22. Februar 2015

RWE unterliegt in Oberhausen

Keine Punkte nach ausgeglichenen 90 Minuten im Stadion Niederrhein.

Rot-Weiss Essen verliert das Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 0:1. Steinmetz traf nach 77 Minuten für den Gastgeber und besiegelte damit die rot-weisse Niederlage. „Insgesamt war es ein intensives, kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe. Letztendlich wurde wie schon in Aachen eine kleine Unachtsamkeit gnadenlos bestraft. Unter dem Strich wäre hier ein Unentschieden verdient gewesen“, so Fascher nach der Partie.

RWE benötigte ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden.  Bis zu Marwin Studtruckers Wachmacher in der 10. Minute dauerte es, ehe die Elf von der Hafenstraße erstmals Torgefahr versprühte. Aus 25 Metern haute der im Vergleich zur Vorwoche in die Startelf rotierte Außenstürmer einfach mal in Richtung RWO-Tor und zwang Torwart Kühn so zu einer ersten Parade, der nur eine Minute später die nächste folgen sollte. Daniel Grebe probierte es aus gut 30 Metern mit einem verdeckten Schuss, den der Oberhausener Torwart allerdings erneut zur Ecke klären konnte. In dieser ersten Druckphase der Rot-Weissen gewann die Elf von RWE-Chef-Trainer Marc Fascher auch langsam aber sicher die Spielkontrolle und kam zu deutlich mehr Ballbesitz. Allerdings ließ RWE ebenso wie der Kontrahent aus der Nachbarstadt die Genauigkeit im letzten Pass vermissen, sodass sich ein Großteil des Spielgeschehens im Mittelfeld abspielte. Bei Standards wurde es jedoch gefährlich: Sowohl Marcel Platzeks Kopfball (26.) als auch Sven Kreyers Nachschuss (43.) waren aber zu ungenau um mit einer Führung in die Kabinen zu gehen.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Zu häufig fehlte es dem letzten rot-weissen Pass in die Spitze an Präzision, oder wurde sich in der Offensive für die ungünstigere zweier bestehender Optionen entschieden. „Uns fehlt momentan vorne die Durchschlagskraft“, brachte es Fascher auf der anschließenden Pressekonferenz auf den Punkt. Wie bereits in der Partie gegen die Alemannia aus Aachen war es dann eine kurze Unachtsamkeit in der RWE-Defensive, die letztendlich die Punkte kosten sollte: Nachdem eine Oberhausener Flanke über die linke Offensivseite nicht verhindert werden konnte, stand der kurz zuvor eingewechselte Steinmetz plötzlich frei im RWE-Strafraum und konnte zum 0:1 aus RWE-Sicht einköpfen. Mit der Hereinnahme von Tobias Steffen für Daniel Grebe sowie dem Positionswechsel des kopfballstarken Philipp Zeiger in die Offensive probierten die Bergeborbecker alles, um die drohende Niederlage noch abzuwenden, konnten diese jedoch letztendlich nicht verhindern. 

Das Spielgeschehen im Ticker.