17. April 2015

Breilmanns Wiese: Spieltag mit unterschiedlichen Vorzeichen

Die rot-weisse U19 geht gegen den VfL Rhede am Sonntag als Favorit ins Rennen. Die U17 ist beim Derby bei Tabellenführer Borussia Dortmund jedoch klarer Außenseiter.
  
U19: „Können uns nur noch selbst stoppen“
 
Nach dem jüngsten 2:0-Auswärtserfolg beim abstiegsbedrohten SV 19 Straelen ist die Meisterschaft in der A-Junioren-Niederrheinliga für die rot-weisse U19 bereits zum Greifen nahe. Der Vorsprung vor den ärgsten Verfolgern Rot-Weiß Oberhausen und ETB Schwarz-Weiß Essen beträgt fünf Begegnungen vor dem Saisonende bereits neun Zähler. Ein weiterer dreifacher Punktgewinn in der Partie gegen den VfL Rhede 1920 am Sonntag ab 11 Uhr (Seumannstraße) wäre für RWE der nächsten Schritt in Richtung der angepeilten Rückkehr in die Staffel West der A-Junioren-Bundesliga.
 
Maximal fehlen den Rot-Weisen noch sieben Zähler, um den Aufstieg auch rechnerisch unter Dach und Fach zu bringen. Sollten die Verfolger noch einmal patzen, dann könnte die Entscheidung schon am nächsten Spieltag fallen.
 
Im Hinspiel hatten sich die Talente von der Hafenstraße allerdings schwer getan. In Rhede war RWE nicht über ein 2:2 hinausgekommen. Emre Kilav und Sinan Özkara hatten damals für die Essener Tore gesorgt. Die Partie war eines von nur zwei Unentschieden in der laufenden Saison. Beim B.V. 04 Düsseldorf (1:1) reichte es für die Rot-Weissen ebenfalls nur zu einem Punkt.
 
Für das Rückspiel gegen den VfL ist der Einsatz von Kilav sowie Emre Demircan fraglich. Beide hatten sich am vergangenen Spieltag eine Blessur am Sprunggelenk zugezogen und konnten unter der Woche nur wenige Einheiten absolvieren. „Die Tendenz ist zwar positiv. Dennoch wird es sich erst kurzfristig entscheiden, ob beide am Sonntag auf dem Platz stehen können“, sagt U19-Interimstrainer Enrico Schleinitz. Bei Enes Kepenek steht ein Einsatz ebenfalls auf der Kippe. Der an Rückenproblemen laborierende Mittelfeldspieler wird vermutlich nicht zur Verfügung stehen.
 
Vor dem anstehenden Saisonendspurt betont Schleinitz, dass weiterhin volle Konzentration gefragt ist. „Noch sind wir nicht Meister. Solange rechnerisch nicht alles in trockenen Tüchern ist, werden wir auch keine Feierlichkeiten planen“, so der 31-Jährige, der seit der Beförderung seines bisherigen „Chefs“ Jürgen Lucas zur ersten Mannschaft nun bei der U19 stärker in der Verantwortung steht, aber auch weiterhin von Lucas unterstützt wird. Schleinitz fügt aber auch an: „Klar ist, dass wir uns jetzt nur noch selbst stoppen können.“
 
Die restlichen Partien sieht der U19-Trainer nicht nur als Kampf um den Aufstieg an, sondern auch als Möglichkeit für die jungen RWE-Talente, um sich weiterzuentwickeln. „Wir haben noch fünf Spiele zu absolvieren. Jede einzelne Partie ist ein Entwicklungsschritt, um für die kommende Saison – die wir hoffentlich in der Bundesliga verbringen werden – bestens gewappnet zu sein.“

U17: Kotziampassis-Kicker fordern Deutschen Meister heraus
 
Ein äußerst schweres Restprogramm wartet auf die U17 von Rot-Weiss, die bei nur zwei Punkten Vorsprung auf die Gefahrenzone in der West-Staffel der B-Junioren-Bundesliga noch mitten im Rennen um den Klassenverbleib steckt. In den ausstehenden drei Partien in dieser Saison trifft die Mannschaft von RWE-Trainer Antonios „Toni“ Kotziampassis mit dem aktuellen Deutschen Meister Borussia Dortmund (Sonntag, 11 Uhr) sowie dem 1. FC Köln (2. Mai) und Bayer 04 Leverkusen (31. Mai) auf die drei Tabellenersten.
 
„Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Kotziampassis: „Das wird am Sonntag in Dortmund eine ganz harte Nuss.“ Die Schwarz-Gelben sind zu Hause noch unbesiegt und wollen mit einem Sieg gegen den RWE-Nachwuchs möglichst schon drei Spieltage vor dem Saisonende die West-Meisterschaft perfekt machen.
 
RWE tritt denn auch als klarer Außenseiter beim BVB an. „Trotzdem ist man im Fußball nie chancenlos“, betont der Essener Trainer und erinnert unter anderem an das Hinspiel, das nur knapp 0:1 verloren ging. „Wir können in Dortmund befreit aufspielen. Keiner erwartet etwas von uns. Das könnte auch ein Vorteil für uns sein.“
 
Während der Vorbereitung auf den Saisonendspurt hat Kotziampassis in seiner Arbeit nicht viel verändert, um die Mannschaft nicht noch zusätzlich unter Druck zu setzen. „Wir wissen, was wir können. Wenn bei uns alles passt und die Borussia keinen guten Tag erwischt, dann ist eine Überraschung möglich“, sagt Kotziampassis, der im Derby personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Text: MSPW