21. Februar 2015

Derbyzeit im Stadion Niederrhein

RWE reist zum Gastspiel gegen den Reviernachbarn RWO.

Am Sonntag richtet sich der Blick des fußballbegeisterten Ruhrgebiets nach Oberhausen. Um 14.00 Uhr treffen dort mit RWE und RWO zwei Traditionsvereine  aus der Spitzengruppe der Regionalliga West aufeinander. Bereits im Hinspiel unterhielten die Kontrahenten die Zuschauer an der Hafenstraße prächtig – zum Leidwesen der Trainer.

Vielen dürfte das 4:4 aus dem Hinspiel im Stadion Essen in bleibender Erinnerung geblieben sein. Spannung und Emotionalität pur bot das Duell der beiden Traditionsvereine an der Hafenstraße. Dieses Fest für die Zuschauer war jedoch ein für die Übungsleiter das genaue Gegenteil. Als “Albtraum für einen Trainer” hatte RWE-Chef-Trainer Marc Fascher die Partie im Stadion Essen im Nachgang bewertet  Die Vorzeichen stehen jedoch gut, dass sich der 4-Gegentore-Albtraum für seinen RWE nicht wiederholt.

Denn die Mannschaft von von der Hafenstraße hat sich seitdem deutlich gesteigert. Die anfangs noch eher wackelige Defensive hat zueinandergefunden und ist nach der abgesessenen Sperre von Richard Weber am Sonntag komplett einsatzfähig. Überhaupt kann Fascher im Revierderby mit Ausnahme der Langzeitverletzten Konstantin Fring und Konstantin Sawin sowie dem gesperrten Cebio Soukou auf den gesamten RWE-Kader zurückgreifen. Entsprechend schwer tut sich der rot-weisse Übungsleiter noch mit der Zusammenstellung seiner ersten Elf. „Ich werde die verbleibenden Trainingseinheiten abwarten, ob sich noch jemand aufdrängt“, so Fascher am vergangenen Mittwoch auf der Pressekonferenz.

Sein Gegenüber Andreas Zimmermann muss personell dagegen einige Ausfälle verkraften. Mit Weigelt, Brisevac und Hötte fallen gleich drei Akteure einer Grippewelle zum Opfer. Auch der Einsatz von Spielmacher Bauder ist ungewiss. Doch trotz der Ausfälle verfügt die Mannschaft aus der Nachbarstadt über eine schlagkräftige Truppe. Für Torgefahr sorgt Mittelstürmer David Jansen, der sich mit elf erzielten Treffern die Spitzenposition der Torschützenliste der Regionalliga West mit Jesse Weißenfels (SF Lotte) und Fatih Candan (ehem. Viktoria Köln) teilt. Dazu gesellt sich ein sehr erfahrenes und kompaktes Mittelfeld um die defensiven Fleeßers und Scheelen. Erneut ein Haufen Arbeit für die rot-weisse Elf. „Das wird wieder ein Spiel auf Biegen und Brechen“, so Fascher zu der anstehenden Partie im Stadion Niederrhein.