14. April 2015

Dem Druck standgehalten

Rot-Weiss Essen nach 2:0-Sieg im Pokalfinale

Rot-Weiss Essen steht im Finale des otelo-Niederrheinpokals. Mit 2:0 bezwang RWE den Stadtrivalen aus Kray durch Tore von Benjamin Baier (31.) und Kevin Freiberger (77.). „Es war sicher nicht leicht für die Jungs, gerade in einer Phase in der das Selbstvertrauen nicht da ist, so hinten heraus zu spielen, wie wir das vorhatten. Letztendlich haben wir das aber ganz gut gemacht. Die zweite Hälfte waren wir dann nicht mehr so präsent, aber letztendlich musste Kray dann auch mehr für das Spiel tun. So haben wir uns eine gute Gelegenheit herausgespielt und dann ist das 2:0 in der 77. Minute natürlich schon ein großes Pfand“, so RWE-Trainer Markus Reiter auf der anschließenden Pressekonferenz.

Der Druck war immens, der auf den Rot-Weissen am heutigen Dienstag lastete: Mit zwei Niederlagen gegen den FC Kray im Kopf, eine Negativserie der letzten Wochen in den Beinen und ein KO-Spiel im Pokal vor der Brust ging RWE in die Partie gegen den Stadtrivalen. Zu Spielbeginn merkte man den Bergeborbeckern diesen Druck auch an. Nach einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung setzte Akman den starteten Kehrmann ein, der den Ball jedoch deutlich am Tor vorbeilegte (7.).

Doch mit zunehmender Spieldauer wuchs die Sicherheit im rot-weissen Spiel: Eine erste Torannäherung besorgte Kevin Grund, der sich nach langer Verletzungspause als Spielmacher hinter den Spitzen in der rot-weissen Startelf wiederfand. Sein Schuss aus 20 Metern konnte Kunz zwar mit etwas Mühe entschärfen, dennoch war es ein Weckruf für die bis dahin zaghaften Offensivbemühungen seiner Mannschaft. Minuten später hatte Platzek gleich zweimal die rot-weisse Führung auf dem Fuß, scheiterte im Gewühl jedoch an Krayer Abwehrbeinen (27.).

Immer näher kamen die Rot-Weissen dem Gästetor und doch war es ein Fernschuss, der letztendlich für die Führung des Traditionsvereins von der Hafenstraße sorgte: Ein abgewehrter Grund-Freistoß landete vor den Füßen von Kapitän Benjamin Baier, der aus 20 Metern all den rot-weissen Frust der vergangenen Wochen in seinen Schuss legte und sehenswert zur Führung traf (31.): die erste seit fünf mäßig erfolgreichen Wochen an der Hafenstraße.

Unmittelbar  nach dem Wiederanpfiff hätte dann Marcel Platzek das für die Nerven so wichtige 2:0 erzielen können, erreichte den Ball nach toller Kombination über Marvin Studtrucker allein vor Kunz im Fallen jedoch nicht mehr (50.). Doch mit dem Ausbleiben des zweiten RWE-Treffers wuchs beim Gast der Mut: Zunächst setzte Akman einen Freistoß an die rot-weisse Torlatte (62.), bevor Studtrucker nur eine Minute später in höchster Not vor dem einschussbereiten Gödde klären musste (63.). Endlich hatten die Rot-Weissen jedoch einmal das in den vergangenen Wochen so bitter vermisste Glück auf ihrer Seite und überstanden die Krayer Druckphase gegentorlos. Durch die zusätzlichen Offensivbemühungen des Stadtrivalen ergaben sich zudem auch für RWE Räume, die die linke Offensivseite in der 77. Minute zu nutzen wusste: Hermes schickte den startenden Freiberger auf die Reise, der den Ball überlegt am herauseilenden Kunz vorbei zum 2:0-Endstand und damit zum rot-weissen Finaleinzug ins Tor legte.

„Wir sind stolz auf unser Team, freuen uns auf ein schönes Finale, ruhen uns kurz aus und dann kommt am Samstag Siegen“, so die Schlussworte von Markus Reiter auf der anschließenden Pressekonferenz.  

Das Spielgeschehen im Ticker