14. April 2015

Das Vorwort zum Pokalhalbfinale

Liebe Fans von Rot-Weiss Essen!

Diese Ausgabe der kurzen kuffzehn ist etwas ganz Besonderes, was man beim Durchstöbern schnell merken wird: „Von Fans für Fans“ lautet das Motto und dementsprechend stammen sämtliche Artikel dieser Ausgabe aus der Hand von RWE-Fans. Wiederholung ausdrücklich erwünscht, denn ohne uns „Bekloppten“ gäbe es den Verein vielleicht schon nicht mehr.

Nun steht es also wieder an: Das Stadtderby gegen den FC Kray „Version 3.0“. Die beiden Vorgängerversionen, die wir in dieser Saison erleben durften, konnte man niemandem verkaufen. Auch nicht für „nur“ acht Euro in der Westkurve. Von dem 0:3 gegen Rödinghausen mal ganz zu schweigen…

Nach der Trennung von Uwe Harttgen folgte kurz darauf daher auch die Trennung von Marc Fascher. Kontinuität sieht auf den ersten Blick anders aus, aber der berechtigte Wunsch danach darf nicht den Blick für die Realitäten verstellen. Uwe Harttgen ist nicht aufgrund fehlender Fachkompetenz gescheitert, sondern weil er einfach nicht begreifen wollte oder konnte, wie unser RWE tickt und welche Werte wir – insbesondere nach der Insolvenz 2010 – leben wollen. Trainer werden an Ergebnissen und Spielkultur gemessen. Beides passte – aus welchen Gründen auch immer – nach der Winterpause nicht mehr. Einen Sportvorstand „Version 2.0“, wird es vorerst nicht geben, die neuen (Interims-)Trainer sind jedoch da und haben „Stallgeruch“.

All das ist hier und heute aber erstmal egal, denn bei einem Sieg gegen Kray könnte unter Umständen schon der Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde gesichert werden, zumindest aber winkt ein attraktives Derby im Pokalfinale gegen RWO oder den MSV. Ja, das bedeutet Druck für die Jungs, die auf dem Platz stehen, und zwar nicht zu knapp. Diesen Druck gilt es nun auf den Gegner umzuleiten und den FC Kray gemeinsam aus seiner in den letzten Derbys aufgebauten Komfortzone rauszuholen. Von der ersten Sekunde des Spiels an!

Die RWE-Familie muss und wird die richtigen Lehren aus der jüngsten Vergangenheit ziehen und es wieder besser zu machen. Auf dem Platz, neben dem Platz und in der Kurve! Dann verspürt irgendwann vielleicht nicht mehr unsere Elf den Druck, sondern der Gegner, der zu uns an die Hafenstraße kommt.

So und jetzt getreu dem Motto des Kaisers: „Geht‘s raus und spielt‘s Fußball!“ Wir stehen zu 1907 % hinter Euch!

Ralf Schuh
Fanvertreter im Aufsichtsrat
von Rot-Weiss Essen