22. April 2015

„Rot-Weisser Ganztag“ in Kupferdreh

RWE tourt seit diesem Frühling durch den Offenen Ganztag der Jugendhilfe Essen (JHE) und besucht so insgesamt 57 Grundschulen in der Stadt.

Nach der Premiere in der Bergeborbecker Höltingschule war nun ein Doppelschlag in Kupferdreh angesagt: Am Dienstag kehrten zeitgleich die Rot-Weiss-Spieler Marcel Platzek und Marco Beier in der Josefschule ein, während Tim Hermes und Kevin Freiberger in der Hinsbeckschule empfangen wurden.

Zunächst steht das gemeinsame Mittagessen auf dem Programm. Namensschilder und Platzsets werden von den Schulkindern stilecht in den Farben rot und weiß arrangiert. Und was geht bei Sportlern nach dem Vormittagstraining und bei Kindern immer? Spaghetti.
Die Fußballer warten geduldig auf ihre Portion, setzen sich an die Gruppentische und futtern beim gemütlichen Plausch gemeinsam mit den jungen Fans. „Wir waren in der letzten Saison schon als Einlaufskids im Stadion“, berichtet einige Hinsbeckschüler stolz. Nun können sie alle gemeinsam mit der benachbarten Josefschule das nächste Heimspiel am 2. Mai gegen den FC Hennef an der Hafenstraße anschauen, denn die RWE-Kicker haben Tickets für alle Schüler plus Begleitung im Gepäck. Dazu gibt es Autogrammkarten, Mannschaftsposter und einen von der Jugendhilfe gestifteten Lederfußball.

JHE-Geschäftsführer Jochen Drewitz erklärt die Idee des rot-weissen Ganztags abseits des Eventcharakters: „Natürlich ist dieser Empfang ein großes Ereignis, auf dass sich die Kinder in der Gruppe vorbereiten müssen. Dazu wollen wir sie auch für die Themen Bewegung und gesunde Ernährung sensibilisieren.“ Einen weiteren durchaus gewünschten Nebeneffekt habe die Aktion: „Auch wenn RWE derzeit kein Bundesligaverein ist, sind die Spieler Idole für die Kinder. Wenn sie nun zusammen Zeit verbringen, merken sie: Das sind auch nur Menschen wie du und ich.“
Dr. Michael Welling, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss Essen, sieht auch positive Einflüsse auf die Akteure seines Regionalligateams: „Viele unserer Spieler kommen nicht aus Essen. So lernen sie die Stadt kennen und merken, dass es in jedem Stadtteil, in jeder Altersklasse RWE-Fans gibt und wie tief der Verein in der Stadtgesellschaft verwurzelt ist.“
Eine spannende Kinderfrage in der Interviewrunde mit Marcel Platzek lautet: „Für welchen Verein würdet Ihr am liebsten spielen, wenn Ihr nicht bei Rot-Weiss wäret?“ Der RWE-Stürmer gesteht: „Einmal für Borussia Dortmund vor 80.000 Zuschauern aufzulaufen war schon immer ein Traum von mir.“ Winter-Neuzugang Kevin Freiberger erzählt von seiner Kindheit als Straßenfußballer, bevor er angefangen hat, im Verein zu spielen: „Ich habe immer draußen mit Freunden gekickt. Irgendwann haben mich meine Kumpel gefragt, ob ich nicht mal mit zum Training kommen will.“

Apropos Training. Um 14.30 Uhr stand das zweite Training der Rot-Weissen auf dem Stundenplan und der RWE-Tross machte sich eine gute halbe Stunde vorher wieder auf den Weg in Richtung Hafenstraße. Dort angekommen wurden die Spieler noch einmal gefeiert: Sie teilten den gemeinsam mit den Hinsbeckschülern gestalteten Fußballkuchen mit der kompletten Mannschaft. Frei nach dem Motto der nächsten Saison: „Wir. Essen. Gemeinsam.“