8. Mai 2015

RWE-Elf macht Lust auf Pokalfinale

Reiter-Elf feiert Kantersieg gegen den KFC Uerdingen

Rot-Weiss Essen hat ordentlich Selbstvertrauen für das anstehende Finale des otelo-Niederrheinpokals getankt. Mit 5:0 schlug die Reiter-Elf den Gast aus Uerdingen an der Hafenstraße. Marcel Platzek (21.), Marwin Studtrucker (25. und 67.), Benjamin Baier (64.) und Kevin Freiberger (77.) trafen für die Rot-Weissen. „Ich glaube, dass wir aus rot-weisser Sicht ein gutes Spiel gesehen haben, in dem wir zu jeder Zeit einen Plan hatten. Da hat sich die Mannschaft für eine sehr sehr konzentrierte Trainingswoche belohnt“, so Chef-Trainer Markus Reiter nach dem Schlusspfiff.

Reiter vertraute auch gegen den KFC dem Grundgerüst der vergangenen Wochen, hatte jedoch mit Rückkehrer Patrick Huckle sowie Max Dombrowka  auf den Außenverteidigerpositionen und Leon Binder, der in die defensive Zentrale rückte, auch Änderungen parat. „Mit Leon Binder haben wir uns im Zentrum mit seiner aggressiven Art und seiner Kopfballstärke mehr Ballgewinne versprochen und das ist absolut aufgegangen“, so Reiter zu seinem Schachzug gegen die Uerdinger.

Und tatsächlich stand die rot-weisse Elf in der Defensive sehr stabil und ließ dem Gast aus Uerdingen im Mittelfeld keinen Raum für den Spielaufbau. Allerdings brauchten die Bergeborbecker selbst auch einige Minuten, bis der Offensivmotor endlich rotierte. Nach einer ersten kleineren Chance durch Kevin Grund (7.) dauerte es bis zur 21. Minute, ehe die Rot-Weissen erneut vor das KFC-Tor kamen. Ein Durcheinander nach einer Hereingabe von Benjamin Baier wusste Marcel Platzek artistisch zu nutzen und traf mit einem Aufsetzer zum 1:0 für seine Elf, die damit deutlich an Rückenwind gewann. Nur zwei Minuten später war es dann erneut ein Eckball, der den Rot-Weissen ein weiteres Erfolgserlebnis bescherte. Dieses Mal stand Marwin Studtrucker völlig frei am zweiten Pfosten und nutzte diese Position zum 2:0. Nachdem Marcel Platzek zwei Wochen zuvor bereits nach langer torloser Zeit wieder getroffen hatte, beendete nun auch „Studti“ seine Torflaute und markierte seinen ersten Treffer im Jahr 2015.

Auch nach der Pause gelang es den Rot-Weissen immer wieder, gefährliche Angriffe zu fahren. Besonders über die agilen Außen Studtrucker und Dombrowka über die rechte, sowie Huckle und Grund über die linke Seite, wehte Torgefahr in den KFC-Strafraum. Ein solcher Angriff war es dann auch, der zum mittlerweile hochverdienten 3:0 führte. Studtrucker arbeitete sich dieses Mal über die linke Seite in den Sechzehner und wurde dort elfmeterreif gelegt: Benjamin Baier trat an und vollendete sicher zum 3:0 (65.). Wie in der ersten Halbzeit ließ RWE dem Gast aus Krefeld keine Chance, sich von dem Rückschlag zu erholen und schlug nur zwei Minuten später erneut zu: Max Dombrowka steckte über die rechte Seite klug auf den heraneilenden Marwin Studtrucker durch, der allein vor Udegbe die Nerven behielt und sein Doppelpack perfekt machte (67.). Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte Kevin Freiberger, der von Sven Kreyers Spielverständnis profitierte und sich plötzlich allein vor Gästetorwart Udegbe wiederfand, an dem er den Ball überlegt zum 5:0-Endstand vorbei ins Tor schob.

Die Rot-Weissen hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können, tankten aber auch so Selbstbewusstsein für das anstehende Pokalfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen.

Das Spielgeschehen im Liveticker