11. März 2015

„Wir müssen dranbleiben“

Trainer Marc Fascher ist sich sicher, dass die harte Arbeit der Mannschaft belohnt wird.

Es waren keine einfachen Wochen für alle im RWE-Umfeld. Dennoch haben Mannschaft, Trainer und Betreuer bewiesen, dass sie die Niederlagen nicht auseinanderfallen lassen. Auch unser Trainer Marc Fascher hat unter der Woche eine Mannschaft gesehen, die gewinnen will. Wie das endlich klappen soll, das erklärt unser Chefcoach im Interview.

Marc Fascher, wie hast Du die knappe Niederlage im Borussia-Park gesehen und mit Deinem Team analysiert?
MF: Ich habe eine gute Leistung von uns gesehen mit mehr Torchancen gegenüber den anderen Auswärtsspielen in Oberhausen und Aachen und ich glaube, was die Leistung anbelangt, sind wir auch auf einem guten Weg. Es ist nur verdammt ärgerlich, dass wir uns erneut nicht belohnt haben. Die Leistung war absolut in Ordnung, nur spiegelt sich das nicht im Ergebnis wider und das ist natürlich eine bittere Pille.

Führungstor erwünscht
Braucht unsere Mannschaft vielleicht einfach mal wieder eine Führung, um mit mehr Sicherheit zu agieren?
MF: Das wäre im Moment wirklich ein Dosenöffner. Das würde uns gut zu Gesicht stehen, denn es ist ja klar: Je länger du eine Durststrecke hast und eben nicht das Tor triffst, umso mehr wäre es Balsam für die Seele, mal wieder in Führung zu gehen. Das Motto bleibt aber dennoch, dass wir dranbleiben müssen, uns weiter das Quäntchen Glück erarbeiten müssen und dann geht auch wieder ein Ball rein, mit dem man gar nicht rechnet.

Verursacht so eine Durststrecke eine Blockade im Kopf der Offensiven oder braucht es einfach ein wenig Fortune?
MF: Es ist doch klar: Je öfter du nicht getroffen hast, umso weniger Selbstbewusstsein hast du auch. Das ebbt automatisch etwas ab und du brauchst eben dieses Quäntchen Glück, dass der Ball vom Innenpfosten reinspringt statt heraus. Wir hatten gegen Gladbach auch einen Lattentreffer, da fehlen dann nur Zentimeter. Ein Stürmer braucht in erster Linie Selbstvertrauen, das ist das Wichtigste.

Wie arbeitest Du mit deinem Trainerteam an diesen Problemen und kann man daran überhaupt gezielt werkeln?
MF: Du musst dir im Training Erfolgserlebnisse holen, das ist das Wichtigste. Dazu kommen Automatismen, die wieder greifen müssen. Nur mit dieser Kombination kannst du dir das verlorene Selbstvertrauen wieder zurückholen. Wichtig ist dabei auch, dass man immer dranbleibt, man muss einfach immer dran bleiben! Irgendwann hat man das Glück wieder auf seiner Seite. Das  ist eigentlich das Rezept und wir müssen die Jungs unter der Woche immer wieder motivieren. Am Wochenende gilt es dann, den Bock umzustoßen.

Die Mannschaft hat sich nach dem Spiel auf dem Feld versammelt und einen Kreis gebildet. Ist das ein gutes Zeichen, dass die Mannschaft eng zusammensteht?
MF: Ja, genau. Das ist natürlich umso wichtiger, wenn es nicht läuft. Gerade dann musst du zusammenrücken. Dieser Zusammenhalt auch in schweren Zeiten verhindert es, dass man auseinanderbricht. Das ist das Entscheidende.

Schauen wir nach vorne. Die U23 der Schalker gastiert an der Hafenstraße. S04 steckt im Tabellenkeller fest und schwimmt auch nicht in Erfolgserlebnissen. Spielt das eine Rolle in der Spielvorbereitung?
MF: Ich glaube, dass man die Probleme, die beide Mannschaften haben, aktuell nicht miteinander vergleichen kann. Für jeden ist es auf seine Art und Weise eine schwierige Situation und wir sind gut beraten, uns auf uns selbst zu konzentrieren und unser Spiel zu machen.

Was für ein Spiel erwartest Du gegen Schalke? Ein typisches Heimspiel, in dem RWE das Spiel machen muss?
MF: Für mich ist es wichtig, dass wir an die Leistung von Gladbach anknüpfen. Uns wurde bestätigt, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, uns aber nicht belohnt haben. Auf  diese Leistung müssen wir aufbauen.