnügen.